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Neues vom JSPS Club 02/2008

 

13. Treffen ehemaliger JSPS-Stipendiaten im Mai 2008 in Rostock


Etwa 180 Gäste sind der Einladung der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. und des JSPS Bonn Office zu dem Treffen ehemaliger JSPS-Stipendiaten gefolgt und am 16. und 17. Mai 2008 zu dem Symposium „Marine Research – The Importance of Oceans for Mankind“ im historischen Barocksaal im Stadtzentrum von Rostock zusammen gekommen.

Dem eigentlichen Tagungsprogramm vorange­stellt und thematisch ergänzend fand am Freitagvormittag eine Besichtigung des Instituts für Ostseeforschung und des Maritimen Simulationszentrums in Warnemünde statt.

Nach einer kurzen Mittagspause begann das Symposium mit einer Begrüßung der Teilnehmer durch Tomonori Nishii, Erster Sekretär der Botschaft von Japan, gefolgt von Dr. Christian Stienen vom BMBF. Es schlossen sich an, Willkommensgrüße von Dr. Klaus Manderla, Alexander von Humboldt-Stiftung, von Prof. Dr. Ronald Redmer, Pro-Rektor der Universität Rostock, sowie von Prof. Dr. Makoto Kobayashi, Executive Director der JSPS.

Eine Einführung ins Thema bot der Vortrag „Modelling Marine Ecosystems – The Baltic Sea Example“ von Prof. Dr. Wolfgang Fennel vom Institut für Ostseeforschung in Warnemünde.

Nach einer Kaffeepause sprachen Prof. Dr. Toshio Yamagata von der University of Tokyo zu „Indian Ocean Dipole and Climate Variations“ und Prof. Dr. Jelle Bijma vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven zu „Oceans as Stabilizer for Climate Systems but at which Costs?“

Eine Präsentation der Japan-Förderprogramme der AvH, der Japan Foundation und der JSPS, gefolgt von einer Dia-Präsentation mit zahlreichen Landschafts- und Vogelbildern von seiner Reise zu den Aleuten über die Halbinsel Kamchatka bis zu den Kurilen von Prof. Dr. Manfred Thoma, Universität Hannover rundeten den ersten Veranstaltungstag ab.

Den Ausklang bildete ein gemeinsames Abendessen im nur wenige Gehminuten entfernt gelegenen renovierten Ratskeller Rostock in gemütlicher Atmosphäre.

Am Samstag begann das Programm mit einem Vortrag von Prof. Dr. Ralph Schneider, Universität Kiel, zu „Oceans as Resources in ‚Future Ocean‘ Research“ und Prof. Dr. Yasuwo Fukuyo, University of Tokyo, zu „Coastal Area Utilization for Marine Resource Development and Environment Conservation”. Im Anschluss an eine Kaffeepause berichtete Prof. Dr. Masaaki Wakatsuchi von der Hokkaido University über “Nice System of Material Cycle between Land and Sea Producing Fishery-rich Sea – As an Example of Roles of Ocean, Now and in our Future”.

Diskussion und Zeit für Fragen gab es ausreichend im Anschluss an die einzelnen Beiträge.

Abschließende Worte fanden Prof. Dr. Yasuo Tanaka, der sein Ausscheiden aus dem Amt als Direktor des JSPS Bonn Office zum Ende Juni verkündete, und Prof. Dr. Heinrich Menkhaus, der Vorsitzende des JSPS Clubs, der u.a. seinen Wechsel von der Universität Marburg an die Meiji University in Tokyo bekannt gab.

Die fachliche Einführung und die Moderation der Diskussionsrunden wurden von den langjährigen Mitgliedern des JSPS Clubs Dr. Andreas Behrendt (Universität Hohenheim), Dr. Bertram Boehrer (Helmholtz-Zentrum für Umwelt­forschung), Dr. Dirk Bald (Frije Universiteit Amsterdam) und dem Vorstandsmitglied Dr. Arnulf Jäger-Waldau (Institute for Energy, JRC Ispra) übernommen.

Am Samstagnachmittag fand traditionsgemäß die Jahresmitgliederversammlung der Deut­schen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten statt. Außerdem nutzten trotz aufkommenden Regens viele der Gäste den Nachmittag für die angebotene Führung durch Rostock auf den Spuren der Hanse.

Sabine Ganter-Richter

 

Veränderungen im Vorstand

Angesichts der erheblichen Erweiterung des Mitgliederbestandes – wir gehen auf die 250 zu – und der zunehmenden Visibilität des Vereins war eine Erweiterung und Restrukturierung des Vorstandes nötig. Da das nicht ohne Satzungsänderung geht, haben wir in Rostock in der Mitgliederversammlung darüber Beschluss gefasst. Über das Ergebnis möchte ich an dieser Stelle kurz berichten:

Die Idee war, den Vorstand stärker nach Ressorts zu gliedern und Zuständigkeiten neu zu verteilen. Geplant waren neben Vorsitz, Schatzmeister und Schriftführer, die auch bis jetzt schon unterschieden wurden und besetzt sind, weitere Funktionen einzurichten.

Die erste konnte schon auf der Grundlage der bestehenden Satzung verwirklicht werden, die ja einen vierköpfigen Vorstand vorsah. Als Andreas Marx im Jahr 2007 ausschied, um sich mehr dem Antrag seiner alma mater, der Universität Konstanz, im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung zu widmen, der im übrigen erfolgreich war, kooptierte der Vorstand Frau Dr. Sylvia Schneider für das neu geschaffene Ressort „Einwerbung von Drittmitteln“, neuhoch­deutsch „Sponsoring“. Sie wurde seinerzeit an dieser Stelle als neues Vorstandsmitglied vorgestellt. Frau Schneider ist in ihrem Amt auf der Mitgliederversammlung in Rostock bestätigt worden.

Für zwei weitere Funktionen aber bedurfte es einer Erhöhung der Zahl der Vorstands­mitglieder. Es sind dies die Ressorts „Preise“ sowie „Freunde und Förderer“. Die Mitglieder­versammlung hat insoweit dem Antrag des Vorstandes entsprochen und durch Satzungs­änderung die Anzahl der möglichen Vorstands­mitglieder sogar vorausschauend auf sieben erhöht.

Da es eine Reihe von Preisen im deutsch-japanischen Wissenschaftsverkehr gibt, bei­spielsweise den Siebold-Preis, den Seibold-Preis, den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft usw. hatte der Vorstand begonnen, sich um ein Vorschlagsrecht für den jeweiligen Preisträger zu bemühen und war insoweit schon erfolgreich. Auf der Grundlage unseres Vorschlagsrechts müssen dann tatsächlich Vorschläge von den Mitgliedern eingeholt werden, diese Vorschläge sollten möglicherweise durch Dritte, die darum gebeten werden müssen, begutachtet werden und schließlich mit Begründung des Clubs bei der den Preis auslobenden Institution eingereicht werden. Zur Übernahme dieser Funktion hat sich Mitglied Dr. Wolfgang Staguhn bereit gefunden. Er studierte von 1975 bis 1981 in Würzburg Physik, war dann am Max Planck Institut für Festkörperphysik in Stuttgart tätig, von 1987 bis 1990 als JSPS-Stipendiat an der Universität Tokyo und ist seit 1990 Mitarbeiter im Forschungsressort der Daimler AG. Herr Staguhn ist auf der Mitgliederversammlung in Rostock in den Vorstand gewählt worden.

Im Ressort „Freunde und Förderer“ geht es zunächst um die Pflege der Kontakte zu den jeweiligen Referenten unserer Symposien. Da es sich zur Hälfte um Japaner handelt, sind sehr gute Kenntnisse der japanischen Sprache und Schrift vonnöten. Durch das Ressort soll auch der Kontakt zu den bei unseren Symposien regelmäßig vertretenen Wissenschafts­organi­sationen auf der deutschen und japanischen Seite gehalten werden. Des Weiteren ist die Kontaktpflege zu anderen Einrichtungen des deutsch-japanischen Austausches, wie etwa den deutsch-japanischen Gesellschaften, aber auch den japanischen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum wichtig. Wir sind froh, für diese Funktion Frau PD Dr. med. Daisy Rotzoll gewonnen zu haben, die als Jugendliche einen Teil ihres Lebens in Japan verbracht hat und eine sehr hohe Sprachkompetenz aufweist. Sie studierte Medizin und Japanologie in Heidel­berg und – gefördert durch DAAD Stipendien – in USA und Japan, war von 1994 bis 2001 Assistenzärztin an der Universitätskinderklinik Heidelberg, Abteilung Neonatologie, und anschließend zwei Jahre als wissenschaftliche Angestellte an der Universität Tokyo tätig. 2005 erfolgte die Habilitation an der Universität Heidelberg, und seitdem geht sie dort einer regelmäßigen Lehrtätigkeit nach. Seit 2007 kam noch die klinische Versorgung Neugeborener an der Helios Geburtsklinik bei Leipzig hinzu. Auch Frau Rotzoll ist in Rostock durch Beschluss der Mitgliederversammlung für dieses Ressort in den Vorstand gewählt worden.

Ansonsten hat es im Vorstand keine Verände­rungen gegeben. Alle Vorstands­mitglieder bedanken sich für das Vertrauen, das die Mitglieder ihnen entgegenbringen und hoffen auf eine aktive Beteiligung der Mitgliedschaft bei der Bewältigung der wachsenden Aufgaben des Vereins.

Heinrich Menkhaus, Meiji University

 

Wechsel des Clubvorsitzenden / Prof. Dr. Heinrich Menkhaus nach Japan

Liebe Mitglieder,

wer in Rostock dabei war, hat es schon gehört. Ich bin zum 1. April dieses Jahres einem Ruf auf den Lehrstuhl für Deutsches Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Meiji in Tokyo gefolgt. Damit habe ich die Konsequenzen aus der im Dezember 2005 von der Hessischen Landesregierung verkündeten „Bildung regional­wissenschaftlicher Zentren“ in Hessen gezogen, die eine Schließung des Japan-Zentrums an der Universität Marburg vorsieht, an dem ich eine Professur für japanisches Recht innehatte. Ich werde allerdings solange in Marburg als Lehrbe­auftragter und Prüfer tätig bleiben, bis alle meine Studierenden ihre Examen gemacht haben, womit im Verlaufe des Jahres 2010 zu rechnen ist.

Die geisteswissenschaftliche universitäre Be­schäftigung mit Japan in Deutschland verliert mit Marburg einen weiteren Standort, noch dazu einen mit einem besonderen methodischen Konzept, das neben dem Studium der japanischen Sprache und Schrift die Ausein­andersetzung mit einem wissen­schaftlichen Methodenfach ermöglichte. Das im Aufbau befindliche „Internationale Zentrum für Ostasien­studien“ an der Universität Frankfurt kenn­zeichnet schon begrifflich, wohin die Reise geht. Indem das zu bearbeitende Gebiet geographisch vergrößert wird, ist keineswegs mehr gesichert, dass sich alle Länder, Sprachen und Schriften der Region in der neuen Institution der gleichen Aufmerksamkeit erfreuen; vielmehr geht es um personelle Einsparungen und die Möglichkeit, schnell budgetäre Umschichtungen vornehmen zu können, wenn sich eines der in der erfassten Region liegenden Länder plötzlich als wichtiger erweisen sollte.

Von den ehemals fünf japanbezogenen Professuren (vier Marburg, eine Frankfurt) werden in Hessen allenfalls vier in Frankfurt übrigbleiben. Gegenwärtig sind dort nur drei besetzt. Zwei in Marburg vertretene Methoden­fächer, nämlich Religionswissenschaft und Geschichte werden gänzlich entfallen. Hessen ist indes beileibe kein Einzelfall. Viele japan­wissenschaftliche universitäre Einrich­tungen im deutschsprachigen Raum sind mittlerweile „asiatisiert“ und personell ausge­dünnt worden. Die Ressourcen werden auf China und in geringerem Umfang auf Indien umgeschichtet.

Das widerspricht der Zielrichtung des Jahres „Deutschland in Japan“, in dem in Japan Werbung auch für den Wissenschaftsstandort Deutschland gemacht wurde. Der Club – Sie erinnern sich – hat im Rahmen des Deutsch­landjahres im September 2005 in Zusammen­arbeit mit JSPS ein Symposium in Tokyo organisiert. Kann man aber die Attraktivität Deutschlands für japanische Wissenschaftler erhöhen, wenn man ihre natürlichen Ansprech­partner in Deutschland, nämlich die mit der japanischen Sprache und Kultur vertrauten Personen, entlässt?

Die Bundesregierung ist alarmiert und will verhindern, dass die Bundesländer, die nach dem föderativen System für die wissenschaftliche Ausbildung zuständig sind, eines nach dem anderen ohne gegenseitige Absprache ihre Japan-Kompetenzen abbauen, indem im Rahmen der Hochschulrektorenkonferenz eine Koordinierungsstelle den Abbau begleitet. Ob das aber ausreicht, um dem Untergang der geisteswissenschaftlichen Japankompetenz in Deutschland zu wehren, darf bezweifelt werden. Ich konnte jüngst in einer Buchbesprechung für das Jahrbuch des Deutschen Instituts für Japanstudien, das die Bundesregierung in Tokyo betreibt, hervorheben, dass von den in Deutschland ausgebildeten Japanhistorikern schon jetzt der überwiegende Teil in Japan arbeitet.

Für den Club in Deutschland verändert sich durch meinen Einsatz in Japan zunächst nichts. Vom Mitglied Hori habe ich zusätzlich die Vertretung des Clubs in Japan übernommen und möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei ihm für die jahrelange vertrauensvolle Zusam­menarbeit und die Anstrengungen bedanken, die er als Vertreter des Clubs in Japan geleistet hat. Wir hoffen, auch weiterhin in Japan etwas für unsere Mitglieder auf die Beine stellen zu können.

Heinrich Menkhaus, Meiji University

 

ERA-Link mit Japan gestartet

Gründung eines Netzwerkes europäischer Forscher in Japan

Am 16. Juni wurde mit einer Rede des für Wissenschaft zuständigen Mitglieds der Kom­mission der Europäischen Gemeinschaft in Tokyo, Janez Potocnik, ein Netzwerk der euro­päischen Wissenschaftler in Japan begründet. Es soll europäischen Forschern, die übrigens nicht notwendiger Weise einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union angehören müssen, beim Ausbau ihrer Kontakte helfen und Zugang zu Informationen über Karriereentwicklung, For­schungsmittel, Möglich­keiten der Zusammen­arbeit zwischen Europa und Japan sowie Wiedereingliederungshilfen bei der Rückkehr bieten und umgekehrt europäische Kollegen über die Forschung in Japan informieren. Zu diesem Zweck wird eine Homepage eingerichtet, über die sich die Wissenschaftler anmelden können. Die Eintragung in die Liste ist kostenlos. Die Adresse lautet:
http://cordis.europa.eu/euraxess-links/japan/index.cfm

Unter dem Namen EURAXESS-Links wird das Netz mit einer Reihe von Diensten beauftragt sein:

  • eine Webseite mit Informationen über Quellen für Forschungsmittel in Europa, Karriere- und andere Möglichkeiten der Arbeit in oder mit Europa (auf der Ebene der Mitgliedstaaten und der EU) sowie mit interaktiven Funktionen für den Informationsaustausch;
  • E-Mail-Infos für die Mitglieder über neue Möglichkeiten;
  • einem E-Newsletter;
  • Informationen über die Aktivitäten inner­halb des Netzes, über Sitzungen und Veran­staltungen;
  • Zugang zu und Organisation von Karriere­börsen und Workshops, die den Wissen­schaftlern die Gelegenheit zu Begegnungen mit der europäischen Industrie, Forschungs­einrichtungen und anderen potenziellen Arbeitgebern bieten.

Der Name ist gleichlautend mit der entsprechen­den Plattform, die 2005 für die europäischen Wissenschaftler in den USA eingerichtet wurde. Auch wenn die Anzahl in Japan tätiger Forscher weit hinter USA zurückliegt, ist sie doch mit ca. 8000 Personen, die laut Erhebungen der Vertre­tung der Euro­päischen Union geschätzt wurden, über­raschend hoch. Auf dieser Grundlage kann man nicht mehr von einer eher abschreckenden Wirkung Japans auf ausländische Forscher sprechen, sondern es wird deutlich, dass Japan bei der Werbung um die „besten Köpfe“ erfolgreich ist. Dass Japan als Arbeitsort angesichts des industriellen und techno­logischen Ausbauzustandes und der erheblichen Steuer- und Drittmittel als Forschungsstandort ohnehin interessant ist, braucht nicht eigens betont zu werden.

Mit dem genannten Programm wird nunmehr der dritte Anlauf zu diesem Netzwerk unternommen. Begonnen hat es mit „NEST“, dem Network for European Science and Technology in Japan, das in den frühen 1980er Jahren das Licht der Welt erblickte. Es folgte dann im Jahre 1987 das Netzwerk „SEP“, Science and Exchange Program, das allerdings nur für die Stipendiaten der Europäischen Gemeinschaft aus dem Science and Technology Fellowship Program in Japan gedacht war. Man darf gespannt sein, ob dem geplanten Netzwerk diesmal eine dauerhaftere Zukunft beschert sein wird. Der Vorstand des JSPS Clubs hat mit der Vertretung der Europäischen Union in Japan schon über mögliche Kooperationen gesprochen. Bisher ist indes nur bestätigt worden, dass auch ein Verein sich kostenlos in das Netzwerk eintragen kann.

Ob der Standort der Inaugurationsfeier an der Universität Tokyo gut gewählt war, darf bezweifelt werden. So mussten sich die Veranstalter die Frage gefallen lassen, ob der Standort bedeute, dass in Zukunft Gelder der Europäischen Union nur noch für Projekte zur Verfügung stünden, die eine Einbeziehung der Universität Tokyo vorsehen, was aber pflicht­schuldigst verneint wurde.

Heinrich Menkhaus, Meiji University

 

Workshop: Human Resource Management and Japan

Kobe University, Research Institute for Economics and Business Administration, on March 27th 2008
Organized by Dr. Ralf Bebenroth, Associate Professor for Economics and Business

This workshop covered the challenges of International Human Resources in Japan. It was conducted in English. The room at Shinkan Building was full with around 40 people; master and doctoral students from Kobe University, Kyoto University and Konan University, pro­fessional executives of human resource depart­ments, e.g. of Panasonic and Mitsubishi Fuso Track company, and scientific scholars in this field.

For this event, five speakers came together from all over the world to talk about the “challenges” in Human Resource Management related to Japan.

The first presentation was held by Dr. Markus PUDELKO, from the University of Edinburgh Management School, Scotland. His paper was partly written in collaboration with Anne-Wil Harzing from Melbourne University. The title of the presentation was “Japanese Human Resource Management: Inspirations from Abroad and Current Trends of Change”. In his paper he presented three different cultures, the Japanese, US and German, and presented empirical facts that the US culture is leading for German companies in Japan as well as for Japanese companies in Germany.

The second presentation was held by Dr. Joerg MAHLICH from the Austrian Federal Economic Chamber in Vienna, Austria. His speech was about pharmaceutical industries and gave evidence that even if Japanese companies have many research centers outside of Japan, the patents are predominantly from researchers in Japan. They seem to lack connection to these centers of excellence established outside of Japan. His title was “HRM in Japanese, German and the US Subsidiaries. Are HRM practices converging?”

The keynote speech was then given by Prof. Mary Yoko BRANNEN from San José State University, USA who spoke about the “challenges” for Japanese Human Resource Management, titled: “Global Talent Management and Learning for the Future: Pressing Concerns for Japanese Multinationals”.

Prof. Dr. Philippe DEBROUX, originally from Belgium but coming from Soka University in Tokyo spoke about women in Japanese companies and their problems of not getting promoted or sent as expatriates to other countries as easily as men. His paper was titled “Diversity management in Japan: the case of women”.

The last presentation on this day was given by Prof. Sue BRUNING from Manitoba University, Canada. She gave an overview of International Human Resource Management connected to Japan with the title “Broadening the Human Resource Practices-Organizational Performance Framework to include International Human Resource Management Practices”. The workshop was chaired by Prof. Yasuhiro KANAI from Kobe University and by Prof. Dr. LI Donghao from Wakayama University.

Out of these stimulating contributions, a book is planned to get published soon. I am very glad to have received so much support from all the authors at this workshop. Thanks also to Okuda-san, for her help in bureaucratic matters connected to the workshop.

Ralf Bebenroth, Kobe University

 

Symposium on Protozoan Diseases

Von 24. bis 29. September 2008 wird das „16th Japanese-German Cooperative Symposium on Protozoan Diseases“ in Göttingen stattfinden. Eine derartige Veranstaltung wird abwechselnd alle zwei Jahre in Japan oder Deutschland abgehalten. Es werden protozoäre Themen aus der Biologie, Humanmedizin und Tiermedizin gleichermaßen behandelt. Ein Post-Konferenz Besuch in Clausthal-Zellerfeld, die Geburtsstätte von Robert Koch, ist vorgesehen.

Die Zusammenarbeit des „National Research Center for Protozoan Diseases“ der Obihiro University for Agriculture and Veterinary Medicine mit Universitäten in Deutschland geht auf das Jahr 1966 zurück. Japanische Wissen­schaftler besuchten deutsche Universitäten, um auf dem Gebiet der Parasitologie zu kooperieren und gemeinsame Forschungsaktivitäten zu entwickeln. Von deutscher Seite haben ebenfalls mehrere Gastwissenschaftler, die auf dem Gebiet der Protozoologie und Parasitologie tätig waren, Obihiro und andere Universitäten in Japan besucht. Sie wurden von der AvH (Alexander von Humboldt Stiftung), vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) und der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) mit Stipendien unterstützt. Diese Organisationen gewähren dankenswerter Weise bis heute noch ihre Unterstützung.

Die wichtigste Rolle in der Anfangsphase dieser Zusammenarbeit spielte Professor Gerhardt Piekarski, ehemaliger Direktor des Institutes für Medizinische Parasitologie, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn und Präsident der WFP (World Federation of Parasitologists). 1975 war Professor G. Piekarski als Gastprofessor für drei Monate an der Obihiro Universität. Professor em. N. Suzuki besuchte das Institut für Medizinische Parasitologie in Bonn als Gastprofessor mit dem Ziel, die Kooperation zwischen Deutschland und Japan auf diesem Gebiet zu verstärken. Er arbeitete zusammen mit den japanischen Ministerien, sein Ansprechpartner war Dr. Hiroshi Kida, ehema­liger stellver­tretender japanischer Minister. Piekarski und Suzuki sind für ihre Bemühungen um die deutsch-japanische Zusammenarbeit von beiden Regierungen mehrfach geehrt worden.

Damals (1975) wurde bereits das gemeinsame deutsch-japanische Symposium begonnen, das den Austausch zwischen den beiden Ländern auf dem Gebiet der Parasitologie stärken und ausbauen soll. Insbesondere erhofft man sich davon Nutzen für die Prävention der Proto­zoenerkrankungen in Asien und Afrika.

Im September 2006 wurde das „15th Japanese-German Symposium for Protozoan Disea­ses“ von der Obihiro Universität organisiert. Seit seiner Begründung im Jahre 1975, bekam dieses Symposium internationalen Charakter. Das Symposium knüpft an eine lange Tradition an, zukünftige Kooperationen werden gezielt diskutiert, zahlreiche Möglichkeiten zu persön­lichen Gesprächen gewähren eine verstärkte Zusammenarbeit des NRCPD an der Obihiro Universität mit Institutionen in Deutschland insbesondere in Bonn.

In gemeinsamen Projekten werden wichtige human- und veterinärmedizinische Krankheiten (z.B. Malaria, Leishmaniose, afrikanische Schlaf­krankheit, Toxoplasmose, Cryptospori­diose) untersucht, die die aktuellen Schwerpunkte in der Parasitologie bilden und ganz oben in der Prioritätsliste der WHO und EU angesiedelt sind.

Panagiotis Karanis, Obihiro University

 

„Bildwörterbuch zur Einführung in die japanische Kultur“

Architektur und Religion
Yoshiko Watanabe-Rögner
2008, 208 Seiten
ISBN 978-3-87548-346-8
Gebunden 34,80 €

„Was ist Shinto?“ „Buddha in Japan? Was für Buddhafiguren gibt es denn in Japan?“, oder „Wie lebten die Menschen in Kyoto im 11. Jahrhundert?“

Da es mir oft sehr schwer fiel, Fragen wie diese von meinen deutschen Freunden zu beant­worten, begann ich, hierfür Skizzen anzufertigen. So entstand die Grundidee des Buches, welches 208 Seiten und ca. 350 Zeichnungen zur japanischen Architektur und Religion umfasst. Die Zeichnungen sollen dem Leser zu einem tieferen Einblick in die japanische Kultur und Lebenswelt verhelfen, welcher ansonsten nur schwer zu erhalten ist.

Zu ausgewählten Themen werden dem Benutzer typische Gegenstände, Ereignisse, Begriffe usw. mithilfe von Illustrationen und prägnanten Erklärungen näher gebracht, sodass Nicht-Japaner verstehen oder erahnen können, welche Gedanken, historische Fakten, Glaubens­vorstellungen, Fantasien usw. sich hinter dem japanischen Alltag verbergen.

Im Kapitel „Religion“ wird beispielsweise die japanische Trauerfeier erläutert: Ihre historische Entwicklung, ihre gesellschaftliche Bedeutung sowie die Funktion der einzelnen Gegenstände werden ausführlich erklärt. Da die Trauerfeier auch im heutigen Japan zu den wichtigsten Ereignissen/Zeremonien zählt, tragen diese Informationen auch wesentlich zu einem tieferen Verständnis der japanischen Gesellschaft bei.

Ebenso wird im Kapitel über Shinto und Buddhismus anhand zahlreicher Zeichnungen gezeigt, welche Gegenstände mit welchen Gedanken und welcher Praxis verbunden sind und welche historische und gegenwärtige Bedeutung sie haben.

Im Kapitel Architektur wird nicht nur die Entwicklung der Gebäude, sondern auch die Wohnkultur der jeweiligen Zeit gezeigt.

Zusammenfassend soll dieses Wissen insbesondere für alle, die im ökonomischen oder wissenschaftlichen Austausch mit Japan stehen, eine Hilfe sein.

Ich würde mich sehr freuen, wenn das Buch für den interessierten Leser eine Quelle für Neues und Unerwartetes über Japan sein könnte.

Aus dem Inhalt:

Gebäude und Gärten:
– Entwicklung der japanischen Häuser
– „Machiya“-Stadtreihen­häuser
– Adelspalast aus der „Heian“-Zeit
– Wohnhaus des lokalen Krieger-Landadels
– Typologie des „Shoin“-Studier- und Empfangs­zimmers
– Bauernhäuser
– Geschäftshäuser seit der „Edo“-Zeit
– Japanische Gärten
– Schlösser
– Tore und Türen
– Dächer
– „Shinto“-Schrein
– Tempel
– zeitgenössisches Wohnhaus
– Restaurant („Sushi“-Bar).

Religion und Volksglauben:
– Volksglauben und „Shinto“
– Buddhismus
– weitere religiös motivierte Rituale
– „Shinto“-Zeremonien
– Buddhistische Feste und Rituale
– Trauerfeiern
– Gräber
– Höllen- und Paradiesvorstellungen
– Vorstellungen der Geister und Gespenster
– Register
– Zeittafel
– Landkarte

 

OAG Newsletter: JapanPer@Mausklick

Seit kurzem bietet die Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, Tokyo – auch Ostasiatische Gesellschaft (OAG) genannt – auf ihrer Homepage (www.oag.jp) unter der Rubrik: OAG Newsletter: JapanPer@Mausklick einen informativen Online-Pressespiegel an. Die Link-Sammlung, die in Kooperation mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (DIHKJ) zusammengestellt wird, gliedert sich in die Bereiche: Top-Thema, Kultur, Wirtschaft&Politik, Forschung&Innovation, Pano­rama sowie Japan in Deutschland. Inhalte des Top-Themas der letzten Wochen waren u.a. „Handy-Paradies in Japan“, „Weltraumlabor Kibo“, „Japanische Offensive in Afrika“, „Weltrekord: Zahl der Rentner erreicht neues Hoch“, „Flucht aus den Wissenschaften (Rikei banare) – über den Rückgang von Fachkräften“.

Die 1873 von deutschen Kaufleuten, Gelehrten und Diplomaten in Tokyo gegründete OAG hat sich zum Ziel gesetzt, die Länder Ostasiens, insbesondere Japan, zu erforschen und Kenntnisse darüber zu verbreiten, etwa durch die Herausgabe von Publikationen. Mit der wissenschaftlichen Aufgabe verbindet die Gesellschaft, die seit 1954 auch eine Zweigstelle in Kobe-Osaka unterhält, eine gesellige Funktion. Für alle an Japan interessierte Deutschsprachige ist die OAG ein beliebter Treffpunkt für diverse kulturelle Aktivitäten, Exkursionen und Feiern. Die OAG ist ein gemeinnütziger Mitgliederverein japanischen Rechts, der sich seit seiner Gründung aus eigener Kraft finanziert.

Der neue Online-Pressespiegel wird jeweils montags und donnerstags aktualisiert. Mitglieder haben die Möglichkeit, die Link-Sammlung unmittelbar per e-mail zu erhalten. Wer direkt informiert werden möchte, bzw. die Arbeit der OAG unterstützen will, ist herzlich eingeladen, Mitglied zu werden (Jahresbeitrag 60 Euro, Studierende 30 Euro).

 

HWADJ-Fond des JSPS Clubs nächste Antragsfrist 30. September 2008

Der von der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. eingerichtete Hilfsfond fördert den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Japan durch die Übernahme von Reise- und Kongresskosten japanischer Wissenschaftler im Zusammenhang mit Vorträgen an deutschen Forschungsein­richtungen und auf Kongressen oder der Durchführung oder Vorbereitung gemeinsamer Forschungsvorhaben mit anderen Wissen­schaftlern innerhalb Deutschlands. Die Antragstellung kann ausschließlich durch ein ordentliches Vereinsmitglied für einen japanischen Wissenschaftler erfolgen.

Antragsformulare finden sich auf www.jsps-club.de

 

Mitglieder laden Mitglieder ein nach Bochum am 17./18. Oktober 2008 !

Zur Veranstaltung „Mitglieder laden Mitglieder ein“ heißen Sie Uwe Czarnetzki, Werner Meyer und Matthias Rögner am 17. Und 18. Oktober 2008 nach Bochum ein. Das Programm bietet Einblick in die Tätigkeiten verschiedener Institute der Ruhr-Universität mit Japanbezug und sieht weiterhin eine Stadtrundfahrt vor, die den Strukturwandel im Ruhrgebiet veranschaulicht. Die Einladungen werden Sie in den kommenden Wochen erhalten.

 

Impressum

Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
Redaktion: Ingrid Fritsch
Mitarbeit: Sabine Ganter-Richter
Verantwortlich:
Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
c/o JSPS Bonn Office, Ahrstr. 58, 53175 Bonn
Tel.: 0228/375050, Fax: 0228/957777
E-mail

Die in den Beiträgen geäußerten Ansichten geben nicht
unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

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