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Pressemitteilung vom 31. August 2005

Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen?

Einladung zur Teilnahme am Symposium in Tokio am 12. September

Um die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu sichern, müssen die Industriestaaten den Ressourcen- und Energieverbrauch in den nächsten 50 bis 70 Jahren drastisch senken. Damit stehen die Planer der Städte des 21. Jahrhunderts vor besonderen Herausforderungen: Neue Lösungsansätze in der modernen Stadtentwicklung sind gefordert. Führende Köpfe aus Deutschland und Japan treffen sich am 12. September in Tokio zu dem Symposium mit dem Titel „Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen?“ (Urban Planning – Sustainable Cities). Eingeladen haben die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) und die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. anlässlich des 10-jährigen Vereinsbestehens. Das Symposium ist eine offizielle Veranstaltung im Rahmen des Deutschlandjahr in Japan.

Wie können wir die wirtschaftliche Stadtentwicklung mit der Nachhaltigkeit der Umwelt in Einklang bringen? Machen die Städte ihre Umgebung kaputt? Welche Konzepte lassen sich entwickeln gegen Luftverschmutzung und Energieverschwendung? Wie hängt die Entwicklung der Städte mit der sozialen Entwicklung der Gesellschaft zusammen? Diskutieren Sie auf dem JSPS-Symposium in Tokio mit unseren Symposiumsteilnehmern die Einflüsse von demografischem Wandel und Globalisierung.

Zeit: Montag, 12. September 2005, 9.30 – 18.00 Uhr
Ort: National Olympics Memorial Youth Center, Tokio

„Die städtischen Lebensformen sind die Hauptursachen für die Fehlentwicklung im Umweltbereich,“ sagt Professor Eckhart Hahn von der Universität Dortmund. ”Der Energieverbrauch durch Heizung, Wasser usw. ist extrem hoch. Während die Städte heute abhängig vom Rohstoffimport sind, haben sich die Städte früher mit regenerierbaren Rohstoffen versorgt. Daran müssen wir wieder anknüpfen.“ Über die postmodernen Bedingungen, die geschaffen werden müssten, um die Nachhaltigkeit der Städte zu gewährleisten, sprechen Professor Eckhart Hahn und sein japanischer Kollege Professor Eiichi Taniguchi von der Universität Kyoto.

Erneuerbare Energien sind in der modernen Stadtplanung unverzichtbar. Professor Izumi Ushiyama vom Ashikaga Institute of Technology spricht über den Nutzen von Windrädern in städtischer Umgebung und der Architekt Dr.-Ing. Ingo Hagemann ist Experte auf dem Gebiet der Integration von Solarstromanlagen in Gebäuden. In seinem Vortrag erläutert er, wie Photovoltaik funktioniert. Hagemann zeigt, wie die Hülle eines Gebäudes den Strom direkt, emissionsfrei und verbrauchernah liefert und wie man die Solarstromerzeugung architektonisch sinnvoll integrieren kann.

Dr. Stefan Hochstadt von der Fachhochschule Dortmund beschreibt in seinem Vortrag „Der soziale Einfluss auf die Stadtplanung“ das Phänomen der schrumpfenden Städte und der alternden Gesellschaft. Die großen Städte entwickeln sich immer mehr zu Wettbewerbsstandorten der Wirtschaft. Und die Menschen wandern ab. Die kommunalen Kosten bleiben gleich bzw. steigen, die Einnahmen sinken. Davon sind alle großen Städte betroffen, insbesondere aber Japan und Deutschland. Über die „demografische Zeitenwende“ diskutieren Dr. Stefan Hochstadt, über den „Paradigmenwechsel“ für eine nachhaltige Gesellschaft Professor Motoyuki Suzuki, University of the Air, United Nations University.

Seit April 2005 präsentiert sich Deutschland in Japan für ein Jahr lang mit Projekten aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Japan Society for the Promotion of Science freut sich, mit diesem Symposium führende Wissenschaftler aus Japan und Deutschland zu einem Erfahrungsaustausch zusammenzuführen. Die Einführungsworte werden vom Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Japan, Henrik Schmiegelow, gesprochen. Begrüßt werden die Symposiumsteilnehmer von Professor Heinrich Menkhaus, dem Vorsitzenden des JSPS-Clubs Bonn. Die Einführung in das Symposiumsthema gibt Dr. Arnulf Jäger-Waldau, der am Institute for Environment and Sustainability an der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Union in Ispra, Italien, tätig und gleichzeitig Schatzmeister und Gründungsmitglied des JSPS-Clubs in Bonn ist.

Die Teilnehmer des Symposiums stehen Ihnen während der Veranstaltung für Interviews und Fotos zur Verfügung. Weitere Informationen, Fotodownloads sowie Kurzbiografien der Teilnehmer und deren Forschungsprojekte finden Sie hier.

Neben dem wissenschaftlichen und kulturellen Austausch dient das Symposium der Intensivierung des deutsch-japanischen Netzwerks unter den Stipendiaten und der Verstärkung des wissenschaftlichen Miteinanders zwischen Deutschland und Japan.


Rückfragen und Interviewwünsche richten Sie bitte an:

Sabine Ganter-Richter & Kazunori Higuchi
JSPS Bonn Office, Tel.: +49 (0)228-375050, Fax: +49 (0)228-957777
Während des Symposiums:
Ganter-Richter +81 (0)90-2323-5112, Higuchi: +81 (0)90-4598-1818
E-mail


Die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS)

Die Japan Society for the Promotion of Science wurde 1932 gegründet. Zu den Hauptaufgaben zählen neben der Drittmittelvergabe auch die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Förderung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit und des Austausches. Die Aktivitäten der JSPS werden aus Mitteln der japanischen Regierung finanziert. Jährlich ermöglicht JSPS weltweit etwa 4000 Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte in Japan. Bisher kamen weit mehr als 1000 deutsche Wissenschaftler mit Unterstützung der JSPS zu Kurzzeit- aber auch ein- und mehrjährigen Forschungsaufenthalten nach Japan. JSPS ist mit zehn Auslandsbüros weltweit vertreten.
www.jsps.go.jp

Das JSPS Bonn Office
wurde 1992 als erste europäische Zweigstelle der JSPS eröffnet. Das Büro befasst sich mit dem wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Japan und informiert über die verschiedenen JSPS-Stipendienprogramme.
www.jsps-bonn.de

Die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
Ehemalige deutsche JSPS-Stipendiaten haben 1995 die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. gegründet, das weltweit erste Netzwerk von Stipendiaten der JSPS. Der Verein zählt derzeit mehr als hundert Mitglieder aus allen Fachbereichen.
www.jsps-club.de

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