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Neues vom JSPS Club 01/2013

 

3. JSPS-Club-Treffen in Kobe

von Vorstandsmitglied Matthias Hofmann

Clubmitglied Generalkonsul Alexander Olbrich führte die Teilnehmer des Treffens in die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kansai und Deutschland ein

Am 8. März 2013 fand das dritte Treffen der in Japan tätigen Mitglieder des JSPS-Clubs erstmals außerhalb von Tokyo in der Region Kansai statt. Dies ist unserem Mitglied Alexander Olbrich, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Osaka-Kobe, zu verdanken. Er hatte sich zum Abschluss des letzten Treffens im November 2012 in Tokyo bereiterklärt, die Teilnehmer des nächsten Treffens zu einem Empfang einzuladen, wenn dieses in seinem Amtsbezirk stattfinden würde. Als Veranstaltungsort wurde das OAG-Zentrum in Kobe ausgewählt. Damit bot sich erstmals eine gute Gelegenheit für die in Kansai tätigen JSPS-Clubmitglieder, den gegenseitigen Kontakt auszubauen und sich auszutauschen. Den Weg nach Kansai fanden aber auch eine Reihe von Clubmitgliedern aus den Regionen Kanto und Chugoku.

Als Gäste konnte der Vorsitzende des JSPS-Clubs Prof. Dr. Heinrich Menkhaus (Universität Meiji), Regine Dieth (DWIH Tokio), Myra Bauersachs (DFG Tokio) und Dr. Holger Finken (Leiter des DAAD-Büros Tokio) begrüßen.

In insgesamt vier Vorträgen spiegelte sich das große Spektrum an unterschiedlichen Fachrichtungen der Mitglieder des JSPS-Clubs wieder. Zu Beginn berichtete Generalkonsul Alexander Olbrich über die aktuellen deutsch-japanischen Beziehungen in Kansai. Dabei wurden sowohl wirtschaftliche als auch wissenschaftliche Verbindungen zwischen Deutschland und der Region hervorgehoben. Positiv zu bewerten sei, dass es hier in den letzten Jahren zu einem Ausbau der gegenseitigen Beziehungen gekommen ist. Im zweiten Vortrag stellte Jan-Dirk Schmöcker (Universität Kyoto) aktuelle Gesellschaftstrends für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung dar. Aktuelle Untersuchungen beschäftigen sich mit der zukünftigen Verkehrsentwicklung in den aufstrebenden asiatischen Nationen (z.B. Vietnam, Indonesien) und der Fragestellung, welchen Einfluss aktuelle Trends, in der das Auto seine frühere Rolle als Statussymbol für Mobilität und Freiheit immer mehr verliert, auf die aktuelle Verkehrsentwicklung in diesen Ländern haben kann. Beide Vorträge wurden von den Teilnehmern des Treffens nach den Vorträgen sowie in der anschließenden Kaffeepause diskutiert.

Die Rolle von Gesellschaftstrends in der Verkehrsentwicklung wurde von Mitglied Dirk Schmöcker vorgestellt

Im Anschluss an die Pause „entführte“ Heinrich Menkhaus die Teilnehmer zurück in die Zeit der Ungleichen Verträge zwischen Japan und den europäischen Signatarstaaten um 1862. Er berichtete über die Reise der ersten japanischen Gesandtschaft durch die europäischen Staaten, darunter auch Preußen, um sich ein Bild der europäischen Zustände zu machen. Dass die Gesandtschaft einen klaren diplomatischen Auftrag hatte, den der Redner vorstellte, ist heute weitgehend vergessen. Nach diesem rechtshistorischen Vortrag wechselte Vorstandsmitglied Matthias Hofmann (z. Zt. Universität Okayama) zum Abschluss des Treffens mit seinem Vortrag in die biomedizinische Grundlagenforschung und stellte die unterschätzte Rolle der Biophysik in der aktuellen Tumortherapie am Beispiel des tumorinterstitiellen Flüssigkeitsdrucks dar. Nach der Diskussion über die jeweiligen Vorträge und einer Gesprächsrunde über einige vereinsinterne Angelegenheiten fand der offizielle Empfang des Generalkonsuls statt. Bei deutschem Bier und Wein, sowie Nürnberger Bratwürsten, Sauerkraut und anderen deutschen Spezialitäten ließ sich in entspannter Atmosphäre noch lange diskutieren und Netzwerken.

Ein herzliches Dankeschön gilt im Namen aller Clubmitglieder den Referenten, dem Generalkonsul für den Empfang sowie der das OAG-Zentrum verwaltenden Frau Nitz für die Technik im Saal und die vorbildliche Versorgung der Teilnehmer während der Kaffeepause und im Rahmen des offiziellen Empfangs.

Ein viertes Treffen wird für das kommende Jahr geplant, über den genaueren Termin werden alle Clubmitglieder frühzeitig informiert werden.

 

Neues Vorstandsmitglied: Prof. Dr. Ivor Fleck

Ivor Fleck ist Physiker und hat von 1985–1991 an der Universität Hannover und der TU München studiert. Sein Interesse an Japan hat aber schon davor begonnen und er hat bereits 1982 Japanisch-Sprachkurse belegt. Während des Studiums wurde dieses Interesse unter anderem durch die Belegung von Japanologie für ein Semester an der LMU München und weiteren Sprachkursen an der Universität Hannover vertieft. Die Promotion hat er am Großforschungszentrum DESY in Hamburg im Bereich der experimentellen Teilchenphysik im Jahr 1994 abgeschlossen. Während der Promotion im internationalen Umfeld entstanden intensive Kontakte zu Kollegen aus Japan, die im Jahr 1995 zu einem JSPS-Stipendium an der Universität Tokyo in der Arbeitsgruppe von Siebold-Preisträger Prof. S. Yamada führten. Nach dem Aufenthalt in Japan ging es für zwei Jahre an das Europäische Forschungszentrum für Teilchenphysik, CERN, in Genf. Dort hat er mit dem OPAL Experiment am Elektron-Positron-Beschleuniger LEP nach bisher unbekannten Teilchen gesucht. Es bestanden in Genf weiterhin enge Kontakte zu den aus Japan stammenden Forscherkollegen. Von 1999 bis 2005 hatte er eine Assistentenstelle an der Universität Freiburg inne, wo er sich im Jahr 2002 in experimenteller Physik habilitiert hat. Im Jahr 2005 erfolgte der Ruf auf eine Professur an die Universität Siegen. Seine Arbeitsgruppe arbeitet weiterhin an den Experimenten am CERN, wobei sein Arbeitsschwerpunkt auf der Physik der Top-Quarks liegt. Ein weiteres Forschungsprojekt ist die Detektorentwicklung für Experimente an einem zukünftigen Linear-Beschleuniger, der in wenigen Jahren in Japan gebaut werden könnte. Im Rahmen dieser Forschung besteht ein enger Kontakt zum japanischen Teilchenphysikzentrum KEK in Tsukuba, wo er im Rahmen seines Sabbaticals im Jahr 1997 vier Monate verbracht hat. Ivor Fleck ist bereits kurz nach der Gründung des JSPS-Clubs im Jahr 1997 Mitglied geworden.

 

Der WGK im Jahre 2012

vom Clubvorsitzenden Heinrich Menkhaus

Der JSPS-Club veranstaltet seit Beginn des Jahres 2009 den deutschsprachigen Wissenschaftlichen Gesprächskreis zusammen mit dem DAAD-Büro Tokyo. Jährlich finden in diesem Rahmen drei bis vier Vorträge in den Räumen des OAG-Hauses in Tokyo statt. Im Jahre 2012 hat es drei Präsentationen gegeben. Den Anfang machte am 27. März Clubmitglied Roza Maria Kamp mit einem Vortrag über „Neue Entwicklungen zur Diagnose und Therapie von unheilbaren Krankheiten“.

Es folgte am 14. Mai Clubmitglied Christian Schönbach zum Thema „‘Publish or perish’ aus der Sicht eines Autors und Editors“. Den Abschluss bildete am 30. November Sandra Beyer, die über das Thema „frau reist: Vergeschlechtlichte Räume in Reiseaufzeichnungen nach London in der Taishō und frühen Shōwa-Zeit“ referierte.

WGK mit Roza Maria Kamp

WGK mit Christian Schönbach

Die Reihe ist im Jahre 2013 schon fortgesetzt worden. Für die Planung eines Vortrags braucht es naturgemäß einen gewissen Vorlauf. Der Club ist Ihnen deshalb dankbar, wenn Sie dem Vertreter in Japan und Verfasser dieses Berichtes rechtzeitig mitteilen, wenn Sie nach Japan kommen und bereit sind, im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe einen Vortrag zu halten. Ein Honorar gibt es nicht, aber immer ein kleines Geschenk seitens des DAAD-Büros. Diesem ist der Club außerdem sehr dankbar dafür, dass es die Kosten für den anschließenden Empfang übernimmt. In der Regel finden sich um die 15 deutschsprachige Gäste ein, unter denen in aller Regel auch ein, zwei Japaner sind.

 

Deutsches Festival in Tokyo

vom Clubvorsitzenden Heinrich Menkhaus

Der Verfasser hatte im NvC 1/2012 über die im Beisein des seinerzeitigen Bundespräsidenten Wulff und des Kronprinzen von Japan am 23. Oktober 2011 veranstaltete Feier anlässlich des 150. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen (Preußen) Deutschland und Japan im der Deutschen Botschaft in Tokyo gegenüberliegenden Arisugawa-Park berichtet. Die seinerzeitige Feier traf bei der japanischen Bevölkerung auf so viel Interesse, dass die Deutsche Botschaft beschloss, ein solches Fest jedes Jahr durchzuführen. Im Jahre 2012 wurde es als Deutsches Festival vom 19.–21. Oktober im Aoyama-Park unweit des berühmten Aoyama-Friedhofs, auf dem sich die Gräber auch vieler Deutscher finden, durchgeführt. Der Club war wie schon im Jahre 2011 mit einem kleinen Infostand im Zelt des DAAD vertreten. Dafür gilt dem DAAD-Büro Tokyo unser Dank. Auch für den Herbst des laufenden Jahres ist wiederum ein Deutsches Festival vorgesehen.

 

Study Japan! Fair 2013

von Vorstandsmitglied Sabine Ganter-Richter

Am 18. Januar 2013 veranstaltete die Universität Waseda gemeinsam mit der Botschaft von Japan in Deutschland die Hochschulmesse Study Japan! Fair 2013 in Berlin.

21 führende japanische Universitäten und Wissenschaftsorganisationen informierten die mehr als 250 Besucher in Präsentationen und in Einzelgesprächen an den Infoständen über:

  • Hochschulsystem und Universitäten in Japan
  • Schools, Graduate Schools und Forschungseinrichtungen
  • englischsprachige Studienangebote, internationale Programme
  • Studierendenaustausch
  • Japanisch-Sprachkurse
  • JET-Programm (Japanese Exchange and Teaching Program)
  • Fördermöglichkeiten und Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte in Japan
  • Bewerbung, Einreise und Leben in Japan

Ergänzt wurde das Programm durch Vorträge über neuere Entwicklungen in der japanischen Bildungspolitik und Erfahrungsberichte von ehemaligen Stipendiaten über ihre Studien- und Forschungsaufenthalte in Japan.

In Probevorlesungen zu den Themen „Japanese Culture and Literature“ und „International Migration: The Great East Japan Earthquake and Foreign Residents“ stellten die Universitäten Waseda und die Kwansei Gakuin ihren Unterricht vor und beantworteten Fragen zur Didaktik und Methodik ihrer Fachbereiche.

Auch Einblicke in die traditionelle japanische Kultur zogen die Gäste in den Bann: Die kraftvoll-rhythmischen Klänge der Taiko-Trommeln begeisterten das Publikum ebenso wie die eher ruhigen Vorführungen der japanischen Teezeremonie.

Informationen zu der Veranstaltung und den teilnehmenden Organisationen finden Sie unter: www.study-japan-fair-eu.jp

 

Clubmitglied Professor Annette Leonhardt mit dem Bundesverdienstkreuz
ausgezeichnet

Wir freuen uns mitzuteilen, dass unser Clubmitglied Annette Leonhardt, Inhaberin des Lehrstuhls für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, am Montag, den 28. Januar 2013, mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland geehrt wurde.

„Der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, der ihr die Auszeichnung überreichte, hob in seiner Laudatio hervor, dass Leonhardt mit großem Einsatz den Modellstudiengang ‚Prävention, Integration, Rehabilitation bei Hörschädigung‘ an der LMU etabliert habe. Weiterhin betonte Minister, dass von Professor Leonhardt unter anderem veranstaltete internationale Symposien zu den Themen ‚Hörorientierter Spracherwerb hochgradig hörgeschädigter Kinder im Säuglings- und Kleinkinderalter‘ und ‚Gemeinsames Lernen von hörenden und hörgeschädigten Schülern‘ enormes Interesse auch über die Universitätsgrenzen hinaus gefunden habe, da die Veranstaltungen ‚zeitnah an aktuellen Fragen und Diskussionen oder Diskursen in der Hörgeschädigtenpädagogik‘ realisiert wurden.

Neben ihren Leistungen in der Forschung an der LMU hat sich Leonhardt vor allem auch in internationalen Projekten engagiert – so etwa im Rahmen regelmäßiger Austausche von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universität in Addis Abeba in Äthiopien. Internationale Hospitationsaufenthalte führten Leonhardt etwa nach Großbritannien und 2001 in die kroatische Hauptstadt Zagreb, wo sie einen Workshop zu ‚Cochlea-Implantat-Versorgung von Kindern‘ organisierte und durchführte.

2010 erhielt Leonhardt bereits ‚Hear-the-World-Award‘ für ihre herausragenden Leistungen. Mit dem Preis werden Personen ausgezeichnet, die einen besonderen Beitrag geleistet haben, die Lebensqualität von Menschen mit Hörverlust nachhaltig zu verbessern.“
(Quelle: Kommunikation und Presse / LMU, 29. Januar 2013)

Annette Leonhardt trat dem JSPS-Club im Jahr 2007 bei. 2005 war sie von JSPS gefördert an der Universität Shiga. Nach der Dreifachkatastrophe von 2011 vermittelte sie den Kontakt zu Gehörlosenschulen im betroffenen Gebiet, die einen Teil der vom Club gesammelten Spendengelder erhielten (s. NvC Nr. 03/2012, Ausgabe 48).

 

Ein Beispiel für die Betreuung deutscher NachwuchsforscherInnen durch
Clubmitglieder in Japan

von Prof. Dr. Wolfgang Ertl, Department of Philosophy/Ethics, Keiō-Universität, Tokyo als Gastgeber von JSPS postdoctoral fellow Dr. Cordula Brand, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW), Universität Tübingen

Die in Japan tätigen Mitglieder des JSPS-Clubs haben es sich zu einem ihrer Hauptanliegen gemacht, jüngere Forscherinnen und Forscher für einen Aufenthalt in Japan zu interessieren, und so freut es mich sehr, dass Frau Dr. Cordula Brand, Tübingen, seit August 2012 für ein Jahr bei uns an der Keiō-Universität zu Gast sein kann.

Die Kontaktaufnahme erfolgte über das Alumni-Netz der Alexander von Humboldt-Stiftung, das ausgesprochen detaillierte Informationen zumindest über einige von uns potentiellen Gastgebern bereitstellt. Nach einer Reihe von e-mails und einem längeren Gespräch über skype konnte das Projekt zügig auf den Weg gebracht werden. Mein Kollege und Institutsvorstand, Herr Prof. Tarui Masayoshi, war zudem so freundlich, mir anzubieten, Frau Brand während meines sabbaticals in Europa zu betreuen, so dass meine eigentliche Gastgebertätigkeit erst im April dieses Jahres beginnt.

Frau Brand arbeitet zu einem Thema im Grenzbereich zwischen Sprachphilosophie, Meta-Ethik und der sogenannten analytischen „philosophy of mind“, was im Deutschen mit dem oft etwas missverständlichen, weil geradezu entrückt klingenden Ausdruck „Philosophie des Geistes“ wiedergegeben wird. Konkret beschäftigt sie sich mit der Rolle intersubjektiver propositionaler Selbstrepräsentationen für die Ethik. Letztlich geht es dabei um die Funktion der Sprachgemeinschaft beim Zustandekommen der Auffassung von uns selbst als moralische Wesen.

Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich hierbei um ein geisteswissenschaftliches Thema handelt, das seinen Japanbezug nicht dem Objekt der Untersuchung selbst verdankt, wie dies eigentlich die bewährte Regel ist, beispielsweise etwa in der Kunstgeschichte oder natürlich der Japanologie. Es ist mir tatsächlich ein Anliegen, diese Form der Forschung um Projekte zu ergänzen, in denen ein europäischer Philosoph oder eine europäische Philosophin in Japan zu systematischen Fragen, ja selbst zu Problemen der eigenen Geschichte arbeitet, wie dies ja etwa im Fall der USA oder Australiens längst geschieht.

Die in Japan betriebene Philosophie ist allerdings in mehrfacher Hinsicht in der Lage dazu beizutragen, Grundlagen des moralischen Selbstverständnisses aufzuspüren. Frau Brand und ich stimmen zunächst in einer grundlegenden Skepsis gegenüber dem sogenannten starken meta-ethischen Relativismus überein. Vereinfacht gesagt behauptet der starke meta-ethische Relativismus, dass die Wahrheit und Falschheit aller moralischen Aussagen kulturabhängig sind. Klarerweise gibt es so etwas wie deskriptiven Relativismus, insofern Vertreter verschiedener Kulturen bzgl. wichtiger moralischer Fragen de facto oft unterschiedlicher Auffassung sind. Dies zeigt sich besonders deutlich in Fragen der anwendungsbezogenen Ethik, wie z.B. zum Status menschlicher Embryonen. Solche Unterschiede gibt es jedoch auch innerkulturell, wie sowohl die deutsche als auch die japanische Diskussion zeigt, und zweitens ist das Vorliegen von Meinungsunterschieden selbstverständlich nicht hinreichend für die These, dass es keine Wahrheit in der Sache gebe. Meinungsverschiedenheiten sind bekanntlich in anderen Wissenschaften auch nicht unbedingt eine Seltenheit. Wie es allerdings eine ethische Wahrheit in der Sache geben kann, liegt dabei natürlich nicht auf der Hand, sondern bedarf der Klärung. Dies gilt im selben Maße allerdings auch für andere höchst respektable Disziplinen, wie z.B. die Mathematik, in der die Wahrheitsfrage nicht minder rätselhaft ist. Plausibel ist jedoch auch, dass, wohl anders als z.B. in der Mathematik, zumindest manche moralische Wahrheiten tatsächlich kulturabhängig sind, aber eben nur manche. Von daher ist es eine besondere Herausforderung zu untersuchen, wie es ein Nebeneinander von universell und lokal gültigen moralischen Normen geben kann.

Ein erster Schritt einer solchen Untersuchung besteht darin, den Zusammenhang zwischen den Begriffen „Mensch“ und „Person“ in einem interkulturellen Kontext zu analysieren. Hier bietet die gerade die in Japan betriebene Philosophie sehr interessante neue Einblicke, die die internationale Debatte zum Thema deutlich bereichern können. Damit wird ein Brückenschlag ermöglicht, der sowohl in pragmatischer als auch in theoretischer Hinsicht dringend notwendig ist.

 

Termine

 

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Redaktion: Dr. Katja Schmidtpott
Mitarbeit: Meike Albers
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