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Neues vom JSPS Club 05/2001


Unter dieser Rubrik soll in Zukunft regelmäßig über Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. und ihrer Mitglieder berichtet werden.


Gründung eines Hilfsfonds

Im Sommer 2000 wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. der "Hilfsfond für den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Japan" (HWADJ) eingerichtet.

Gefördert werden Reise- und Tagungskosten japanischer Gastwissenschaftler in Deutschland im Zusammenhang mit Vorträgen, Kongressteilnahmen und der Durchführung oder Vorbereitung von gemeinsamen wissenschaftlichen Forschungsvorhaben. Eine Unterstützung soll dort wirksam werden, wo eine Fördermöglichkeit durch Dritte nicht oder nur unzureichend gegeben ist. Antragsberechtigt sind die Mitglieder der Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten.

Das Volumen dieses Fonds speist sich aus Beiträgen des Vereins. Als vorläufige Auswahlkommission für die Vergabe der Mittel hat die Mitgliederversammlung den Vorstand eingesetzt, der sich darum bemühen wird, den finanziellen Rahmen durch das Einwerben von Spenden zu vergrößern. Auswahlsitzungen finden zweimal pro Jahr statt.

Die Richtlinien mit detaillierten Angaben sowie ein Antragsformular können im JSPS Liaison Office in Bonn angefordert oder aber auch direkt auf der Homepage der Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten (www.jsps-club.de) eingesehen und heruntergeladen werden. Auch eine formlose Antragstellung ist möglich.

Die im Rahmen des HWADJ geförderten Vorhaben werden in Zukunft auf der Homepage des "Clubs" oder auch im JSPS Rundschreiben vorgestellt. Seit der Gründung des Fonds konnten die beiden folgenden Projekte im Fachgebiet der Strömungslehre und Aerodynamik unterstützt werden:

  1. Dreidimensionale, numerische Simulation der Konvektionsströmung in Fassadenfenstern unter Berücksichtigung von Einbauten zur Optimierung der Belüftung von Wohnräumen.
  2. Wirbelstrukturen im Nachlauf brennender Polyethylentropfen. Die Projektberichte finden sich auf der Club-Homepage auf dieser Seite.

Durch die Einrichtung des HWADJ möchte der JSPS Club helfen, Lücken in der Förderungslandschaft zu schließen und so seinen Beitrag zur Vertiefung des wissenschaftlichen Austausches zwischen Deutschland und Japan leisten.

Insbesondere jüngere Wissenschaftler mit eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten und ohne eigenen Lehrstuhl sollen zur Antragstellung ermutigt werden.


Bericht über die gemeinsame Arbeit am Projekt: 'Wirbelstrukturen im Nachlauf brennender Polyethylentropfen'

Autoren: Kunio KUWAHARA, ISAS und Karl G. ROESNER, TUD

Abb.1: Kurzzeitaufnahme der Tropfenumströmung

Die Verbrennung von Polyethylen im Schwerefeld der Erde in Form fallender Tropfen ist von der Abstrahlung von Schallenergie mit einem typischen Frequenzspektrum begleitet.

Optische Kurzzeitaufnahmen mit einer Videokamera lassen den Schluss zu, dass sich im Nachlauf des fallenden Tropfens Wirbelstrukturen bilden, die bei einer bestimmten Reynoldszahl – bezogen auf die momentane Fallgeschwindigkeit des Polyethylentropfens – zu einem intermittenten Verbrennungsvorgang am Tropfen führen (Abb.1.). Diese Intermittenz ist die Ursache für die Druckschwankungen am Tropfen, die sich letztlich an der akustischen Schallabstrahlung messen lassen.

Abb.2: Numerische Simulation der Kugelumströmung

Diese Intermittenz ist die Ursache für die Druckschwankungen am Tropfen, die sich letztlich an der akustischen Schallabstrahlung messen lassen.

In Zusammenarbeit mit K. KUWAHARA wurde mit der numerischen Simulation der Umströmung einer Kugel mit hoher Oberflächentemperatur gegenüber der Umgebungsluft begonnen. Die ersten Ergebnisse für den Fall der kalten Kugel zeigt die Abb.2.

Während des einwöchigen Aufenthalts von Herrn Prof. KUWAHARA konnten weitere Ergebnisse für die reine Konvektionsströmung um eine heiße Kugel im Schwerefeld der Erde gewonnen werden. Die Einbeziehung der beschleunigten Fallbewegung des Tropfens soll in der Folgezeit versucht werden. Wie bereits die numerischen Daten für die nicht erhitzte Kugel zeigen, erhält man im Nachlauf eine abgelöste Wirbelstruktur, die sich in geringem Abstand vom Tropfen bildet. Bei Berücksichtigung der erhitzten Kugel dürfte der große Auftrieb dafür sorgen, dass sich eine dem Experiment ähnliche Struktur im Nachlauf ergibt. Bei Übereinstimmung von experimentellen und numerischen Daten kann dann auch die numerische Simulation für Bereiche des Strömungsfeldes vorgenommen, die sich einem experimentellen Zugriff entziehen. Die Untersuchungen haben einen direkten praktischen Bezug zur Frage der Verbrennung von Kraftstoffen, die durch Düsen in den Brennraum von Motoren eingespritzt werden.


Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.

c/o JSPS Liaison Office Bonn
Wissenschaftszentrum
PF 20 14 48
53144 Bonn
Tel.: 0228 375050
Fax: 0228 957777
www.jsps-club.de
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