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Inhoffen-Medallie für Prof. Dr. Hiroyuki Osada 04/2015

Hiroyuki Osada vom RIKEN erhält Inhoffen-Medaille

Bei der Suche nach neuen Antibiotika und anderen Medikamenten greifen Wissenschaftler immer wieder auf die Natur zurück. Arzneimittel aus Naturstoffen, wie beispielsweise Penicillin und Aspirin, prägen seit jeher die Medizin. Doch die vorhandenen Wirkstoffe reichen nicht aus und so wird die Suche nach neuen Substanzen immer wichtiger. Für seine Pionierleistung auf diesem Gebiet wird der japanische Naturstoffforscher Hiroyuki Osada mit dem Inhoffen-Preis geehrt.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis gilt als angesehenste deutsche Auszeichnung auf dem Gebiet der Naturstoffchemie. Er wird im Rahmen der Inhoffen-Vorlesung verliehen, einer gemeinsamen Festveranstaltung des Helmholtz- Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und der Technischen Universität Braunschweig, und vom Förderverein des HZI finanziert. Die Ehrung fand am 23. April 2014 statt. Osada arbeitet seit 1983 im „Antibiotics Laboratory“ des RIKEN, einer Institution, die mit den großen deutschen Forschungseinrichtungen zu vergleichen ist. Seit 1992 ist Osada Leiter seines Instituts und war maßgeblich an der Isolierung und der Aufklärung der Biosynthese einer Vielzahl von Wirkstoffen beteiligt. Darüber hinaus war er einer der ersten, dem es gelang, mit Hilfe modernster Technologien die Stoffe nicht nur zu isolieren, sondern auch die Wirkweise der Moleküle zu entschlüsseln. Eine von ihm am RIKEN aufgebaute Naturstoff-Bibliothek ermöglicht außerdem, Substanzen in großem Maßstab auf neuartige Bioaktivitäten hin zu untersuchen. Mit seiner Forschung legt Osada so die Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente aus Naturstoffen, die potentiell gegen Krebs oder als Antibiotika zum Einsatz kommen können.
[Quelle: HZI, Pressemitteilung 10.4.2015]

aus: Wissenschaft & Forschung Japan, Ausgabe 17/2015

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