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Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 03/2011

„Mitglieder laden Mitglieder ein“ in Frankfurt

Das Wasserschwein im Maul der Schlange – daran erinnern sich meist Kinder, die das Senckenberg Museum in Frankfurt einmal besucht haben. Etwa 80 Gäste sind am 21. Oktober auf Einladung von Thomas Berberich und Matthias Hofmann in den Museums-Festsaal zur Veranstaltung „Mitglieder laden Mitglieder ein“ gekommen.

Teilnehmer von „Mitglieder laden Mitglieder ein“ (Foto: JSPS-Club)

Nach Grußworten des japanischen Generalkonsuls Toyoei Shigeda hießen Volker Mosbrugger, Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft, der das Museum angehört, und Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Universität Frankfurt, die Teilnehmer willkommen. Anschließende Beiträge sprachen eine Vielfalt von Themen mit Japanbezug an. Was die Krebstierwelt an Japans Küsten mit den Tropen zu tun hat, darüber berichteten Michael Türkay und sein Kollege Katsushi Sakai. Den Stresstest für Pflanzen stellte Thomas Berberich vor. Stefan Zeidenitz erläuterte Aspekte der Weltwahrnehmung und Vermittlungswirkung bei Manga. In zwei Beiträgen zu Philipp Franz von Siebold berichteten Yoshifumi Ninomiya über Siebolds Tochter Ine und Andreas Mettenleiter über Siebolds Studienzeit. Matthias Hofmanns reich bebilderte Präsentation über japanische Onsen gab Anregungen für die nächste Japanreise und beendete die Vortragsreihe. Das Programm schloss mit einer Führung durch das Senckenberg Museum, bevor die Teilnehmer den Abend in gemütlicher Runde beim gemeinsamen Abendessen ausklingen ließen. Am nächsten Vormittag eine ganz spezielle Frankfurt-Japan-Kombination: eine Fahrt durch Frankfurt mit dem „Ebbelwei-Express“ und dazu „o-bento“ mit japanischen Leckereien!

Eine rundum gelungene Veranstaltung mit interessanten Information und vielen netten Gesprächen – und: Das Wasserschwein steckt noch immer in der Schlange!

„Mitglieder laden Mitglieder ein“ findet in der Regel jedes Jahr an einem Freitagnachmittag und Samstagvormittag nach Beginn des Wintersemesters statt. Dazu laden ein oder mehrere Mitglieder in ihre Stadt und organisieren ein Programm, in dem eigene Arbeiten und Themen mit Japanbezug vorgestellt werden. Bei der Vorbereitung hilft die Vereinsgeschäftsstelle. Ziel ist es, den Mitgliedern in ungezwungener Atmosphäre eine Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen in kleinerem Kreise zu geben. 2012 findet die Veranstaltung voraussichtlich in München statt.

Im Vorfeld von „Mitglieder laden Mitglieder ein“ organisiert das JSPS Bonn Office am Freitagvormittag eine Informationsveranstaltung zu „Studium und Forschen in Japan“, an der der JSPS-Club mit einigen Beiträgen beteiligt ist.

Bitte sprechen Sie den Vorstand an, wenn Sie „Mitglieder laden Mitglieder ein“ ausrichten möchten. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

(Sabine Ganter-Richter, Vorstandsmitglied)


„Ferne Gefährten – 150 Jahre deutsch-japanische Beziehungen“
Eröffnung der Ausstellung 2011 in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim

In Anwesenheit des Bundespräsidenten wurde am 6. November 2011 in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim eine große Ausstellung zur Feier des 150-jährigen Jubiläums der Beziehungen zwischen Deutschland und Japan eröffnet. Die Ausstellung geht auf eine gemeinsame Initiative des japanischen Botschafters in Deutschland, Shinyo Takahiro, und des Verbandes der Deutsch-Japanischen Gesellschaften e.V. zurück. Kuratiert durch den Japanologen Peter Pantzer, wurde sie in der wahren Rekordzeit von neun Monaten erarbeitet und wartet mit rund 500 Exponaten auf.

Der Eingang zur Ausstellung (Foto: Katja Schmidtpott)

Unter den hauptsächlich papierenen Ausstellungsstücken – herausragend der Vertrag zwischen Preußen und Japan von 1861 – befinden sich unter anderem Werke von Siebold und seinen Schülern (die ja auch seine Lehrer waren), Auszüge aus den Berichten der Eulenburg-Expedition sowie, in umgekehrter Richtung, der Iwakura-Mission oder auch die offzielle Genehmigung des japanischen Außenministers für den Gesandten Aoki Shuzo, eine Deutsche heiraten zu dürfen. Prominent vertreten ist auch der Japonismus, d.h. die Rezeption japanischer Einflüsse in der Kunst und Populärkultur zur Jahrhundertwende. Etwas zu kurz kommen hingegen die deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen, ebenso die Aufarbeitung der Beziehungen beider Länder während der NS-Zeit.

Angekommen in der Gegenwart wird die deutsch-japanische Zusammenarbeit in der Wissenschaft am Beispiel der Robotik-Forschung gewürdigt. Auch die aktuellen Fußball-Weltmeisterinnen, von denen einige in Deutschland spielen, sowie die deutsche Begeisterung für Manga und Anime werden thematisiert. Das spektakulärste Ausstellungsstück ist sicher die gepanzerte Staatskarosse des Showa-Tenno, angefertigt von Daimler-Benz.

Im umfangreichen Katalog sind einige unserer Vereinsmitglieder mit eigenen Beiträgen vertreten und der Club wird auch in einem eigenen Kurzportrait vorgestellt.

(Katja Schmidtpott, Vorstandsmitglied)

Neues vom Club 03/2019
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München

München | 25. Nov. 2019
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Treffen der Regionalgruppe
Berlin-Brandenburg

Berlin | 2. Dez. 2019
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JSPS Alumni Club Award 2019
an Prof. Dr. Peter Hennicke

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Club-Mitglied Prof. Dr. Harald
Baum erhält den „Eugen und
Ilse Seibold-Preis“ 2019
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