Projekt 2013: Besuch von Prof. Dr. Makoto Kimura

Besuch von Prof. Dr. Kimura Makoto (Universität Kyūshū) in Berlin von Clubmitglied Prof. Dr.-Ing. Roza Maria Kamp, Beuth Hochschule für Technik, BerlinProf. Dr. Kimura Makoto von der Universität Kyūshū, Abteilung für Bioscience und Biotechnology, wurde vom JSPS-Club für drei Wochen im März 2013 nach Deutschland eingeladen und aus dem Fond für den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Japan (FWADJ) finanziert. Er ist Biochemiker und beschäftigt sich vor allem mit der Erforschung von thermophilen Archaebakterien, die unter extremen Bedingungen leben und sogar Temperaturen von über 100°C überleben. Diese Bakterien sind in Vulkanen und in tiefen Lagen in Ozeanen und Meeren in der Erdkruste (z.B. in Okinawa) angesiedelt. Da Archaebakterien eine große Homologie zum Menschen haben, können die Forschungsergebnisse auch auf Menschen übertragen werden. Archaebakterielle Organellen und Proteine sind sehr stabil, damit ist die Ermittlung der Struktur und Funktion von allen Organellen und Proteinen einfacher als für humane Organe. Herr Kimura hat mehrere Hochschulen und Forschungsinstitute in Deutschland besucht und Vorträge gehalten. Ziel seines Besuches war es, seine Forschung vorzustellen und junge deutsche Forscher und Forscherinnen zu begeistern, nach Japan zu gehen. Er hat auch nach neuen Kooperationspartnern gesucht. Herr Kimura hat die längste Zeit seines Aufenthaltes an der Beuth Hochschule in Berlin verbracht, wo ich als Professorin für Biochemie tätig bin. Nach einem öffentlichen Vortrag, an dem auch Wissenschaftler aus anderen Forschungseinrichtungen in Berlin teilgenommen haben, wurden zahlreiche Gespräche über zukünftige gemeinsame Forschungsprojekte geführt. Herr Kimura hatte Proben mitgebracht, die in unseren Laboratorien analysiert werden, um die Möglichkeiten einer langen Forschung zu etablieren. Herr Kimura hat darüber hinaus andere Forschungsinstitute in Berlin besucht und Vorträge gehalten, darunter das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Dahlem und das größte Klinikum in Europa, die Charité-Universitätsmedizin, AG Prof. Dr. Christian Spahn. Freundlicherweise hat ein Mitglied des JSPS-Clubs, Prof. Dr. Knud Nierhaus, sich aktiv an einer Führung mit Herrn Kimura im Max-Planck-Institut beteiligt, wo er noch tätig ist. Am 13. März 2013 habe ich zusammen mit Herrn Kimura die Ernst Moritz Arndt-Universität in Greifswald besucht. Auch dort hat Herr Kimura einen Vortrag gehalten, Labore besichtigt und wissenschaftliche Gespräche, u.a. mit dem Nachwuchswissenschaftler Dr. Frank Schmidt und seinen Mitarbeitern, geführt. Herr Kimura war begeistert über die moderne Ausstattung in der relativ kleinen, aber sehr alten Universität. Die Universität wurde 1465 gegründet und wird sehr stark von der EU gefördert. Ich habe Herrn Kimura bei den Reisen begleitet und die Chance genutzt, die Aktivitäten des JSPS-Clubs und die JSPS-Programme vorzustellen. Die Informationen habe ich vor allem auf jüngere Wissenschaftler fokussiert, um auch in Zukunft eine starke Zusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland zu sichern. Zum Abschluss hat Herr Kimura seine Forschungsarbeiten während einer internationalen Konferenz „Proteomic Forum“ in Berlin vorgestellt. Das ist eine sehr große Tagung mit über 500 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die alle zwei Jahre in Berlin stattfindet. An der Konferenz hat auch ein Kooperationspartner von Herrn Kimura teilgenommen: Prof. Dr. Suiko Masahito von der Universität Miyazaki. Er hat auch die Beuth Hochschule besucht und Möglichkeiten über zukünftige Kooperationen besprochen. Während der Konferenz haben wir zusammen mit Herrn Kimura Informationen über JSPS-Programme verteilt. Wir hoffen, dass in den nächsten Monaten viele Anträge aus Japan und Deutschland bei der JSPS, dank der Hilfe unserer Aktivitäten, gestellt werden.

März 2013:
Gastforscher an der Beuth Hochschule für Technik, Bereich Biotechnologie.

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