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Neues vom JSPS Club 03/2018

 

EDITORIAL

Engere diplomatische Deutsch-Französische Zusammenarbeit in Drittländern

vom Vorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Menkhaus

Das Foto zeigt von links nach rechts die Mitglieder des deutschen JSPS-Clubs Ade, Menkhaus, Wunderlich, Wigger und Urakami sowie die Mitglieder des französischen Sciencescope Kerever, Laly, Seya, Juurmaa

Zu Beginn dieses Jahres haben die beiden Außenminister Frankreichs und Deutschlands die schon länger bestehende Abmachung zur diplomatischen Zusammenarbeit in Drittländern bekräftigt. Das bezieht sich auch auf Wissenschaft und Forschung. In Japan arbeitet Deutschland gegenwärtig mit Frankreich in den Bereichen „High-Performance Computing“ und „Künstliche Intelligenz“ trilateral zusammen.

Den JSPS-Club zeichnet eine Zusammenarbeit mit der entsprechenden Alumni-Vereinigung im französischen Sprachraum Europas, der „Association des Anciens Boursiers Francophone de la JSPS“ schon lange aus. So haben wir das jährlich zusammen mit JSPS veranstaltete Symposium im Jahre 2010 unter dem Titel „Foods Science and Society“ gemeinsam mit der Schwestergesellschaft im französischen Sprachraum in Strassbourg abgehalten.

In Japan verbindet uns eine enge Zusammenarbeit mit der Vereinigung der französischsprachigen Wissenschaftler in Japan namens „Sciencescope – Association des Étudiants et Chercheurs Francophone au Japon“, weil der JSPS-Club aus dem französischsprachigen Raum Europas in Japan selbst nicht aktiv ist. Bei dem jüngsten European Research Day in Japan (Bericht in dieser Ausgabe) haben wir uns deshalb gleich zu einem gemeinsamen Foto auf der Veranstaltung zusammengestellt.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten des französischen Sprachraums in Japan sind vorbildlich. Es gibt eine jährliche Werbetour der Universitäten in Japan unter dem Titel „Campus France“ und eine jährliche wissenschaftliche Tagung unter dem Namen „Journée Francophone de la Recherche“, bei dem die französische Botschaft, das Maison Franco-Japonaise, der CNRS, die schon genannte Vereinigung der Wissenschaftler aus dem französischen Raum Sciencescope u.a. als Veranstalter zusammenwirken.

 

Würdigung und Danksagung an Prof. Kodaira anlässlich seiner Verabschiedung am 24.09.2018 in Bonn

von Vorstandsmitglied Dr. Anton Kraus

It is a great privilege for me to address words of gratitude from the JSPS Alumni Association as a farewell message to Professor Kodaira and his wife. I do this on behalf of the chair of our JSPS Club, Professor Menkhaus, who cannot be here today. Let me convey his regards and best wishes to you.

Dear Professor Kodaira, we would like to express our heartfelt thanks to you for your immense contribution and support for our JSPS Club. For more than ten years you promoted the exchange between Japanese and German scientists by strengthening the JSPS network and in particular by cooperating with the JSPS Alumni Club. A very good example is your support for the annual symposia that are jointly organized by the JSPS Alumni Club and the JSPS Bonn Office. Ten such joint symposia took place during your term in office. They steadily fostered the cooperation of JSPS and our JSPS Alumni Club and became a platform for scientific exchange between Germany and Japan. You developed this platform step by step in collaboration with us, contributing ideas like the matching of two lecturers from Germany and Japan for each topic, a successful concept that we will continue to use in the future.

In the field of scientific exchange, you took care of a wide range of programs like the Kaitoku Program or the JANET network. For both you established annual meetings into which you included our club and thus made us part of the network and enhanced exchange. Another one of these formats is the Junior Forum that takes place in conjunction with our Members-Invite-Members Event in order to build contacts with young scientists. An equally important element is the JSPS Summer Program where you reportedly even accomplished the participation of the Japanese Emperor in the orientation part of this program for young scientists. It is thus no surprise that you were awarded the Zuisho Juki Sho by the Emperor last year. We would like to extent our heart-felt congratulations for this well-deserved honor.

The last example of the fruitful collaboration between JSPS and the Alumni Club that I would like to mention is the BRIDGE Program, a scheme for the reinvitation of former recipients of JSPS grants that is now practiced also by other JSPS Alumni Clubs in America, Asia and Europe. The program is nowadays seen as a cornerstone of the Japanese-German scientific exchange.

For the future we would like to continue and further develop our successful cooperation under your successor Professor Hayashi and we are open to all new and creative ideas which can further strengthen the connection of Japanese scientists to the JSPS Club.

Let me finish by thanking Professor Kodaira again for his close and constructive cooperation with the JSPS Alumni Club. But I cannot do this without extending our thanks also to his wife without whom he might not have been able to display such strength and endurance. Thank you, Mrs. Kodaira, for your unwavering support.

Although it is not easy, let me try to summarize our great appreciation for Professor Kodaira in one sentence: You always performed with the Heart of a Scientist and the Head of an Ambassador for science in both countries Germany and Japan. Thank you very much and all the best for your future. You are always welcome at our JSPS Alumni Club!

 

VERANSTALTUNGSBERICHTE

Mitglieder laden Mitglieder ein am 5. und 6. Oktober in Bonn

von Vorstandsmitglied Prof. Dr. Anke Scherer

Die diesjährige Veranstaltung wurde vom Vorstandsmitglied Sabine Ganter-Richter in Bonn organisiert und war in mehrerer Hinsicht mit Jubiläen verbunden. Schon in seinem Grußwort verwies der Rektor der Universität Bonn auf das 200-jährige Bestehen der Universität. Ein weiteres Jubiläum, das den konkreten Anlass für die Veranstaltung des Symposiums in Bonn gegeben hatte, war die Erstaufführung von Beethovens Neunter Symphonie in Asien vor 100 Jahren im Lager Bandō für deutsche Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs in Japan.

Nach weiteren Grußworten des Vorsitzenden des JSPS-Clubs, Prof. Menkhaus, und des japanischen Generalkonsuls in Düsseldorf, Masato Iso, begann ein spannendes Programm mit insgesamt fünf Vorträgen zur japanisch-deutschen Zusammenarbeit in den letzten Jahrhunderten.

Der erste Referent Dr. Shiro Yukawa von der Japanologie der Universität Bonn sprach über das Lebenswerk von Friedrich Max Trautz (1877–1852), einem Brückenbauer zwischen Japan und Deutschland, der es durch seine Sammelleidenschaft möglich gemacht hat, dass von Januar bis April 2019 eine Ausstellung aus seinem Nachlass im Universitätsmuseum gezeigt werden kann.

Die beiden nächsten Referentinnen Dr. Naoko Tamura-Förster und Dr. Heike Patschke (ebenfalls Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn) stellten ein Übersetzungsprojekt vor, in dem Studierende Videomaterial übersetzen. Es handelt sich bei den Filmen um die Erinnerungen von Überlebenden der Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, deren Geschichten von Freiwilligen weltweit in viele Sprachen übersetzt, online gestellt und so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.

Dr. Angelika Kraus vom Beethoven Haus in Bonn gab danach einen hochspannenden Einblick in die Geschichte der Partitur von Beethovens Neunter Symphonie und erklärte, warum es keine abschließend von Beethoven autorisierte Fassung davon gibt. Sie selbst hatte erst vor kurzem an einer Aufführung der „Neunten“ (wie das in Japan sehr populäre Werk dort kurz genannt wird) in Naruto, wo sich das Kriegsgefangenenlager Bandō einst befunden hatte, teilgenommen und schwärmt von der Völker verbindenden Kraft der Musik.

Prof. Tomoko Shimizu von der Tsukuba Universität stellte dann nach der Kaffeepause eine große Vielzahl moderner japanischer Kunstwerke vor, die sich alle in einer Fusion aus Kunst und Umweltaktivismus mit den drängenden Problemen der japanischen Gesellschaft befassen. Zum Abschluss der Vortragsreihe stellte Prof. Dr. Milos Skoric die vielfältigen Aktivitäten der National Institutes of Natural Sciences (NINS) vor, deren Europabüro er leitet.

Als besondere Attraktion vor dem Abendessen fand schließlich eine Vorführung von japanischen Stummfilmen aus den 1920er Jahren statt. Dazu sprach der professionelle Filmerzähler (benshi) Ichiro Kataoka die Texte auf Japanisch ein, die gleichzeitig als deutsche/englische Untertitel mitliefen, und erzeugte so die Atmosphäre der ursprünglichen Stummfilmaufführungen mit Erzähler.

Am Samstag wurden alle Teilnehmer in zwei Gruppen durch den Botanischen Garten der Universität Bonn geführt, wo sich nicht nur eine Gedenkbüste für Philipp Franz von Siebold befindet, sondern auch rund 130 Pflanzenarten kultiviert werden, die durch Siebold beschrieben, nach ihm benannt oder von ihm nach Europa eingeführt wurden. Zum Abschluss des sehr gelungenen Treffens lud der Bonner Bürgermeister zu einem Empfang ins Rathaus ein.

 

Junior Forum am 6. Oktober 2018

von Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Staguhn

Das diesjährige Junior Forum fand direkt im Anschluss an „Mitglieder laden Mitglieder ein“ im Gustav-Stresemann Institut in Bonn statt. Nach Grußworten durch den neuen Direktor des JSPS Büros in Bonn, Prof. Hayashi und des Vorsitzenden des JSPS-Clubs Prof. Heinrich Menkhaus, stellten zuerst die gerade aus Japan zurückgekommenen JSPS-Fellows die Projekte vor, die sie nach Japan gebracht hatten. Die Themen waren ausgesprochen vielseitig, angefangen bei Lernpsychologie und der Modulation von Emotionen in künstlichen Systemen über viele aktuelle Fragen aus der Chemie und Experimentalphysik bis zur Zahnmedizin und Astrophysik.

Alle Teilnehmer betonten, wie wertvoll der wissenschaftliche Austausch mit japanischen Kollegen in ihrem Fachgebiet für sie war, aber auch dass ein wichtiger Teil des Programms die Einblicke in das japanische Alltagsleben bei Gastfamilien und die vielseitigen kulturellen Erfahrungen mit Hochkultur und Popkultur in Japan waren.

Die JSPS-Club- bzw. Vorstandsmitglieder Dr. Chantal Weber und Dr. Matthias Hofmann gaben den Japanheimkehrern kurze Einblicke darin, wie ihr Kontakt zu Japan sich auf ihre berufliche Entwicklung ausgewirkt hat.

 

Der JSPS-Club auf der 18. Nippon Connection

von Vorstandsmitglied Dr. Matthias Hofmann und Clubmitglied Dr. Anita Hofmann

Dr. Matthias Hofmann informiert Besucher über die Stipendienprogramme der JSPS (Foto: Dr. A. Hofmann)

Dr. Matthias Hofmann mit Sohn Nico Hofmann am Informationsstand des JSPS-Clubs (Foto: Dr. A. Hofmann)

Zum zweiten Mal hat der JSPS-Club seine Aktivitäten und die Förderprogramme der JSPS am 30.05. und 01.06.2018 mit einem Informationsstand auf der Nippon Connection, dem weltweit größten Filmfestival des japanischen Films, vorgestellt. Die Nippon Connection fand in diesem Jahr zum bereits 18. Mal in Frankfurt/Main statt. Neben der Präsentation von über 100 Kurz- und Langfilmen aus Japan, darunter zahlreiche Deutschland-, Europa- und Weltpremieren, gab es auch in diesem Jahr ein sehr breit gefächertes japanbezogenes Rahmenprogramm, welches unter anderem Workshops, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Performances, Ausstellungen und einen japanischen Markt mit leckerem Essen beinhaltete.

Das Festival fand vom 29. Mai – 03. Juni 2018 statt und an zwei Tagen (30. Mai / 01. Juni) war der JSPS-Club mit einem Informationsstand in der Naxoshalle vertreten. Die fachliche Betreuung des Stands wurde wie im Vorjahr durch unsere Mitglieder Drs. Anita und Matthias Hofmann durchgeführt. An den zwei Tagen konnte eine Vielzahl von Besuchern über die Stipendienprogramme der JSPS und die Arbeit des Clubs informiert werden. Wie im Vorjahr, so war auch in diesem Jahr der Besucherandrang am Stand vor allem am Himmelfahrt-Feiertag sehr groß.

Insbesondere Masterstudenten zeigten großes Interesse an den Informationsbroschüren des JSPS Bonn Office bzgl. der Stipendienmöglichkeiten. Zu den Gästen des Standes zählte Setsuko Kawahara, japanische Generalkonsulin in Frankfurt, die sich über die Aktivitäten des JSPS-Clubs informierte, sowie auch der Präsident der schweizerisch-japanischen Gesellschaft der Westschweiz (Association Suisse-Japan, Section Suisse romande), Beat Frey. Insgesamt haben sich an den beiden Ausstellungstagen ca. 35 interessierte Personen über die Stipendien-programme der JSPS und die Veranstaltungen des Clubs informiert.

Im Nachgang konnten sich Besucher per Email an die Vertreter des JSPS-Clubs wenden und Fragen zum JSPS-Club sowie zu den Stipendienprogrammen der JSPS stellen. Diese Möglichkeit wurde von einigen interessierten Besuchern aufgegriffen.

Als Fazit des zweitägigen Informationsstandes des JSPS-Clubs auf der Nippon Connection lässt sich feststellen, dass ein großes Interesse an Stipendien und Austauschmöglichkeiten seitens der japaninteressierten Schüler und Studenten existiert. Trotz vorhandener Internetsuchdienste sind die meisten Standbesucher vom weitreichenden Angebot der JSPS Stipendien positiv überrascht und erfahren zum ersten Mal davon.


 

12. Deutsch-Japanischer Youth-Summit

vom Vorsitzenden und Landesbeauftragten Japan Prof. Dr. Heinrich Menkhaus

Gruppenbild der Teilnehmer am diesjährigen Deutsch-Japanischen Youth Summit in Tokyo

Vom 24. August bis zum 2. September fand in Japan unter dem Titel „Hallo Japan 2018“ der 12. Deutsch-Japanische Youth Summit statt. Der JSPS-Club hat diese Veranstaltung nunmehr zum 6. Male finanziell gefördert. Der Verfasser erhielt deshalb Gelegenheit, auf der Abschlussveranstaltung im National Olympics Memorial Youth Center in Yoyogi, Tokyo, wo der JSPS-Club auch sein erstes Symposium in Japan im Jahre 2000 veranstaltet hatte. am 1. September ein Grußwort zu sprechen Andere Grußworte wurden vom geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Tokyo, dem Vorsitzenden des Veranstalters, des Japan-Germany Youth Network, und vom Vorsitzenden der die Organisation in Deutschland betreibenden Deutsch-Japanischen Jugendgesellschaft (DJJG) beigetragen.

Das Thema, mit dem sich die jeweils 20 Teilnehmer aus Deutschland und Japan diesmal befassten, war die Wirkung der fortschreitenden Informations- und Kommunikationstechnologie auf die Lebensbereiche Politik, Bildung, Kultur, Technologie und Gesellschaft. Die fünf Punkte wurden in jeweils einer Gruppe, die aus gleich vielen Mitgliedern aus Deutschland wie aus Japan bestand, bearbeitet. Danach wurde das Ergebnis vorgestellt. Bei der Präsentation zeigte sich, dass die jungen Leute die verschiedenen positiven und negativen Aspekte gut erkannten und ebenso gut präsentieren konnten. Dabei wurden nur die beiden Sprachen Deutsch und Japanisch verwendet, wobei in einigen Gruppen sogar die japanischen Texte von Deutschen und die deutschen Texte von Japanern vorgetragen wurden. Parallel wurde der Inhalt des mündlichen Vortrags in der jeweils anderen Sprache zusammengefasst als PPP dargeboten.

Das Sprachniveau erwies sich dabei diesmal als außerordentlich hoch, was vielleicht auf die relativ große Zahl an Teilnehmern zurückgeht, die einen gemischt japanisch-deutschen Hintergrund haben. Nur bei der Beantwortung von Fragen zur Präsentation aus dem Publikum wurden mitunter sprachliche Schwächen deutlich. Die jungen Teilnehmer aus beiden Staaten waren gut ausgewählt. So waren nicht nur Studierende und Akademiker zum Zuge gekommen, sondern auch Schüler und Angestellte. Die deutsche Seite bewies zudem ganz nebenbei, dass die Integration von Zuwanderern funktioniert, hatten doch drei der deutschen Teilnehmer einen vietnamesischen oder russischen Familienhintergrund.

Erfreulich hoch war die Anzahl der Gäste. Diese rekrutierten sich überwiegend aus den Teilnehmern vorheriger Youth Summits, die auch bei der Organisation des diesjährigen Treffens mit angepackt hatten. Zum nächsten Youth Summit unter dem Titel „Hallo Deutschland 2019“ wurde schon vor Ort eingeladen.

 

European Research Day (02.10.2018)

vom Vorsitzenden und Landesbeauftragten Japan, Prof. Dr. Heinrich Menkhaus

Der diesjährige European Research Day fand am 29. September 2018 statt. Er wird einmal jährlich von EURAXESS Japan veranstaltet, also der Organisation der Europäischen Union, die sich um die europäischen Wissenschaftler im Ausland kümmert und zugleich örtlich tätige Wissenschaftler für Universitäten, Forschungsinstitute und -projekte in der EU anwirbt.

Wie bisher kommen an diesen Tagen junge europäische Forscher zu Wort, die in Japan tätig sind und die sich zu ihren Forschungsthemen, ihrem Karriereweg und ihrer Beziehung zur EU äußern. Darunter waren auch zwei Forscher aus dem deutschsprachigen Raum. Neu bei der diesjährigen Veranstaltung war, dass die nationalen Alumni-Organisationen, die Wissenschaftler aus ihrem Heimatland in Japan betreuen, die Gelegenheit hatten, sich selbst und ihre Aktivitäten vorzustellen. Von dieser Gelegenheit machten die Italiener, die Spanier, die Franzosen und der JSPS-Club Gebrauch.

Der Verfasser stellte zunächst den JSPS-Club vor, der als einziger der operierenden JSPS Alumni Vereinigungen auch in Japan selbst aktiv ist. In der dem JSPS-Club zur Verfügung stehenden Zeit sprachen dann die Mitglieder Wilfried Wunderlich über „Mixed Signals for Higher Education in Engineering“, Jaqueline Urakami über „Harmony and Scientific Discourse: A Contradiction“, und schließlich Wolfgang Ade über „Medical Research and Training – The Role of International Experience“. Ein kurzes Schlusswort der Sektion wurde von Gerald Auer gesprochen, der aus Österreich stammt.

Auffallend war die äußerst geringe Beteiligung der europäischen Wissenschaftler in Japan. Es waren praktisch nur die Sprecher selbst anwesend. Immerhin nahmen von Seiten des Clubs die schon genannten Sprecher und Lothar Wigger teil. Wiederum abwesend waren die Wissenschaftsattachées der europäischen Botschaften in Japan. Selbst der Repräsentant der Delegation der Europäischen Union in Japan trat nur auf, um erneut die Programme der EU vorzustellen. Auch die meisten japanischen Forschungs- und Forschungsförderungsorganisationen sowie ihre europäischen Counterparts waren nicht vertreten. Die einzige Ausnahme bildete JSPS, von wo eine Person aus dem Public Relations Office entsandt worden war. Auch vor dem Hintergrund des ausgezeichneten Ambientes im italienischen Kulturinstitut in Tokyo und der köstlichen und reichhaltigen Verpflegung der Ganztagsveranstaltung ist das sehr zu bedauern.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Präsentation der Alumni Vereinigung der Marie Curie-Stipendiaten der EU. Der Vorsitzende, der mehr als 11.000 Mitglieder vertritt, war per Skype ebenso zugeschaltet wie mehrere ehemalige japanische Stipendiaten. Insgesamt eine sehr wichtige Veranstaltung, die aber in ihrem Umfeld nicht ernst genommen wird.

 

Report from the BRIDGE Fellowship: “Protein dynamics and enzyme reactions”

von Clubmitglied Ana-Nicoleta Bondar, Freie Universität Berlin

In the seminar room, after discussing projects. From left to right, with Prof. Yuko Okamoto, post-doctoral scholar Dr. Hirokazu Mishima, doctoral student Shimizu Masahiro and Ms. Waka Kato, secretary to Prof. Okamoto

With Prof. Kōyama (right) and doctoral student Yusuke Imai. The computer screen displays a protein structure being refined by Prof. Kōyama

With Prof. Okamoto, enjoying tempura with a pinch of special salt at a restaurant downtown Nagoya

In August and September 2018, I visited Nagoya University with a BRIDGE Fellowship. Thus, I returned to the institution that had hosted me during my first visit to Japan in 2006 on an Invitational Short-Term JSPS Fellowship.

The BRIDGE Fellowship provided the support needed to strengthen the scientific connections with the Physics Department of Nagoya University. Together with my host, Prof. Yuko Okamoto, and his colleague Dr. Hirokazu Mishima, I initiated work on finding out how nucleotides bind to a bacterial motor protein. We think that combining the methodologies our laboratories use has the potential to lead to a detailed picture of the molecular interactions that largely determine the binding and unbinding of nucleotides from the catalytic site of the motor. Such a description of the reaction coordinate of the motor can help with the selection of mutations to further probe the reaction mechanism, and with the molecular interpretation of experimental observations made on other proteins from this family. At Nagoya University I reconnected with Prof. Tsutomu Kōyama, the host of the first short-term JSPS Fellowship I had in 2006. We share a deep interest in understanding how a particular family of proteins, called retinal proteins, couple changes in the structure of the retinal chromophore with protein conformational dynamics. We pondered over the usage of quantum mechanical calculations to refine retinal protein structures, and talked in great detail about retinal structures, old and new, and what they mean for our understanding of how retinal proteins work. In an exciting development, we initiated a new collaboration in which Prof. Kōyama, Prof. Okamoto and myself, aim to combine experiments and simulations to decipher the conformational dynamics of a retinal protein that pumps chloride ions across the membrane. We envision that this project will involve two of our young co-workers, doctoral students Shimizu Masahiro (Nagoya University, Department of Physics) and Michalis Lazaratos (Freie Universität Berlin, Department of Physics).

The two seminars I gave during the visit at Nagoya University provided valuable opportunities to engage in scientific discussions with faculty members and junior researchers. I also had a discussion meeting with Prof. Takumi Noguchi, Prof. Florence Tama and Prof. Takahisa Yamato, with whom I share interests in understanding protein function. At the Nagoya Institute of Technology I visited for a discussion with Prof. Hideki Kandori and Assoc. Prof. Satoshi Tsunoda about sequence-structure relationship in protein function. In Kyoto Prof. Shigehiko Hayashi and I discussed our common interests in force field parametrizations.

From September 6 to September 9 I was invited to attend the 14th German-Japanese Frontiers of Science (JGFoS) Symposium organized by JSPS and the Alexander von Humboldt Foundation in Kyoto. This symposium was highly interdisciplinary with sessions including topics such as astrobiology, robotics and the evolution of cultures and plenty of time for discussions. The cultural tour was a trip to Arashiyama, where we visited the Tenryuji Temple, contemplated the beauty of the Sogenchi Teien Garden, strolled along the Arashiyama Chikurin Bamboo Groove, and enjoyed conversations over delicious dinner at a local restaurant.

Throughout my stay at Nagoya University Prof. Okamoto and Prof. Kōyama shared with me their knowledge and passion for science and Nagoya University. With Prof. Okamoto I admired the delicate paintings of the newly reconstructed Nagoya Castle Honmaru Palace. One of the photos included in this article was taken at a tempura restaurant in downtown Nagoya, where we noticed the taste of the salt – and we learned that the chef grinds the salt by himself after first heating it to eliminate moisture.

I want to thank all colleagues who took their time to meet and discuss with me during the visit at Nagoya University as well as Dr. Midori Murakami and Ms. Waka Kato for their kind assistance during the visit.

 

Deutsch-Japanischer Austausch im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe

von Clubmitglied Dr. med. Gernot K. Beisler

Nach dem Symposium über Frauengesundheit in Ulm 2017 ist die deutsch-japanische Kooperation der beiden gynäkologischen Gesellschaften weiterhin sehr aktiv. So hat das institutionelle Mitglied des JSPS-Clubs, der Verein der Freunde und Förderer der Deutsch-Japanischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gynäkologie und Geburtshilfe (DJGGG e.V., Vorsitzender Prof. Dr. Walther Kuhn, jetzt Deggendorf) einige japanische Referenten zum Großkongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) im City Cube in Berlin eingeladen. Der Kongress findet vom 31. Oktober bis zum 03. November 2018 statt, es werden 6.000–8.000 Teilnehmer erwartet.

Die japanischen Referenten sind Prof. Tomoyuki Fuji, Direktor der Frauenklinik der Universität Tokyo, Prof. Fumitakai Kikkawa, Direktor der Frauenklinik der Universität Nagoya, Prof. Hiroaki Kajiyama von der Frauenklinik der Universität Nagoya und Prof. Aikō Okamoto, Direktor der Frauenklinik der Jikei Universiät in Tokyo.

Zudem sind als Hospitanten für einen jeweils zweiwöchigen Aufenthalt in einer deutschen Universitäts-Frauenklinik Dr. Naoki Horikawa von der Universität Kyoto, Prof. Eiji Kobayashi von der Universität Osaka und Dr. Michihiro Tanikawa von der Universität Tokyo gemeldet.

Im April wird dann im Austausch eine deutsche Referentendelegation mit zusätzlich drei jüngeren Hospitanten in Japan sein.

 

Offene Vorlesung am 4. Juni 2018 an der International Christian University in Tokyo zu „Building Energy Efficiency, Frameworks in Germany and Europe, Progress in Germany since 1970ies (oil crisis)“ und Executive Luncheon unterstützt vom JSPS-Club

von Clubmitglied Prof. Dr. Eckhard Hitzer, International Christian University

Am 4. Juni 2018 besuchten Dr. Robert Kaltenbrunner, stellvertretender Direktor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Berlin (BBSR), Teil des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Dr.-Ing. Olaf Boettcher, Bundes-Energiebeauftragter (BBSR, BBR), Manfred Rauschen, Gründer und Direktor des Öko-Zentrums Nordrheinwestfalen (NRW) und Dipl.-Ing. für Bauingenieurwesen Thomas Rühle, Fachmann für nachhaltiges Bauen am Öko-Zentrums NRW die International Christian University (ICU) in Tokyo. Sie hielten zusammen eine Gastvorlesung zum Thema „Building Energy Efficiency, Frameworks in Germany and Europe, Progress in Germany since 1970ies (oil crisis)“. An der siebzigminütigen Vorlesung nahmen über 40 Studenten, Professoren, Mitglieder des ICU-Verwaltungsrates und interessierte Bürger teil. Der eigentliche Grund der ersten Reise dieser Art der vier Experten nach Japan waren bilaterale Konsultationen zwischen dem Bundesbauministerium und dem japanischen Ministerium für Land, Infrastructure, Transportation and Tourism (MLIT).

Zu Anfang der Vorlesung wurde ein offizielles Grußwort des deutschen Botschafters Dr. Hans Carl von Werthern verlesen. Die anschließenden Vorträge wurden auf Englisch gehalten und nachfolgend ins Japanische übersetzt. Zuerst stellte Herr Rauschen die Vortragenden vor. Dr. Kaltenbrunner erläuterte dann die offiziellen Beziehungen im Bauwesen auf Ministeriumsebene und zwischen nationalen Bauforschungseinrichtungen. Als Teil der offiziellen Zusammenarbeit ist beabsichtigt u.a. an Demonstrationsprojekten zu zeigen wie man vorbildlich alte Gebäude energieeffizient renovieren kann.

Als nächster ergriff der Bundes-Energiebeauftragte Dr. Boettcher das Wort zum Thema Klimaschutz im Bausektor – Strategie zur Verbesserung der Energieeffizienz im deutschen Bausektor und die führende Rolle von öffentlichen Gebäuden. Das Ziel in Deutschland ist Gebäudeenergieklimaneutralität bis 2050. Politische Instrumente dazu sind Verordnungen, Förderung und Information. Von 1977 bis 2016 gab es sechs Energieverordnungen für Gebäude in Deutschland, beginnend mit der Ölkrise. Die thermische Energieeffizienz ist von anfangs 200 kWh/Jahr/m2 bis 2016 schon um 80% gesenkt worden (auf 38 kWh/Jahr/m2). Zum Vergleich, der Passivhausstandard ist 15 kWh/Jahr/m2. In Japan ist man, wenn überhaupt Regelungen existieren, von diesen Werten noch weit entfernt. Gebäude können weiter optimiert werden, erneuerbare Energie kann sinnvoll zum Einsatz kommen, und die eigentliche Nutzung des Gebäudes kann energetisch verbessert werden. Ziel ist eine optimale Kombination von Maßnahmen. Am Schluss stellte Dr. Boettcher verschiedene vorbildlich energieeffiziente Bundesbauten vor.

Danach sprach Herr Rühle zum Thema Baumaterialien und Raumluftqualität in Gebäuden der Zukunft. In einem holistischen Verständnis von Nachhaltigkeit in Gesellschaft, Ökologie und Ökonomie sollten Materialien die Umwelt und die Gesundheit nicht schädigen. Auf die Gesundheit haben Gebäude vielfältige Einflüsse (Luft, Schall, Licht, Temperatur, Wasserqualität, usw.) Wichtige Hilfsmittel sind Qualitätszertifikate, Zertifikate für umweltfreundliche Bauten, Bauproduktinformationen, Broschüren und Datenbanken. Insbesondere erläuterte Herr Rühle das umfassende deutsche Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB). Am Ende der Vorträge wurden noch Fragen der Teilnehmer beantwortet.

Foto von sieben von zehn Mittagessenteilnehmern, vorne (links nach rechts): Dr. Kaltenbrunner, Prof. em. Harashina, Herr Kitashiro, Herr Rauschen; hinten (links nach rechts): Sen. Ass. Prof. Hitzer, Dr. Boettcher, Herr Rühle

Im Anschluss an den Vortrag wurden die Gäste aus Deutschland zu einem besonderen Mittagessen im kleinen Kreis zusammen mit Prof. em. Sachihiko Harashina (Präsident der Chiba University of Commerce, der ersten zertifizierten Universität Japans, die 100% erneuerbare Energie verwendet) und dem Verwaltungsratsvorsitzenden der ICU, Herr Kakutaro Kitashiro, Frau Prof. Ayano Takeuchi (Tōhō Universität Chiba), Prof. Mark Langager (Umweltpädagoge der ICU) und Sen. Ass. Prof. Eckhard Hitzer (Physik an der ICU) eingeladen. Beim Mittagessen war ein angeregter Austausch über die jeweilige Situation in Deutschland und Japan möglich, und es konnten auch Möglichkeiten für Steigerung der Bauenergieeffizienz an japanischen Universitäten angesprochen werden. Nach dem Mittagessen gab es einen Rundgang mit weiteren Teilnehmern um die bestehende Bausubstanz der ICU kennenzulernen. Es wäre sogar denkbar, dass ein Gebäude der ICU in der Zukunft zu einem der von Dr. Kaltenbrunner angesprochenen Demonstrationsprojekte für nachhaltiges energieeffizientes Bauen oder Renovieren werden könnte.

Die Organisatoren danken dem JSPS-Club herzlich für die Unterstützung bei den Kosten des Mittagessens für die auswärtigen Gäste. Während der Vorlesung wurde das Club-Banner gut sichtbar vorne rechts aufgestellt. Die Vorlesung wurde auch auf Video aufgezeichnet und ist öffentlich zugänglich bei YouTube: youtu.be/s9ZcUHNjwG4.

 

Workshop Sustainable University Development mit Fokus auf Energieeffizienz (SUDee2018) an der International Christian University

von Clubmitglied Prof. Dr. Eckhard Hitzer, International Christian University

Am Samstag, den 15. September 2018, fand an der International Christian University (ICU) in Mitaka, Westtokyo der zweite Workshop Sustainable University Development (SUD) statt, diesmal mit Fokus auf Energieeffizienz. Der Workshop war in fünf Einheiten aufgeteilt. In Session 1 ging es um SUD und energieeffiziente Architektur. Nach einer Begrüßung durch Mitorganisator Prof. Goro Christoph Kimura von der Universität Sophia eröffnete der Mitorganisator und Moderator Architekturprofessor Masanori Shukuya von der Tokyo City Universität Session 1. Dort sprach zuerst der eingeladene Hauptsprecher Bauphysiker Univ. Prof. Wolfgang Feist (siehe Bild) vom Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen der Universität Innsbruck und Gründer des Passivhausinstituts Darmstadt zum Thema „Energy efficiency global – Contribution of the Passive House Standard for a future sustainable energy structure“. Als zweiter Redner ergriff Prof. em. Sachihiko Harashina, Präsident der Chiba University of Commerce (CUC) das Wort über „The role of energy efficiency for Japan’s first RE 100 University CUC“. Prof. Harashina ist ein ausgewiesener internationaler Experte im Bereich Environment Impact Assessment. Die CUC ist die erste zertifizierte RE100-Universität in Japan, und Prof. Harashina wirbt engagiert für die Gründung einer Liga von RE100-Universitäten in Japan. Des Weiteren sprach Prof. em. Kenichi Kimura von der Waseda Universität über „Sustainable house development in Japan – from vernacular houses to zero energy house“. Er ist ein erfahrener Experte für angewandte Solarbauten, was in seinem reich illustrierten Vortrag mit vielen Beispielen gut zum Ausdruck kam. Danach war Architekturprofessor Masayuki Mae von der Universität Tokyo mit einem Vortrag über „Desirable future of Energy and Architecture – View from University and Scholar side“ an der Reihe. Der letzte Morgenvortrag über „What is the Passive House Standard as the global communication language?“ wurde von der Architektin Frau Miwa Mori gehalten, der repräsentativen Direktorin der Vereinigung Passivhaus Japan. Session 1 wurde durch eine von Prof. Shukuya moderierte Podiumsdiskussion mit Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum abgeschlossen. In der Mittagspause fand ein Expertenmittagessen im kleinen eingeladenen Kreis mit Sprechern und ausgewählten Teilnehmern (Akademiker, Geschäftsleute, Organisatoren) statt.

Am Nachmittag moderierte der Architekt Prof. Yosuke Komiyama von der Universität Kyoto eine Session zum Thema SUD und nachhaltige Architektur. Der erste eingeladene Hauptsprecher war Senior Associate Architekt David Lomax (siehe Bild) vom international führenden Architekturbüro Waugh & Thistleton in London. Er selbst hatte die Projektleitung für das bisher weltgrößte Brettsperrholzgebäude (engl. Cross laminated timber = CLT) der Welt, Dalston Works in London. Er trug über „Dalston Works – the world’s largest CLT building and its lessons for sustainable university development“ vor. Als nächster sprach Prof. Shukuya zum Thema „Exergetic view on built environment and human thermal well-being“. Exergie ist der jederzeit frei in andere Energieformen konvertierbare Energieanteil. Dieser Anteil verringert sich bei Energiekonversionen in der Tat, während rein physikalisch gesehen Energie an sich eine unveränderliche Erhaltungsgröße ist. Schließlich sprach der Architekt Tsuyoshi Yuasa aus Chōfu über das Projekt Enekoya. Dabei renovierte er sein altes Nachbarhaus nachhaltig und funktionierte es zu einem Offgridhaus um, welches keinen Strom- oder Gasnetzanschluss benötigt und sich mittels eines Brunnens auch größtenteils selbst mit Wasser versorgt. Mittels guter Planung konnte er die Kosten so niedrig wie für eine konventionelle Renovierung halten. Nach Terminabsprache kann das Enekoya-Haus jederzeit besichtigt werden. Auch Session 2 wurde mit einer Podiumsdiskussion abgeschlossen, an der zusätzlich noch Luigi Finocchiaro von der Österreichischen Botschaft in Tokyo als Experte für Umweltfragen teilnahm.

Nach einer fair trade Kaffeepause wurde die Session 3 über „SUD and human development related to energy“ von Frau Prof. Ayano Takeuchi (Tōhō Universität) als Moderatorin eröffnet. Erster Vortragender war Ryunosuke Takachu, Student der CUC und Mitbegründer und Leiter der Studentenorganisation für natürliche Energie (SONE). Sein Thema lautete: „Aiming at a 100% Renewable Energy University – Motivating Students“. Danach sprachen Prof. Ayano Takeuchi und Frau Ryoko Ishi (Studentin der Tōhō University) über „Promoting Heartware Development through Energy Saving Activities at Toho University“. Der letzte Sprecher war Herr Minato Hayashi von Meiken Lamwood, ein Alumnus der ICU mit dem Thema „Energy efficiency seen from the Humanities“. Meiken Lamwood ist ein großes modernes und in höchstem Grade nachhaltig geführtes Holzbauunternehmen in Japan, u.a. führend im Bereich CLT-Produktion. Auch Session 3 wurde mit einer angeregten Podiumsdiskussion abgeschlossen.

Beim Abendempfang sprach Prof. Nobuyuki Miyazaki von der ICU als Mitorganisator und Spezialist für die soziale Verantwortung von Unternehmen ein Grußwort. Ein reger Austausch zwischen Teilnehmern, Sprechern, Organisatoren, Studenten und freiwilligen Helfern konnte so abschließend stattfinden. U.a. konnten sich so Studenten verschiedener Universitäten kennenlernen und etwas über die jeweiligen studentischen Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit erfahren. Etwa 20 studentische und andere sehr engagierte Freiwillige halfen bei der Organisation mit. Es gab 99 registrierte Teilnehmer und schließlich kamen noch über 20 weitere Zuhörer dazu. Die Organisatoren bedanken sich bei der Japan ICU Foundation für die finanzielle Unterstützung, sowie beim JSPS-Club für die freundliche Unterstützung der Veröffentlichung der Vortragsvideos auf YouTube. Alle Vorträge sind somit über direkte Links zum Workshop-Programm online (https://sudworkshops.wordpress.com/2018/08/ 02/programm-of-sudee2018-15-sep-2018/) abrufbar, zusammen mit den Vortragsmaterialien als PDF. Dank gilt auch den Fotografen Herrn Kazuya Kanno, Prof. Wilfried Wunderlich (JSPS-Club-Mitglied) und Frau Eriko Hitzer. In der Teilnehmerbefragung fanden über 50% den Workshop sehr effizient organisiert, weitere 40% gaben das Prädikat effizient. Auch mit dem hervorragenden Simultandolmetschen herrschte große Zufriedenheit. Gerne wird auf das neu erschienene einführende reich bebilderte Buch 100 UK CLT Projects (Volltext download: https://www.thinkwood.com/clt100book) hingewiesen. Weitere Mitorganisatoren gehörten zur CUC, Tokyo Kasei Universität und Ritsumeikan Universität. Zu Dank verpflichtet sind wir auch der Vereinigung „Passive House Japan“ unter der Leitung von Frau Miwa Mori, die uns bei der Einladung von Prof. Feist und der Bekanntmachung des Workshops sehr gut unterstützt hat.

 

Freundschaftsempfang von Generalkonsulin Kawahara für die Mitglieder der JSPS-Club Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar

von Vorstandsmitglied Dr. Matthias Hofmann, Leiter der Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar

Am Abend des 28. September 2018 lud die japanische Generalkonsulin Setsuko Kawahara, Leiterin des japanischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main, die Mitglieder der Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar des JSPS-Clubs zu einem Freundschaftsempfang in ihre Residenz ein. Das Treffen wurde durch das japanische Generalkonsulat in enger Abstimmung mit Dr. Matthias Hofmann (Leiter der Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar) organisiert. Außer den 16 Teilnehmern der Regionalgruppe des JSPS-Clubs waren mit Präsident Beyer, Vizepräsident Zeidenitz und der japanischen Vizepräsidentin Hata-Knoblauch ebenfalls drei Mitglieder des Vorstandes der Deutsch Japanischen Gesellschaft Frankfurt geladene Gäste an diesem Abend. Von Seiten des japanischen Generalkonsulates nahmen neben Generalkonsulin Kawahara, ihr Stellvertreter Tsunoda und Vizekonsul Matsuyama an der Veranstaltung teil.

Die Veranstaltung wurde durch Frau Kawahara eröffnet, die in Ihren Worten den besonderen Charakter dieses Treffens darstellte. Durch das Zusammenführen der lokalen „Japankenner“ des JSPS-Clubs und der DJG Frankfurt wolle sie die lokalen Japannetzwerke stärken sowie Kooperationen zwischen den unterschiedlichen Vereinigungen initiieren.

Im Anschluss stellte Dr. Hofmann den Anwesenden kurz die Historie des JSPS-Clubs als weltweit ältester Alumniorganisation der JSPS vor. Er berichtete über die aktuellen Mitgliederzahlen und vielfältigen Aktivitäten des JSPS-Clubs. Des Weiteren stellte er die seit dem Herbst 2016 in regelmäßigen Abständen stattfindenden Treffen der Mitglieder der lokalen Regionalgruppe vor. Als „Dankeschön“ für die herzliche Einladung in ihre Residenz überreichte Dr. Hofmann der Generalkonsulin Kawahara einen „Frankfurter Geschenkekorb“.

Nachfolgend umriss Herr Beyer für die Teilnehmer die Aufgaben und Aktivitäten der DJG Frankfurt bevor er den Abend offiziell mit einem Kanpai eröffnete.

Gruppenfoto vom Empfang im Generalkonsulat

In offener und ungezwungener Atmosphäre konnte so bei hervorragendem japanischen Essen ein direkter Austausch und erstes Kennenlernen zwischen den Mitgliedern der JSPS-Club Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar, dem Vorstand der DJG Frankfurt sowie den Mitarbeitern des japanischen Generalkonsulates etabliert werden. In den Gesprächen wurden z.B. die Möglichkeiten thematisiert, dass Mitglieder des JSPS-Clubs wissenschaftliche Vorträge mit Japanbezug im Rahmen von Veranstaltungen der DJG Frankfurt halten könnten. Der Freundschaftsempfang verging im wahrsten Sinne wie im Fluge und nach zweieinhalb Stunden war es an der Zeit, den Abend ausklingen zu lassen.

Der stellvertretende Generalkonsul Tsunoda beendete die Veranstaltung mit einem klassisch japanischen ippon-jime (einmaliges Klatschen). Anschließend dankte Regionalgruppenleiter Dr. Hofmann der Generalkonsulin Kawahara und den Mitarbeitern des japanischen Generalkonsulates Frankfurt im Namen aller anwesenden Teilnehmer der Regionalgruppe sowie im Namen des Vorstandes des JSPS-Clubs für Planung, Organisation und Ablauf des informativen Abends mit sehr regem Gesprächsaustausch.

Zum Abschluss verabschiedete die Generalkonsulin Kawahara alle Teilnehmer des Freundschaftsempfangs persönlich.

 

Repräsentation des Clubs auf externen Veranstaltungen

  • 29.–31.08.2018: 17. Deutschsprachiger Japanologentag | Clubmitglied Dr. Alexander Olbricht und Vorstandsmitglied Prof. Dr. Anke Scherer














 

Neue Clubmitglieder

  • Dr. David Malitz
    Chulalongkorn University
    Kyoto University, 2013–2014*

  • Dr. Masato Inoue
    Meiji University

  • Dr. Roman Rausch
    Universität Hamburg
    Kyoto University, 2018–2020*

  • Judith Münch
    Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie
    Toyama Prefectural University, 2018*

* von JSPS/STA geförderter Forschungsaufenthalt in Japan

 

Termine

  • 03.11.2018: Treffen der Clubmitglieder in Japan, Universität Kyoto
  • 24. und 25.05.2018: Japanisch-deutsches Symposium „Art, Architecture and Technology“ in Wien

Wenn Sie Beiträge zu Veranstaltungen, Publikationen etc. im Newsletter veröffentlichen möchten, wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Anke Scherer.

 

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