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Neues vom JSPS Club 02/2015

 

EDITORIAL

vom Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Menkhaus

Das herausragende politische Ereignis in den deutsch-japanischen Beziehungen des Jahres 2015 dürfte ohne Zweifel der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 9. und 10. März in Japan gewesen sein. Auf japanischer Seite vernahm man im Vorfeld immer häufiger, dass die Kanzlerin China sehr oft besuche, schon seit dem Jahre 2008 aber nicht mehr in Japan gewesen sei. Dem wurde von deutscher Seite entgegen gehalten, dass sich die Regierungschefs ja andauernd beim Besuch internationaler Konferenzen auch bilateral zusammensetzten. Der offizielle Anlass für den Besuch war nun die Vorbereitung des G7 Gipfels, der im Juni 2015 in Schloss Elmau in Deutschland stattfand.

Insgesamt war der Aufenthalt der Bundeskanzlerin zeitlich sehr eng bemessen. Aber schon der erste Programmpunkt unmittelbar nach Eintreffen galt der Wissenschaft. Die Kanzlerin besuchte das Museum für Zukunftsorientierte Wissenschaft und Innovation (Miraikan) und traf sich dort mit dessen Leiter, dem ehemaligen japanischen Astronauten Mōri Mamoru, und anderen Spitzenrepräsentanten der japanischen Wissenschaft. U.a. sprach sie mit Matsuo Yutaka, Chemieprofessor an der Universität Tōkyō.

Zur ihrer Begrüßung war ein in Deutschland nicht unbekannter humanoider, vom Autobauer Honda seit Jahren weiterentwickelter Roboter namens As(h)imo angetreten, der sich, obwohl technisch durchaus in der Lage, prompt weigerte, der Kanzlerin die Hand zu schütteln. Als sie die seinige dann ergriff, zeigte sich deutlich, dass Roboterhände nicht so leicht zu schütteln sind, was dem japanischen Fernsehpublikum in den abendlichen Fernsehnachrichten in aller Breite vorgeführt wurde.

Die Erklärung für dieses störrische Verhalten des kleinen Wesens wurde dem Verfasser erst später hinterbracht. Es hieß, As(h)imo habe sich nur geweigert, der Kanzlerin die Hand zu schütteln, weil Bundespräsident Wulff die ihm im Jahre 2011 anlässlich der Feier des 150. Jubiläums der japanisch-deutschen diplomatischen Beziehungen in der Deutschen Botschaft in Tōkyō zum Gruß entgegen gestreckte Hand As(h)imos nicht ergriffen habe.

 

20. Japanisch-Deutsches Symposium „Agriculture and Food Supply – Challenges and Perspectives“

8. und 9. Mai 2015 in Potsdam

von Vorstandsmitglied Dr. Chantal Weber


Das Japanisch-Deutsche Symposium, das die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) und die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. jährlich gemeinsam organisieren, fand am 8. und 9. Mai 2015 nun mehr zum 20. Mal statt.

Stand im letzten Jahr das Thema Pharmazie im Fokus, widmete sich das diesjährige Symposium dem ebenfalls aktuellen Thema „Agriculture and Food Supply – Challenges and Perspectives“, welches unter verschiedenen Aspekten wie Politik, Wirtschaft, Gesundheit und Risiken von den Referenten aufgearbeitet wurde.

Den Anfang bildete Mitglied Dr. Thomas Berberich, Biodiversität und Klima Forschungszentrum der Universität Frankfurt, mit einem historischen Rückblick auf einen Pionier der deutsch-japanischen Beziehungen und des Wissenschaftsaustausches im Bereich der Agrarwissenschaften, Oskar Keller (1851–1911). 1881 kam er als Professor für Agrikulturchemie nach Tōkyō und widmete sich neben seiner Lehrtätigkeit den Düngungsproblemen insbesondere beim Reisanbau und Versuchen zur Entwicklung und Ernährung von Seidenraupen. Mit seiner Arbeit erwarb er sich große Anerkennung in Japan. 1892 kehrte er nach Deutschland zurück.

In den folgenden Vorträgen des ersten Tages wurden vor allem Lebensmittelherstellung und Lebensmittelhandel thematisiert. Moderiert von Mitglied Dr. Anton Kraus, Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V., stellte Dr. Steffen Noleppa vom Humboldt Forum for Food and Agriculture die deutsche Perspektive des globalen Lebensmittelmarktes dar. Die Problematik besteht darin, dass der Bedarf nach Lebensmittelprodukten stärker als die Produktion wächst. Dr. Noleppa sieht einen höheren Bedarf in der Agrarforschung, um dieser Problematik entgegenzutreten.

Im folgenden Vortrag stellte Prof. Dr. Ichida Tomoko, Meiji Universität, die Politik Japans zur Entwicklung des ländlichen Raums und der multifunktionalen Landwirtschaft vor. Projekte der japanischen Regierung unterstützen landwirtschaftliche Betriebe, von denen viele nicht mehr von der Produktion leben können und Landwirtschaft häufig neben einer anderen beruflichen Tätigkeit betreiben müssen, gerade in bergigen Regionen. Damit soll der Brachlegung von landwirtschaftlichen Flächen vorgebeugt werden.

Die zweite Sektion des Tages eröffnete Prof. Dr. Sakuyama Takumi, Meiji Universität, mit dem Handelsabkommen TPP und den Auswirkungen auf die japanische Landwirtschaft. Die Handelsverträge erstrecken sich auf Länder des pazifischen Raums inklusive den USA und Japan, wobei letzteres einige landwirtschaftliche Produkte wie Reis schützen möchte. Importe könnten den inländischen Markt stark beeinflussen und zum Abbau der Landwirtschaft führen. Ein Schutz bestimmter Güter könnte jedoch andererseits die Verhandlungen gefährden.

Auch in Deutschland wird über ein transnationales Handelsabkommen diskutiert. Cornelia Berns, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, stellte das Pro und Contra der TTIP-Handelsverträge zwischen der EU und den USA dar; dabei betonte sie, dass der deutsche Agrar-Lebensmittel-Sektor dank jahrelanger Entwicklung nicht gefährdet sei – Verbraucherschutz und die Wahl der Konsumenten stehen an oberster Stelle bei einem Handelsvertrag.

Der zweite Tag des Symposiums begann mit einem Beitrag von PD Dr. Gaby-Fleur Böl vom Bundesinstitut für Risikobewertung zu wahrgenommenen und tatsächlichen Risiken von Lebensmitteln. Das Bundesinstitut untersucht neben tatsächlichen Risiken auch solche, die durch mediale Vermittlung in der Bevölkerung wahrgenommen bzw. angenommen werden. Die Risikobewertung muss verschiedene Faktoren wie Zielgruppe, Wahlmöglichkeit oder tatsächliche Risiken beinhalten, um die Bevölkerung über Risiken von Lebensmitteln oder anderen Produkten zu informieren. Dabei bleibt es dann aber dem informierten Konsumenten schließlich selbst überlassen, ob er ein Risiko bewusst eingehen möchte.

Die Qualität von Lebensmitteln war bisher bestimmt von Aussehen, Aroma und Geschmack, aber, wie Prof. Dr. Susanne Baldermann, Universität Potsdam, in ihrem Vortrag betonte, stehen auch immer mehr Nährwert und andere gesundheitlichen Vorteile im Vordergrund der Beurteilung. Durch die Anreicherung sekundärer Pflanzenstoffe, einschließlich der Carotinoide, in Grundnahrungsmitteln kann der Vitamin-A-Gehalt gesteigert werden. So können der Ernährungsstatus der Bevölkerung gezielt verbessert und Mangelgebiete versorgt werden. Dabei wird sogar der Geschmack verbessert.

Dr. Terauchi Ryôhei, Iwate Biotechnology Research Centre, bildete mit einem Vortrag zu „Genome sequencing and modern breeding“ den Abschluss. Er zeigte darin wie durch gezielte Züchtung und Genom-Sequenzierung Reispflanzen effizienter werden können – ein wichtiges Thema in einem Land wie Japan, dem nur begrenzt Anbaufläche zur Verfügung steht und Reis das Grundnahrungsmittel darstellt.

Auch wenn alle Referenten das Thema Landwirtschaft und Lebensmittel aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten, Konsens bestand darin, dass Wissenschaftler ihre Forschung und Ergebnisse der Bevölkerung besser vermitteln und in engerem Kontakt zu den Konsumenten stehen müssen. Gerade wenn wahrgenommene Risiken von Überbevölkerung, transnationalen Handelsabkommen oder Lebensmittelskandale die Medien beherrschen, müssen fachkundige Wissenschaftler das ihre zu einer realitätsnahen, forschungsbasierten Aufklärung beitragen. Diese Kommunikation muss jedoch in einer verständlichen Form erfolgen, so dass die Bevölkerung in der Lage ist, sich eine eigene Meinung zu bilden. Dieser starke Appell vereinte die aus Japan und verschiedenen Teilen Deutschlands angereisten Referenten dieses Symposiums in Potsdam.

Auch in diesem Jahr unterstützte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) dankenswerterweise die Veranstaltung finanziell.


Bitte merken Sie sich den Termin für das nächste Symposium vor:

20. und 21. Mai 2016, Universität Oldenburg: "Higher Education – Developments and Challenges"

 

JSPS Alumni Club Award 2015 für Kawamura Akitoshi

von Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Staguhn

Am 8. Mai 2015 erhielt Professor Kawamura Akitoshi, Graduate School of Arts and Sciences der University of Tōkyō, den JSPS Alumni Club Award (JACA) 2015 für seine Bemühungen um eine Vereinbarung zum Abbau administrativer Hürden, von denen die Austausch-Studierenden der Arbeitsgruppen seiner Universität betroffen waren. Der Preis wurde von Prof. Dr. Heinrich Menkhaus, dem Vorsitzenden des JSPS-Clubs, in Potsdam anlässlich des jährlichen Symposiums verliehen.

Foto: Walter Wetzels Marketing

Prof. Kawamura begann 2012, die Verwaltungsabläufe für Austausch-Studierende zu erleichtern und zu standardisieren, die im Rahmen der International Research Training Group (IGK 1529) mehrere Monate an der Universität Tōkyō studieren. Hierbei hat ihn Prof. Imai Hiroshi, der Leiter der Forschungsgruppe maßgeblich unterstützt. Das International Graduate College of Fluid Dynamics wird seit Juni 2009 gemeinsam von der DFG und JSPS finanziert und von drei Partnern durchgeführt, der TU Darmstadt, der Universität Waseda in Tōkyō und der Universität Tōkyō.

Prof. Kawamuras Ziel war es, den Verwaltungsaufwand für Austauschstudierende zwischen der Universität Tōkyō und der TU Darmstadt zu vereinfachen, aber auch die gegenseitige Anerkennung der Ausbildungsabschnitte zu erleichtern. Daher war es wesentlich, dass auch die Einschreibung der Studenten gegenseitig anerkannt wurde; dies ermöglichte z.B. die Berechtigung für Studentenwohnheime und der Wegfall doppelter Studiengebühren. Unter der Federführung von Prof. Kawamura wurde die gemeinsame Vereinbarung 2013 verabschiedet und seither angewendet.

Unter den ersten Studenten, die von der neuen Vereinbarung profitierten, war Holger Thies von der TU Darmstadt. Sein Studium im WS 2013/14 an der Universität Tōkyō bei Prof. Kawamura wurde von einem DAAD PROMOS-Stipendium unterstützt.

Seinen ersten internationalen wissenschaftlichen Beitrag lieferte Prof. Kawamura 2004 mit der Präsentation seiner Bachelorarbeit auf dem Sixth International Workshop on Computability and Complexity in Analysis (CCA) in Wittenberg.

Nach seiner Masterarbeit ging er als Doktorand an die Universität Toronto in Kanada und arbeitete mit Prof. Stephen Cook. Seine Promotion auf dem Gebiet der Informatik schloss er im Juni 2011 ab. Seitdem forschte er als Assistent am Institute für Informatik der Universität Tōkyō und wurde im April 2015 zum Assistant Professor an der Graduate School of Arts and Sciences ernannt.

Netzwerkbildung mit deutschsprachigen Ländern:

Er begann seine wissenschaftlichen Kooperationen und Netzwerkbildung mit deutschsprachigen Ländern zunächst mit einem kurzen Forschungsaufenthalt an der ETH Zürich im Sommer 2009. Etwa zur gleichen Zeit begann auch eine langjährige Kooperation mit Prof. Ziegler, seinem wissenschaftlichen Partner an der TU Darmstadt:

Kooperationsprojekte in naher Zukunft:

  • Organisation mit Prof. Ziegler der Twelfth International Conference on Computability and Complexity in Analysis (CCA) an der Meiji University in Tōkyō, 12.–15. Juli 2015
  • Mitorganisator Dagstuhl Seminar am Leibniz Center for Computer Science, 20.–25. September 2015.

Prof. Kawamura Akitoshi ist in vieler Hinsicht ein Vorbild für junge Wissenschaftler in Japan. Der JACA 2015 Preis honoriert seine wissenschaftlichen Errungenschaften und sein persönliches Engagement für die Verbesserung und Erweiterung im wissenschaftlichen Austausch mit Deutschland in Ausbildung und Forschung. Seine herausragenden Beiträge sind ein positives Beispiel für die wissenschaftliche Netzwerkbildung zwischen Deutschland und Japan, die mit den Zielen des JSPS-Club und seinen zahlreichen Mitgliedern übereinstimmt.

 

Mitglied Lenzen mit Orden der japanischen Regierung ausgezeichnet

Foto: Botschaft von Japan

Univ.-Prof. Dr. Dieter Lenzen, JSPS-Club-Mitglied, wurde von der japanischen Regierung mit dem „Orden der Aufgehenden Sonne mit Stern, goldenen und silbernen Strahlen“ für seine herausragenden Verdienste ausgezeichnet. Zu diesen gehören u.a. seine Tätigkeit als Gastprofessor an den Universitäten in Tōkyō, Hiroshima und Nagoya, sein Erhalt des Science Award der Japan Society for the Promotion of Science, seine Ernennung zum Kenjin (Weisen) durch die japanische Non-Profit Organisation ASHINAGA – Educational and Emotional Support for Orphans Worldwide, und die in seiner Eigenschaft als Präsident der Universität Hamburg vereinbarten strategischen Partnerschaften mit japanischen Universitäten. Der Orden wurde Prof. Dr. Lenzen am 17. Juni 2015 in Berlin vom Botschafter von Japan, Herrn Takeshi Nakane, überreicht.


 

Mitglied Inoue Shigeyoshi erhält ERC Grant über 1,5 Mio. Euro

Prof. Dr. Inoue Shigeyoshi, bereits mehrfach ausgezeichneter Chemiker der TU Berlin, erhält einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC), der mit rund 1,5 Millionen Euro dotiert ist. 3279 Anträge waren in Brüssel eingegangen, von denen die Auswahlkommission 328 Projekte positiv entschieden hat; das entspricht etwa zehn Prozent.

Inoue Shigeyoshi sucht nach Wegen, bestimmte Eigenschaften des häufigen Silizium für den Bau von Katalysatoren nutzbar zu machen, um teure und seltene Metalle in Pharmazie und Ölindustrie zu ersetzen. Der japanische Chemiker, der bereits seit sieben Jahren in Deutschland lebt, befasst sich mit dem Design, der Synthese und der Charakterisierung von Silyliumyliden-Ionen sowie deren Anwendung in der Katalyse. „Diese Moleküle mit einem zweiwertigen Siliziumatom sind besonders vielversprechend als mögliche alternative Katalysatoren, denn sie weisen erstaunliche Aspekte auf“, erklärt Inoue. „Zum Beispiel sind sie extrem wirksam bei der katalytischen Aktivierung der Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung, für die sonst seltene Edelmetalle wie Platin oder Palladium verwendet werden müssen. Dagegen ist Silizium eines der häufigsten Elemente der Erdkruste. Es wäre also von Vorteil, wenn wir die teuren Metalle, die bislang beim Bau von Katalysatoren unverzichtbar sind, durch Silizium ersetzen könnten, zum Beispiel in der Pharmazie oder bei der Umwandlung von Rohöl.“

Schon seit 2008 arbeitet Inoue im Arbeitskreis von Prof. Dr. Matthias Drieß in der Anorganischen Chemie der TU Berlin. Neben Auszeichnungen in seiner Heimat Japan – unter anderem erst im Januar 2015 mit dem Award for Distinguished Young Chemists der Chemical Society of Japan – wurde  Inoue bereits mit einem Alexander von Humboldt-Forschungsstipendium ausgezeichnet und erhielt 2010 ebenfalls den mit 1,65 Millionen Euro dotierten Sofja-Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung, mit dem er seinen eigenen Arbeitskreis an der TU Berlin aufbaute.(Quelle: TU Berlin, Pressemitteilung, 28.1.2015)

 

Besuch von Hr. Asano Keiichi am Klinikum der Goethe Universität in Frankfurt/Main

von Vorstandsmitglied Dr. Matthias Hofmann

Hr. Asano bei den Vorbereitungen zur TIFP Messung

Im Zeitraum vom 28. Februar bis 8. März 2015 konnte Asano Keiichi, MSc, durch die Unterstützung des Fond für den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Japan (FWADJ) des JSPS-Clubs meine Arbeitsgruppe Tumormechanik an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Frankfurt am Main besuchen. Herr. Asano hat seine Ausbildung an der School of Public Health der Kibi International University begonnen, bevor er zum Abschluss eines Master Degrees an das Dept. of Molecular Biology and Biochemistry unter der Leitung von Prof. Ninomiya Yoshifumi (†) an die Okayama University gewechselt war. Seit 2014 ist er als Graduate Student Mitglied der Okadai Graduate School und in der Arbeitsgruppe von Prof. Hirohata Satoshi tätig. Ebenfalls 2014 wurde er auf der Jahrestagung des Japan Matrix Club für sein Forschungstätigkeit bereits mit dem Young Investigator Award erstmals wissenschaftlich geehrt.

Ich habe Herrn Asano im Januar 2013 im Rahmen meines JSPS post-doctoral fellowship in der Arbeitsgruppe von Prof. Ninomiya / Assoc. Prof. Hirohata kennengelernt. Herr Asano zeigte sofort ein starkes Interesse an meinen Experimenten, so dass es sich auf natürliche Weise ergeben hatte, dass wir einige Experimente gemeinsam geplant und durchgeführt haben. In diesen Versuchen konnten wir sowohl Fragen meiner Projekte als auch solche seines Schwerpunktes gemeinsam aufklären. Aktuell liegt der Hauptaugenmerk der Forschung von Herr Asano auf molekularer Ebene in der Expressionsanalyse von ADAMTS1 in in vitro Tumorzelllinien, im Vergleich dazu untersucht meine Arbeitsgruppe das gleiche Protein in Abhängigkeit des tumorinterstitiellen Flüssigkeitsdruckes (TIFP) in in vivo Xenograft-Tumormodellen. Zur Verbesserungen der bisherigen Kooperation sollen zukünftig auch in der japanischen Gruppe in vivo Untersuchungen und Messungen des TIFP durchgeführt werden.

Vor diesem wissenschaftlichen Hintergrund ist Herr Asano im Rahmen des FWADJ Stipendiums nach Frankfurt gekommen und wurde in unserem Labor in tierexperimentelle Methodiken zur Inokulation von Tumorzellen als auch Messtechniken (wick-in-needle) zur Messung des TIFP eingeführt. Herr Asano arbeitete dabei sehr eng mit meinem Doktoranden Herrn Ralph Pflanzer zusammen, der selbst im Jahre 2014 ein Teilnehmer des JSPS Summer Program gewesen ist und somit auch seine Japan Eindrücke mit in die Diskussionen einbringen konnte. Herr Asano hat im Laufe seines Aufenthaltes das Erlernen und Anwenden der Messtechnik zur Messung des TIFP in vivo selbstständig unter Aufsicht üben können. Diese Messungen des TIFP sind keine Standardtechnik und werden auch nur in wenigen Arbeitsgruppen weltweit aktiv betrieben. Zum Abschluss seines Aufenthaltes nahm Herr Asano am 06.und 07. März 2015 aktiv an der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung in Ulm teil (Tagungssprache Englisch). Dies ist die größte forschungsorientierte dermatologische Tagung im deutschsprachigen Raum. Insgesamt bot der Aufenthalt die erste Gelegenheit für Herr Asano nach Europa und nach Deutschland zu kommen. Diese Möglichkeit wurde auch innerhalb seines wissenschaftlichen Umfeldes in Japan bereits positiv wahrgenommen, da sich hier ein junger Wissenschaftler auch aus eigener Motivation nach neuen wissenschaftlichen Methoden umsieht.

In diesem Sinne möchte ich mich abschließend im Namen von Herrn Asano und mir auf das Herzlichste beim Vorstand des JSPS-Clubs für die Förderung durch das FWADJ Stipendium bedanken. Ich denke, im Speziellen durch die Förderung von jungen Wissenschaftlern, Doktoranden oder Post-Docs, kann das FWADJ für diese Personen auch in Japan Vorteile bringen. Denn eine Förderung durch ein ausländisches Stipendium ist als eine Auszeichnung für den jeweiligen Wissenschaftler zu betrachten. Sollten andere Clubmitglieder junge aufstrebende japanische Wissenschaftler bei ihren Kooperationspartnern kennen, so kann ich nur darauf verweisen, ihnen über das FWADJ Stipendium einen möglichen Kurzbesuch in den hiesigen Arbeitsgruppen zu ermöglichen.


Thanks from Asano Keiichi

Keiichi Asano, Okayama University Graduate School of Medicine, Dentistry and Pharmaceutical Sciences, Department of Molecular Biology and Biochemistry

Hr. Asano im Biochemischen Labor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

First of all, I want to thank the German JSPS Alumni association for the support and giving me the chance to perform a short internship in the group of Dr. Matthias Hofmann at the Dept. of Dermatology, Venereology and Allergology in Frankfurt. I am greatly honored to present a short report about my impressions of my first stay in Germany. In this short article, I would like to write a) Why I choose Germany, b) What I thought in Germany and c) What I plan to do in near future.

a) Actually, I was not familiar with Germany. However, since I have met a German colleague and friend, I experienced a lot of opportunities to increase my knowledge and views about Germany. This provided my great interest in the country. Finally, I got attracted by the German culture. That is why I looked for an opportunity to touch “Deutschland”.

b) I shortly stayed in Frankfurt. Actually, the Frankfurt area has two different aspects. (1) Conserved culture and nature; I could easily identify beautiful architecture and nature, e.g. the Main River, Spessart forest. (2) Well established environment for business and economy; I could also recognize the impressive Hauptbahnhof, international airport, European Central Bank and so on. These aspects made me want to stay there longer. In addition, I identified a big difference in labor environment. In fact, almost all workers finished their tasks earlier and hardly work on their holiday while many Japanese employees work over hours. I think this difference has influence on my life style.

c) Even only a short stay, this experience has a huge impact on my career and I was able to learn new scientific techniques but also to touch the before mentioned different aspects. I think I will promote this opportunity to many young researchers for contribution to both countries, not only in the scientific field. Of course, I would also like to go back to Germany as a researcher in near future. I would like to extend my thanks to the German JSPS Alumni Association for supporting my stay with a FWADJ stipend and providing such a great opportunity.

 

Bridge Fellowship im „Land of Sunshine“ an der Okayama University

von Vorstandsmitglied Dr. Matthias Hofmann

Japan in den Wintermonaten Januar und Februar zu erleben, kann oftmals bedeuten mit Unmengen an Schnee konfrontiert zu werden. Entlang der japanischen See ziehen sich die winterlichen, schneereichen Präfekturen von Yamaguchi und Shimane im Südwesten bis nach Aomori und Hokkaidō im Norden. Im Inneren von Honshū erweisen sich die schneebedeckten Gipfel der japanischen Alpen oftmals als ebenso fantastisch wie menschenabweisend. Selbst die Megalopolis Tōkyō kann immer wieder von starken Schneefällen erfasst werden.

Im Gegensatz dazu steht das Wetter der Präfektur Okayama, mit ihrem Slogan „Land of Sunshine“. Durch das milde Mikroklima der japanischen Inlandssee Setonaikai und durch die im Norden ansteigenden Berge geschützt vor den feuchten schneebringenden Wolken der japanischen See, gibt es in Okayama nur sehr wenig Niederschlag und ein für diese Jahreszeit recht mildes Wetter. So konnte ich in den ersten Monaten dieses Jahres mein fünfwöchiges Bridge Fellowship an der Okayama University (im folgenden Okadai von Japanisch Okayama Daigaku) unter witterungstechnisch angenehmen Rahmenbedingungen beginnen. Es ist mein vierter durch JSPS unterstützter Aufenthalt in Japan und der dritte, welcher mich an das Institut für Molekularbiologie und Biochemie des Fachbereichs Medizin der Okadai führt. Im Rahmen des Bridge Fellowships konnte ich sowohl an gemeinsamen Forschungsprojekten mitarbeiten, als auch Medizinstudenten des zweiten Semesters im Pathobiochemischen Tutorials aktiv mitbetreuen.

Tutoriumsgruppe mit Dr. Hofmann

Besuch im Labor von Prof. Saijo (rechts), Tohoku University

Seit meinem ersten Aufenthalt in Japan an der Ehime University, Matsuyama, im Rahmen des JSPS Summer Program im Jahre 2006 besteht auch ein enger Kontakt zur Gruppe um Prof. Ninomiya Yoshifumi an der Okadai. Enge Beziehungen haben sich im Laufe der Jahre zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Prof. Hirohata Satoshi und Prof. Ōhashi Toshi herausgebildet. Aufgrund einer schweren Erkrankung ist Prof. Ninomiya im vergangenen Jahr verstorben, die Weiterführung der von ihm mitinitiierten Kooperationen ist eine zentrale Möglichkeit, seine Verdienste für die Forschung und die internationale Wissenschaftszusammenarbeit „weiterzuleben“ und seine Visionen fortzuführen. Im Rahmen dieser langjährigen Kooperation standen auch die Forschungsschwerpunkte des Bridge Fellowships. Zusammen mit Prof. Hirohata und Prof. Inagaki wurden von mir aus Deutschland mitgeführte Tumorgewebeproben immunhistologisch und molekularbiologisch auf die Expressionsmuster des Proteins ADAMTS-1 untersucht. Die Gruppe um Prof. Hirohata verfügt über eine langjährige Expertise auf dem Gebiet von ADAMTS-1. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt untersuchen wir den Einfluss des tumorinterstitiellen Flüssigkeitsdrucks auf die ADAMTS-1 Expression. Neben den Laboruntersuchungen nahm die Leitung eines englischsprachigen Tutoriums für Medizinstudenten eine zentrale Aufgabe in den ersten vier Wochen ein. Innerhalb dieses täglichen Tutoriums mussten sich die Studierenden anfangs in eine für sie unbekannte Kasuistik einarbeiten, anhand welcher sie nicht nur zur Diagnosefindung kommen, sondern ebenfalls die molekularen und genetischen Grundlagen der Erkrankung herausarbeiten sollten. Zum Abschluss des Kurses mussten die Studenten eine gemeinsame 60minütige englischsprachige Präsentation ihres Themas vor allen anderen Studierenden des Semesters halten. Diese für die Studenten ungewohnte und neue Unterrichtsmethode fand großen Anklang und die enge Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Tutoren wurde am Ende mit einem gemeinsamen Abendessen gewürdigt.

Neben der Arbeit stand aber auch der gemeinschaftliche Austausch mit alten und neuen Bekannten und Freunden auf der Tagesordnung. Neue Kontakte konnten mit Prof. Yamazaki und Prof. Ichiyanagi vom Institut für Immunologie geknüpft werden, welche mich als japanische Betreuerinnen innerhalb des Tutoriums unterstützten.

Des Weiteren konnte ich durch die Reisekostenunterstützung innerhalb des Bridge Fellowships einen Kurzbesuch an der Tōhoku University absolvieren. Dort empfing mich Prof. Saijo Yoshifumi, Leiter des Instituts für biomedizinische Technologie, welcher im Sommer letzten Jahres Betreuer meines Doktoranden Herrn Ralph Pflanzer im Rahmen des JSPS Summer Program war. Am Lehrstuhl von Prof. Saijo konnte ich erneut mit jungen Masterstudenten über ihre Projekte sprechen und eine weiterführende Zusammenarbeit planen. Dabei verdeutlichte mir der kurze Besuch in Sendai ebenfalls, dass der Slogan „Land of Sunshine“ durchaus seine Berechtigung aufweist. Hatte ich in Okayama in fünf Wochen nur einen Tag mit Regen und durchwegs positiven Temperaturen, so waren die zwei Tage in Sendai von Minuswerten, starkem Schneeregen und Sturm geprägt. Vor dem witterungsbedingten Hintergrund war ich doch sehr froh, das letzte Wochenende meines Bridge Fellowships erneut mit Freunden in Okayama verbringen zu dürfen.

Mein Dank gilt JSPS für die Förderung des wissenschaftlichen Austausches mit Japan durch das Bridge Programm und im Speziellen. Prof. Ninomiya Yoshifumi, dessen offenes und einladendes Wesen meine Begeisterung für Japan entscheidend mitbeeinflusst hat.

 

World Conference on Photovoltaic Solar Energy Conversion

von Vorstandsmitglied Dr. Arnulf Jäger-Waldau

Die 6. World Conference on Photovoltaic Solar Energy Conversion fand vom 23. bis 27. November 2014 im International Conference Centre von Kyōtō statt. Mehr als 1400 Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern nahmen an der Konferenz teil und präsentierten um die 1000 Vorträge und Poster. Als European Co-Chair der Konferenz hatte ich die Gelegenheit eine Grußadresse während der Konferenz-Eröffnung und vor beim Konferenzdinner zu geben. Einer der Mitveranstalter der Konferenz war das JSPS 175th Committee on Innovative Photovoltaic Power Generation Systems.

Die Konferenz gab sowohl einen Überblick über den derzeitigen Stand der weltweiten Photovoltaik-Forschung als auch die Nutzung der photovoltaisch erzeugten Elektrizität. Nach dem Unglück von Fukushima im März 2011 beschleunigte Japan den Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik und hat die installierte Kapazität von Photovoltaikanlagen seither mehr als vervierfacht.

Der Club unterstützte diese Konferenz als Silber-Sponsor und das Club-Logo war seit Juli 2014 auf der Konferenz Webseite. Zusätzlich war das Club-Logo im gedruckten Konferenzprogramm, welches an alle Teilnehmer und Aussteller verteilt wurde. Während meiner Grußadressen sowie während diverser Kommittee-Sitzungen habe ich das Sponsoring unseres Clubs erwähnt.

 

Frühjahrsempfang der Leibniz-Gemeinschaft und Verleihung des Leibniz-Gründerpreises

von Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Staguhn

Berlin, 20.März 2015. Anstatt eines der zahlreichen Neujahrsempfänge hat die Leibniz-Gemeinschaft mit diesem Frühjahrsempfang in Berlin ein neues Format für seine Freunde und Förderer gesetzt. Für unseren JSPS-Club war diese Einladung eine gute Gelegenheit, den Kontakt zur Leibniz-Gemeinschaft zu verbessern. Sowohl sind von unseren Mitgliedern einige in den unterschiedlichen Leibniz-Instituten tätig, aber auch über das JSPS-Büro in Bonn bestehen Kontakte zur Wissenschaftsgemeinschaft.

Vor der Sonnenfinsternis an diesem Vormittag präsentierte Dr. Matthias Steinmetz, Direktor des Leibniz-Instituts für Astrophysik in Potsdam einen interessanten Einblick in die Himmelsmechanik und die Zusammenhänge der unterschiedlichen Kalender-Systeme aus früherer Zeit.

Die Eröffnung erfolgte durch Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Den Vortrag über das Wort „Frühling“ und seine Erforschung nach allen Regel der modernen Sprachwissenschaft präsentierte Prof. Dr. Ludwig M. Eichinger, Direktor am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim – ein sehr amüsanter und kurzweiliger Vortrag.

Nach der Preisverleihung des Leibniz Gründerpreises 2015 stellte Prof. Dr. Matthias Kleiner die Positionierung der Leibniz Gemeinschaft zu Promotion und Nachwuchs dar: Die Gemeinschaft wendet sich gegen die Versuche einer zu starken „Verschulung und Risikovermeidung“ bei der Promotion. In den insgesamt 89 Leibniz-Instituten sind gegenwärtig rund 2700 Doktoranden tätig; mit rund 700 erfolgreichen Promotionen in 2014.


Verleihung des Leibniz-Gründerpreises 2015 an zwei Medizin Start-ups

Der Gründerpreis der Leibniz-Gemeinschaft wurde auf dem Frühjahrstreffen erstmals verliehen. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wurde an zwei Start-ups aus der Medizin vergeben.

Die „Brandenburg Antiinfectiva GmbH“ erhält die Auszeichnung für eine Medikamentenentwicklung gegen Blutvergiftungen. Dieses vielversprechende Medikament gegen Sepsis inaktiviert deren Auslöser ein bakterielles Endotoxin und hat im Tierversuch bereits gute Schutzwirkungen gezeigt.

Die „Coldplasmatech“ bringt eine aktive Behandlung chronischer Wunden mit kaltem Plasma auf den Markt. Die Geschäftsidee von Coldplasmatech ist ein plasmaphysikalisches Medizinprodukt zur Behandlung großflächiger chronischer Wunden, die derzeit nicht oder nur schlecht therapierbar sind. Die innovative Wundtherapie von Coldplasmatech geschieht durch eine aktive Wundauflage, ein sogenanntes Plasma-Patch, mit der durch eine Steuerungseinheit (Plasma-Cube) ein kaltes Plasma auf die Wunde aufgebracht wird. Das Plasma aktiviert dabei die Zellregeneration, desinfiziert die Wunde und tötet multiresistente Keime ab.

Bei den beiden Unternehmen handelt es sich um Ausgründungsvorhaben: „Brandenburg Antiinfectiva GmbH“ stammt aus dem Forschungszentrum Borstel ‑ Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften (FZB) in Schleswig-Holstein; die „Coldplasmatech“ hat sich aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie in Greifswald entwickelt.

Um den Preis haben sich insgesamt 7 Start-up Unternehmen aus der Leibniz Gemeinschaft beworben. Auffällig war, dass nur Bewerbungen aus dem Nord-Osten von Deutschland eingingen.

Hintergrund zum Leibniz-Gründerpreis: Mit dem Gründerpreis der Leibniz-Gemeinschaft werden Ausgründungsvorhaben aus Leibniz-Instituten in der Vorbereitungs- bzw. Start-up-Phase unterstützt. Das Preisgeld ist zweckgebunden für Beratungsleistungen bei der Überprüfung und praktischen Umsetzung der Unternehmenskonzepte. Die Begutachtung der eingereichten Vorschläge erfolgte durch eine externe Jury unter dem Vorsitz des ehemaligen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Uwe Thomas, der auch die Unternehmen präsentierte.

Info Leibniz-Gründerpreis: www.leibniz-gemeinschaft.de/transfer/service/leibniz-gruenderpreis/

 

Verbandstagung der Japanisch-Deutschen Gesellschaften

vom Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Menkhaus

Die diesjährige Verbandstagung der Japanisch-Deutschen Gesellschaften fand am 17. und 18. Mai 2015 in der Stadt Iwaki in der Präfektur Fukushima statt. 24 der insgesamt 40 Verbandsgesellschaften entsandten Vertreter zu diesem Zusammentreffen, dass von dem Sekretariat des Verbandes, welches bei der Japanisch-Deutschen Gesellschaft in Tōkyō geführt wird, und der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Iwaki gemeinsam organisiert wurde.

Nach der Eröffnung durch den Stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandes, Botschafter a.D. Kimura Keizo, sprach der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Hans Carl von Werthern ein Grußwort, gefolgt von entsprechenden Grußadressen des Bürgermeisters von Iwaki, Shimizu Toshio, und dem Ehrenvorsitzenden der gastgebenden Gesellschaft Hoshi Akimitsu.

Dessen Großvater, Pharmaproduzent, Mitglied des Parlaments und Gründer der Hoshi Pharmaceutical University in Tōkyō, spendete nach dem Ersten Weltkrieg viel Geld an die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft, heute DFG. Vorstandsmitglied Dr. Matthias Hofmann erinnerte anlässlich unseres Jahressymposiums in Erlangen zum Thema Pharmazie an die Arbeit von Hoshi Hajime und dessen segensreiches Wirken für Deutschland.

Der Veranstaltungsort war sorgfältig ausgesucht worden. Eine japanischer Architektur entsprechende traditionelle Versammlungshalle jüngster Bauart mit Tatami-Boden mitten im Grünen. Die Stätte ist von historischer Bedeutung, weil in der Kamakura-Periode dort eine Art Grenzposten gegen die im Norden Japans lebenden sog. Emishi, deren ethnologische Herkunft unklar ist, bestand. Der Name des Ortes lautet Nakoso, was eine Warnung an die Emishi darstellte, das Reich des Kamakura-Shogunats nicht zu betreten. Von dem Grenzposten selbst ist leider nicht mehr viel erhalten, aber er wird geziert von einem Reiterstandbild von Minamoto Yoshiie, dem Bruder des Shōguns, der für Bekämpfung der Emishi zuständig war.

Hauptgegenstand der Tagung waren die Tätigkeitsberichte der einzelnen Mitgliedsgesellschaften. Leider gab es nur wenig Zeit, den Stand der Deutsch-Japanischen Beziehungen der Gegenwart zu beleuchten. Dieses war allerdings Gegenstand des Festvortrages von Waragai Tomoki, Professor für Volkswirtschaft an der Waseda Universität, der in Bonn zum Dr. rer. pol. promoviert wurde, wo er in den 1980er Jahren studiert hatte. Er ist in Japan als Kenner Deutschlands bekannt.

Die abendliche Feier fand in dem vom Tsunami im Jahre 2011 geschädigten aber mittlerweile wieder hergerichteten, in ganz Japan bekannten großen Aquarium von Iwaki statt. Dort zerlegte der Leiter des Aquariums höchst selbst einen großen Thunfisch, der dann roh von den Teilnehmern verkostet wurde. Dazu gab es deutschen Wein, der von einem örtlichen Weinimporteur besorgt worden war. Grußworte insbesondere des stellvertretenden Leiters der japanisch-deutschen Parlamentariergruppe, Mitglied des japanischen Oberhauses und Abgeordneter aus Iwaki, selbst Iwaki (Mitsuhide) heißend, freilich mit anderen Schriftzeichen geschrieben, rundeten die Feier unterhalb der Glaskuppel, über die derweil alle Arten von Fischen schwammen, ab.

Das kulturelle Rahmenprogramm hatte starke historische Komponenten. Besucht wurde zunächst ein Denkmal von Hoshi Hajime an der Stelle, wo sein Geburtshaus stand, und dann an der Stelle, wo er selbst wohnte und jetzt seine Nachkommen leben. Es ging dann weiter auf die leider nicht mehr erhaltene Burg des dortigen Daimyats Iwaki Taira. Der letzte Daimyō war Ando Nobumasa, der auf japanischer Seite den Preußisch-Japanischen Vertrag von 1861 mitunterzeichnete und dessen Statue auf dem ehemaligen Burgplateau steht. Bei der Besichtigung der Burgreste konnte man bei einem Holztor noch deutlich die Einschüsse erkennen, die auf den Boshin Krieg zurückgehen, der die Burg vernichtete und das Tokugawa-Regime zugunsten der Meiji-Restauration beseitigte.

Nicht zu kurz kam auch die Besichtigung des Standes der nach Erbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe 2011 erforderlich gewordenen Arbeiten. An der Küste wird eine hohe Mauer errichtet, verstreut standen die schwarzen Abfallsäcke herum, die radioaktive Erde enthalten, und auch die Behelfsunterkünfte waren noch da und bewohnt, obwohl die Stadt Iwaki selbst ihre vom Beben und seinen Folgen betroffenen Einwohner schon mit neuen Wohnungen in mehreren großen, langgezogenen, fünfstöckigen Mietshäusern versorgt hat.

 

51. Jahrestagung des VDJG in Berlin

von Vorstandsmitglied Sabine Ganter-Richter

„Deutschland und Japan: sehr fern – und doch ganz nah“ unter diesem Titel hatte der Verband der Deutsch-Japanischen Gesellschaften e.V. (VDJG) zu seiner Jahrestagung vom 14. bis 17. Mai eingeladen. Örtlicher Gastgeber war die Deutsch-Japanische Gesellschaft Berlin e.V. (DJG Berlin), die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert.

Zu einem gemütlichen Abend im Brauhaus Lemke trafen sich die Gäste bereits am Donnerstag den 14. Mai, bevor das offizielle Programm am nächsten Tag begann.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Volker Pellet, den Protokollchef des Landes Berlin, eröffnete Dr. Ruprecht Vondran, der VDJG-Präsident, die Tagung im Berliner Rathaus. Die etwa 150 deutschen und japanischen Gäste wurden begrüßt von Nakane Takeshi, dem Botschafter von Japan, Kimura Keizo, dem Vizepräsidenten der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Tōkyō, sowie von Kurt Görger, dem Präsidenten der DJG Berlin. Zwei Festansprachen gaben Auskunft über den Stand und die Perspektiven der japanisch-deutschen Beziehungen (Kiuchi Minoru, Vizeminister im japanischen Außenministerium) sowie über Themen, die in gemeinsamer Verantwortung der beiden Länder liegen (Frank Hartmann, Referatsleiter für Ostasien im Auswärtigen Amt). In das Tagungsthema führte Prof. Dr. Florian Coulmas ein, der ehemalige Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tōkyō. Warum Japaner und Deutsche sich trotz großer räumlicher Distanz doch in vielen Dingen nahe stehen, darüber diskutierten die Gäste auch noch beim anschließenden Empfang durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller. Der Nachmittag gestaltete sich in drei Gesprächskreisen zu den Themen Kunst, Sport und Jugendkultur. Eine Einladung des japanischen Botschafters in seine Residenz ließ den Tag mit japanischer Kultur und Köstlichkeiten ausklingen.

Am Samstagvormittag fand traditionell die Mitgliederversammlung des VDJG statt. Neben allgemeinen Vereinsangelegenheiten stellte der Vorstand die Schwerpunkte des VDJG vor:

  • Die Ausstellung zur deutsch-japanischen Geschichte in Japan
  • Gründung einer Stiftung für den deutsch-japanischen Jugend- und Kulturaustausch
  • Intensivierung der Kontakte zu den japanischen Partnergesellschaften.

Als 53. Mitglied wurde das Deutsch-Japanische Synergie Forum Sanriku Fukkou e.F. in den VDJG aufgenommen. Die VDJG-Jahrestagung 2016 wird als örtlicher Gastgeber die DJG Trier e.V. ausrichten.

Am späten Samstagnachmittag hatte die DJG Berlin anlässlich ihres 125. Jubiläums in den Audimax der Humboldt Universität eingeladen. Musikalisch umrahmt von Mozart und Dvorak war der Festvortrag von Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D., sowie eine Präsentation mit Impressionen aus der Gründerzeit der DJG Berlin durch Ichika Rossow. Nach einem Festtanz, vorgeführt von dem Bugakuza-Ensemble, und einem „Kagami biraki“ endete auch dieser Abend kulturell und kulinarisch japanisch.

Der JSPS-Club ist seit vielen Jahren Mitglied im VDJG. Um den Ergebnissen unserer Mitgliederbefragung nachzukommen, sucht der Vorstand des JSPS-Clubs Austausch mit den DJGen in verschiedenen Städten. Es sollen zum den lokalen DJG zum einen Vorträge unserer Mitglieder für ihr Programm angeboten werden. Zum anderen wollen wir den Kontakt unserer Mitglieder zu Japan-bezogenen Vereinen in ihrer Nähe verstärken. Außerdem sollen von Seite des Clubs Aktivitäten in den verschiedenen Regionen Deutschlands angeboten werden. Vorstandsmitglied Wolfgang Staguhn ist dabei mit gutem Beispiel in Stuttgart vorangegangen. Weitere Regionalgruppen des JSPS-Clubs sind in Vorbereitung.

 

Tōkyō Science Veranstaltungen im Februar/März

Bericht und Fotos von Clubmitglied Prof. Dr. Wilfried Wunderlich

Smart City Konzepte

Die Delegation der Europäischen Union lud zum Symposium ein. Einen Tag nach der EURAXESS Links Japan Veranstaltung in Tsukuba zur Bewerbung neuer Forschungsanträge für die Europäische Gemeinschaft lud am 27. Februar 2015 die Europäische Delegation zu einem deutsch-japanischen Symposium zum Thema „Smart Cities“ ein. Bereits Ende Januar hatte es eine ähnliche Veranstaltung mit dem Thema „CO2 Reduzierung“ gegeben. Das wichtige Thema „Smart Cities“ interessiert gegenwärtig nicht nur Politiker, sondern auch Geschäftsleute und Akademiker. Nach einer Einführung in die allgemeinen Direktiven der europäischen Politik stellten europäische und japanische Unternehmen ihre neuesten Hauskonzepte vor, die vor allem durch neue Steuerkonzepte den Energieverbrauch vermindern sollen. Stand der Technik sind inzwischen nicht nur Zero-Emissionshäuser, sondern auch solche, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Das warf aus dem Publikum sofort die Frage auf, ob sich die Investitionen denn auch lohnen. Schließlich wurden integrierte Städtebaukonzepte vorgestellt, die mit wenig Energie und wenig Transport nachhaltiges Leben mit größtmöglicher Bürgerzufriedenheit gewährleisten.


Unsichtbares sichtbar machen mit THz-Strahlung

Zwei Jungwissenschaftler trugen gemeinsam beim WGK am 27. Februar 2015 vor.

Beim Wissenschaftsgesprächskreis (WGK) am 27. Februar, der von DAAD und JSPS-Club gleichermaßen ausgerichtet wird, trugen die Club-Mitglieder Stefan Funkner und Gudrun Niehues, die derzeit als JSPS-Stipendiaten in Japan sind, ihre Forschungsprojekte vor. Frau Dr. habil. Ursula Toyka moderierte erstmals in ihrer neuen Funktion als Leiterin der DAAD Außenstelle Tōkyō.

Die beiden Jung-Wissenschaftler trugen recht engagiert und lebhaft-erfrischend zunächst über die Grundlagen der elektromagnetischen Strahlung vor. Die stimulierte Raman-Strahlung ist Grundlage für den 2014 vergebenen Nobelpreis für Chemie. Die beiden Forscher stellten zunächst ihre Ergebnisse von THz-Absorptionsspektren an verschiedenen Salzen vor, und berichteten dann über ihre neuesten, in Japan erzielten Forschungsergebnisse. Die neue Methode wird für medizinische Anwendungen, Stichwort der gläserne Mensch, aber auch zum Beispiel als Flughafen-Scanner und als Briefbomben-Detektor eingesetzt. Beim anschließenden Imbiss bestand Gelegenheit zum Networking.


Nobel Prize Dialog Tōkyō

Die Genetische Revolution und der zukünftige, gesellschaftliche Impakt. Die Veranstaltung am 28. Februar wurde über den JSPS-Club angekündigt, da die JSPS-Mutterorganisation zusammen mit den Nobel-Media, der schwedischen Botschaft und einigen schwedischen Sponsoren Mitveranstalter war. Bereits zwei Wochen nach Ankündigung überstieg die Zahl der Anmeldungen die Sitzplatz-Kapazität der Halle B im Tōkyō Big Forum von 2000 Plätzen. In Vorträgen und mehreren Panels, teilweise aufgeteilt in drei Parallel-Sitzungen diskutieren die 25 Vortragenden, darunter sieben Nobel-Rezipienten über die neuen Herausforderungen. Können Gene patentiert werden? Helfen genmanipulierte Pflanzen, die Welt-Bevölkerung zu ernähren? Kann die Gesellschaft sich personenbezogene Medikamente leisten? Das Publikum hatte Gelegenheit zu Fragen; japanische Geschäftsleute aber auch Vertreter der Wissenschaftsverlage wie Nature Public Group wollten Hinweise auf zukünftige Entwicklungen bekommen. Natürlich wurden auch Techniken der biologischen Forschung diskutiert. Soll der Forscher sich auf Details einer bio-chemischen Reaktion im Körper spezialisieren, oder stattdessen zum allgemeinen Verständnis der doch noch nicht ganz geklärten Gen-Datenbank beitragen? Die Ansichten sind so verschieden wie die Menschen und wie die äußeren Einflüsse auf das Thema. Prof. Hanossen illustrierte das an einem Beispiel: Als in den sechziger Jahren erkannt wurde, wie schädlich das Rauchen für die Lunge ist, wurde die Forschung auf dem Gebiet eingestellt. Heute wäre man froh, hätte man mehr experimentelle Ergebnisse, da die verschiedenen Wechselwirkungen noch unbekannt sind.

Wenige Tage später, am 7. März, gaben die drei japanischen Physik-Nobelpreisträger 2014 erneut vor 1700 Teilnehmern der bedeutenden Japanese Society for Applied Physics auf dem Shōnan-Campus der Tōkai Universität eindrucksvolle Vorträge zu den Hintergründen ihrer LED-Entdeckung.


Podiumsdiskussion zu
Forschung, Innovation und industrieller Anwendung – Mitglied Helmut Wenisch im Panel

Aus Anlass des Japan-Besuchs des Rektors der RWTH Aachen, Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg, lud der DAAD auf Initiative von Frau Dr. habil. Ursula Toyka zu dem wie sie sagte „ersten Kamin-Gespräch“ zwischen Industrie- und Hochschul-Vertretern aus Deutschland und Japan ein. Das Foto zeigt von rechts nach links Dr. Nagano Hiroshi, GRIPS, Dr. Helmut Wenisch Siemens, Rektor Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg. Dr. Karl Roeser, Merck, Nikolaus Boltze Thyssen Krupp, und Dr. Lorenz Granrath, AIST. Zwei japanische Penalisten hatten kurzfristig abgesagt, doch Dr. Mori Masahiko, DMG Mori, und Prof. Dr. Tatsumi Kohie, Waseda Universität, der selber an der RWTH studiert hatte, bekräftigten wie wichtig die deutsch-japanischen Beziehungen für Handel, Wirtschaft, Informations-Austausch und Kommunikation seien. Für ein Unternehmen lohnt sich ein Internship eines Studierenden erst, wenn er mehr als sechs Wochen anwesend ist; doch leider war die Bereitschaft japanischer Studenten bisher gering, weil sie durch die straffe Organisation des japanischen Fiskal-Jahres dann erst ein Jahr später ihre lebenslang andauernden Stelle im japanischen Unternehmen antreten könnten. Erst in letzter Zeit weicht dieses Prinzip langsam auf, da die unternehmensinterne Ausbildung nicht mehr mit der Schnelligkeit der Innovation mithalten kann. Weitere Themen waren die Finanzierung der Universitäten durch Drittmittel-Projekte, die Prof. Dr. Schmachtenberg als unverzichtbar für die RWTH hält: „Studenten müssen sich daran gewöhnen, nicht nur mit dem Professor zusammenzuarbeiten, sondern vielmehr in einem großen Team gemeinsam mit der Industrie Projekte zu bearbeiten“.

In der kurzen Fragezeit für das Publikum wies ein Vertreter von Hitachi darauf hin, dass Industrie-Projekte zu kurz sind, um tiefergehende Probleme zu bearbeiten, worauf Dr. Roeser zugab, dass zwar neue Innovationen meist aus Problemen der Industrie geboren werden, doch für deren Lösung nicht nur Druck von unten, sondern besonders auch das Ziehen einer Führungspersönlichkeit von oben nötig ist.

 

Europas Hochschulen kamen nach Japan: Europäische Hochschulmesse 2015

Bericht und Foto von Clubmitglied Prof. Dr. Wilfried Wunderlich

“Go Global, Go Europe” war das Motto der EHEF (Europäische Hochschulmesse oder European Higher Education Fair). Bei der Veranstaltung, die alljährlich und nun bereits zum 4. Mal stattfand, stellen die Delegation der Europäischen Union in Japan, Campus France und der DAAD neue interessante, akademische Programme aus ganz Europa vor. Die Messe, die am 15. und 16. Mai 2015 auf dem Surugadai Campus der Meiji Universität in Tōkyō und am 17. Mai auf dem Imadegawa Campus der Dōshisha Universität in Kyōto stattfand, stellt die aktuellsten Informationen über Studienprogramme von über 50 akademischen Institutionen aus mehr als 10 europäischen Staaten vor, dazu zählten erstmals auch die baltischen Staaten und Ungarn sowie private Universitäten aus Deutschland wie die Jacobs University Bremen, Cologne Business School und die Frankfurt School of Finance and Management.

Geworben wird einerseits damit, dass Studiengebühren in Europa an staatlichen Universitäten viel geringer sind als in Japan, andererseits sind die wichtigste Zielgruppe Studierende reicher Eltern, die etwas Besonderes für ihre Karriere tun möchten. Globalisierung, andere Denkweisen und Kulturen kennenlernen, auf dem internationalen Parkett ausreichend Soft-Skills sammeln, und vieles mehr, sind die Pluspunkte, die japanische Studierende für ihr Portfolio zusammentragen können. Kurzvorträge informierten über die jeweiligen Fördermöglichkeiten, während an den einzelnen Ständen jeweils Beratungsgespräche geführt werden konnten. Wie erfolgreich die Veranstaltung war, zeigte die Tatsache, dass bereits am ersten Abend am DAAD-Stand, erstmals bei solch einer Messe, die Prospekte ausgegangen waren, und neue aus dem nahegelegenen Büro geholt werden mussten.

 

Wissenschaftlicher Gesprächskreis am 20.5.2015 im DAAD Büro Tōkyō

von Clubmitglied Prof. Dr. Hans-Georg Mattutis

Am 20. Mai 2015 gab Herr Lasse Grimmelt (Magister-Student im 2. Studienjahr in Göttingen, z.Zt. als DAAD-Stipendiat an der Waseda Universität) unter dem Titel „Wie zählt man etwas Unendliches? Von Primzahlen und Geheimdiensten” eine Einführung in das Fachgebiet der mathematischen Zahlentheorie, der Theorie der ganzen Zahlen.

Zuerst stellte er klar, dass sich im Gegensatz zur Gymnasialmathematik die Hochschulmathematik weniger mit Rechnen als mit dem Beweisen von mathematischen Aussagen beschäftigt. Aufbauend auf Axiomen (etwa: ,,0 ist eine natürliche Zahl’’, ,,Jede natürliche Zahl hat genau einen Nachfolger’’) sowie der Aussagenlogik werden Folgerungen gezogen (in diesem Fall: ,,Für keine natürliche Zahl ist 0 der Nachfolger’’). Herr Grimmelt überraschte dann mit der Feststellung, dass die Mathematik deswegen keine Naturwissenschaft ist, wo am Ende immer erst das Experiment die Richtigkeit der Behauptung zeigen kann, während die Mathematik mit reinen Gedankenschlüssen auskommt. Er stellte auch klar, dass die Wahl der Axiome nicht immer eindeutig ist, sondern nach Zweckdienlichkeit erfolgt. So führt die ISO-Norm 31-11 die 0 als natürliche Zahl, was den Nachteil hat, dass dann rationale (Bruch-) Zahlen nicht als ,,eine ganze Zahl geteilt durch eine natürliche Zahl’’ definiert werden können, denn damit wäre die verbotene Division durch 0 enthalten. Deswegen gibt es Mathematiker, die die Null von den natürlichen Zahlen ausnehmen.

Als nächstes gab es einen Überblick über die außeruniversitären Arbeitsgebiete von Mathematikern. Neben der Software-Branche (auch im Informatik-Studium beschäftigt man sich mehr mit dem formalen Beweisen als mit eigentlicher Programmierung) arbeiten Mathematiker in Banken und Versicherungen sowie in der Unternehmensberatung. Insbesondere dort, wo statistische und stochastische Verfahren eingesetzt werden, sind Mathematiker gefragt, besonders wenn eine Rigorosität der Ergebnisse gefordert ist, deren Erbringung außerhalb der Wohlfühlzone von Absolventen der benachbarten Natur- und Ingenieurswissenschaften liegt. Zu den bekannteren Arbeitgebern von Mathematikern, so erfuhr man, gehören heutzutage außer der Deutschen Bahn und Airbus auch Geheim- und Nachrichtendienste.

Ein überraschendes Anwendungsgebiet für die Mathematik ist die Ausarbeitung des Spielplans der Fußball-Bundesliga, mit der der Betreuer von Herrn Grimmelt in Göttingen mehrfach befasst war. Dabei müssen zusätzliche Bedingungen wie die Feiertagsregelungen der Bundesländer, Pokalspiele und die Wünsche von Fernsehsendern berücksichtigt werden.

Weiter ging es mit dem Aufzeigen von Feinheiten in Definitionen, etwa von Primzahlen als ,,Zahlen, die genau zwei Teiler haben“. Damit fällt die 1 aus der Primzahldefinition heraus, um Mehrdeutigkeiten bei der Darstellung von Primzahlen als Produkt zu vermeiden (etwa 7=7 oder 7=7x1), die bei der aus der Schule bekannten Definition „Zahlen, die nur durch sich selbst und 1 teilbar sind“, auftreten können. Um die Denkweise der Mathematiker weiter zu veranschaulichen, wurde anschließend der Beweis Euklids von der Unendlichkeit der Primzahlen als Widerspruchsbeweis vorgeführt. Es folgte die Diskussion der Anzahl von Primzahlen bis zu einer bestimmten Zahl (,,Schranke’’), bis 10 also 4 Primzahlen, bis 100 dann 25 Primzahlen, bis 100 dann 168, usw., für die der große Gauß als 16 jähriger eine Näherungsfunktion ,,erraten“ hatte. Hier wurde dann auch der Einsatz von Computern in der Mathematik dargelegt, als Visualisierungs-Instrument und zum Experimentieren mit Zahlenbeispielen mit über 10 Stellen, die sich der Bearbeitung ,,von Hand’’ entziehen. Daran schloss sich die Geschichte der Irrungen um die Beweise dieser und ähnlicher Probleme an; man erfuhr, dass Mathematiker nicht immer gleich auf das endgültige, exakte Resultat abzielen, sondern oft erst in Zwischenstufen versuchen, der Lösung näherzukommen und so langwierig, teilweise über Generationen, an das Ergebnis ,,heranrobben”.

Den Abschluss bildete die Geschichte um den Beweis des „großen Satzes von Fermat“. Für die Pythagoras-Gleichung, dass für rechtwinklig zueinander liegende Seiten die Summe der Längenquadrate gleich dem Längenquadrat der gegenüberliegenden Seite ist, kann man auch Lösungen mit ganzen Zahlen finden. Nun besagt der große Satz von Fermat, dass, wenn man statt der Quadrate 3., 4., usw. Potenzen setzt, keine Lösung mit ganzen Zahlen existiert. Fermat hatte die Behauptung an den Rand seines Algebra-Buches gekritzelt, mit dem Zusatz: „Hierfür habe ich einen wunderbaren Beweis gefunden, aber dieser Rand ist zu schmal, ihn zu fassen.“ Und so bekam man zu hören, wie die Generation von Mathematikern in den folgenden drei Jahrhunderten versuchten, den Beweis wieder zu entdecken – oder einen anderen, weil sich die Überzeugung durchsetzte, dass Fermat den Schwierigkeiten des Beweises gar nicht gewachsen gewesen wäre. Erst in den 1990ern wurde ein Beweis gefunden. Der Autor bekam dafür auch den Wolfskehl-Preis.

Am Ende des Vortrags, in dem Herr Grimmelt sein Versprechen einhielt, auf Formeln weitgehend zu verzichten, entspann sich dann noch eine angeregte Diskussion, nicht nur zum Vortragsinhalt, sondern auch über kulturelle Implikationen der Mathematik. Herr Grimmelt ist für sein Geschick in der Darstellung und der Aufbereitung des Stoffes sowie in für die Lebendigkeit des Vortrags zu gratulieren. Es war ein höchst erfreuliches Erlebnis, gerade von einem jungen Wissenschaftler, der noch am Anfang seiner Karriere steht, einen so engagierten und wohlausbalancierten Vortrag zu hören, der dann noch eine lebhafte Diskussion anfachte, umso bemerkenswerter bei einem Vertreter einer Zunft, die sonst nicht gerade für anschauliche und verständliche Erklärungen berühmt ist.

 

Wissenschaftlicher Gesprächskreis am 15.06.2015

vom Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Menkhaus

Der 3. WGK in diesem Jahr wurde bestritten von unserem Mitglied Prof. Dr. Ralf Bebenroth, der an der Kōbe Universität Betriebswirtschaftslehre lehrt. Er befasst sich schon seit einigen Jahren mit Fragen der Verschmelzung und dem Kauf von Unternehmen. Sein Vortrag trug deshalb den Titel „Wachsender japanischer M&A- Markt und Fairness der Mitarbeiter als Treiber von Integrationsfolgen“. Die Abkürzung M&A ist aus dem englischen Sprachgebrauch entliehen, wo sie für „Merger and Akquisition“ steht und damit Verschmelzung und Unternehmenskauf meint.

Auf der Grundlage von Zahlen des japanischen Unternehmens RECOF wurde zunächst die Anzahl von Verschmelzungen und Unternehmenskäufen über die letzten Jahre veranschaulicht. Dabei wurde deutlich, dass die Anzahl der rein nationalen Vorgänge hoch, während die Anzahl der Aufkäufe japanischer Unternehmen durch ausländische eher gering ist, und kleiner als die Zahl der Aufkäufe ausländischer Unternehmen durch japanische.

Als nächstes wurde erklärt, warum die Transaktionen überhaupt erfolgen. Dahinter können ganz unterschiedliche Motive stecken. Nach den Ausführungen des Vortragenden muss bei ausländischen Akquisitionen danach unterschieden werden, ob die Käufer aus Entwicklungsländern oder fortschrittlichen Industrieländern kommen. Die wohl am häufigsten anzutreffenden Gründe seien die Erweiterung des Marktes und der Erwerb einer eingeführten Marke.

Der dritte Teil wandte sich der zentralen Fragestellung des Vortrages zu, nämlich wie die Mitarbeiter des aufgekauften oder verschmolzenen Unternehmens so in die neue Struktur integriert werden können, dass ihre natürliche Unzufriedenheit über die zwangsläufige Fremdherrschaft nicht zu einem Misserfolg der Transaktion führt, weil den Mitarbeitern die Motivation abhandenkommt. Es werden verschiedene Mitarbeitergruppen nach bestimmten Kriterien isoliert betrachtet und ihre Einstellung mit Hilfe von regelmäßig zu wiederholenden Interviews überprüft.

Die nicht unerhebliche Zahl der Zuhörer und ihrer Fragen bewies die praktische Relevanz des Themas.

 

Internationales Symposium zum Wissenschaftlichen Durchbruch

JSPS organisierte ein „Gipfeltreffen“ der Wissenschaftsorganisationen

von Prof. Dr. Wilfried Wunderlich, Prof. Dr. Olaf Karthaus und Prof. Dr. Heinrich Menkhaus

Hakubun Shimomura, Vertreter des MEXT (Foto: O. Karthaus)

Am 26. Mai 2015 fand das „Global Symposium on Scientific Breakthroughs“ im Rahmen des 4. Treffens des Global Research Councils in Tōkyō statt. Es wurde von der JSPS, mit Unterstützung des MEXT und JST veranstaltet. Im Jahre 2012 ist der Global Research Council gegründet worden, um ähnlich wie bei vergleichbaren Gipfeltreffen in der Politik, auch für die Forschung bei Treffen wichtige, neue Richtungen abzustimmen. Den Rahmen für die öffentliche Vortragsveranstaltung bot das Tōkyōer Okura Hotel im einzigartigen Design der 60er Jahre, das jedoch im Herbst dieses Jahres einem Neubau weichen soll. Etwa 400 Teilnehmer hörten die sieben Vorträge von renommierten Professoren und Direktoren. Neben Vertretern von nationalen Forschungsförderungsorganisationen verschiedener Länder waren Universitäts- und Botschaftsangehörige anwesend, sowie interessierte Personen. Von Club waren anwesend der Vorsitzende, Prof. Dr. Heinrich Menkhaus, sowie Prof. Dr. Olaf Karthaus und Prof. Dr. Wilfried Wunderlich. Das Symposium begann mit einem 15-minütigen Grußwort von Shimomura Hakubun, dem japanischen Minister für Erziehung, Kultur, Sport Wissenschaft, und Technology (MEXT), in dem er die Forschungsförderungsstrategie Japans erläuterte.Als nächstes sprach Frau Dr. France Cordova, die Direktorin der National Science Foundation der USA (NSF). Sie zeigte den Anwesenden sogar einen Teil ihrer Handtasche, um zu verdeutlichen, wie weit NSF geförderte Forschung in unserem Leben eine Rolle spielt: der Barcode (auf ihrem Flugticket), das GPS und das Internet (beides in ihrem Handy). Als weitere Beispiele nannte sie die Firma Google, das Dopplerradar zur Wettervorhersage und die magnetische Resonanzbildgebung (MRI) in der Medizin. Zum Schluss ihres Vortrages ging sie noch kurz auf den US-japanischen Studentenaustausch ein, bei dem ca. 40 JSPS geförderte US-amerikanische Studenten einen Teil des Sommers in Japan verbringen (“Funding Tomorrow’s Discoverers”).

Prof. Paul Boyle von der University of Leicester in Großbritannien erklärte die britische Erfahrung in der Wissenschaftsförderung mit einigen Seitenblicken auf die EU. Er merkte an, daß der Anteil für Wissenschaftsförderung weltweit zwischen 0,5% (UK) und 0,8% (Deutschland) des Bruttonationaleinkommens stagniert. Das Problem der Evaluation und wissenschaftlicher Fundiertheit von Forschung wurde von ihm auch angesprochen; insbesondere hob er hervor, dass das Unternehmen Amgen im Jahr 2012 berichtete, nur 6 von 53 publizierten “Landmark Studies on Cancer Research” im eigenen Labor reproduzieren zu können. Durch zurückgezogene Forschungsbeiträge waren in den Jahren 2000–2010 80.000 Patienten in klinischen Versuchen betroffen. Er hob auch den Unterschied zwischen akademischem und wirtschaftlichem Einfluss auf die Forschung vor, welche beide wichtig seien.

Prof. Negishi Ei-ichi, Chemie Nobelpreisträger 2011 (Foto: O. Karthaus)

Prof. Negishi Ei-ichi, Chemie Nobelpreisträger 2011 (Foto: O. Karthaus)Der prominenteste Redner, Negishi Ei-ichi, der Chemie-Nobelpreisträger von 2010, berichtete wie seiner Grundlagen-Forschung schließlich der Durchbruch gelang; er betonte, dass Grundlagen-Forschung unerlässlich für bahnbrechende Wissenschaft sei. Sein Fachvortrag war für den Laien nicht immer verständlich, aber sein Enthusiasmus für die Erkenntnis, dass grundlegende Konzepte der Atomorbitaltheorie zur Synthese von wichtigen chemischen Verbindungen z.B. für neue Medikamente führen, war spürbar.

Der letzte Keynote Sprecher war Prof. em. Erling Norrby, Mitglied des Nobel-Auswahl-Komitees der königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Er sprach über die Heureka-Momente in der Wissenschaft und betonte dass Wissenschaft und Technologie die Haupt-Treibkräfte der menschlichen Entwicklung seien. Die Beispiele, die er vortrug, hatten alle einen Bezug zu Nobelpreisen, allerdings infolge der Verschwiegenheitspflicht des Nobelkomitees waren es allesamt Nobelpreise die vor mehr als 50 Jahren vergeben wurden. Preise für DNA und Proteine dienten ihm als Fallbeispiele.

Paneldiskussion mit Prof. Dr. Peter Strohschneider, DFG Präsident. Foto: W. Wunderlich

Die anschließende Paneldiskussion wurde vom JSPS Präsidenten Prof. Dr. Anzai Yuichiro geleitet. Er strukturierte die Diskussion in drei Schwerpunkte, 1) Welches sind die Schlüsselfaktoren, die zu wissenschaftlichen Erfolgen führen? 2) Wie können langfristige Investitionen auf Forscher möglichst nachhaltig und gesichert verteilt werden? 3) Welche Rolle spielen Wissenschaftler-Netzwerke, insbesondere das der Wissenschaftsorganisationen?

Dr. Nakamura Michiharu, Präsident der JST, betonte die Vorteile des japanischen Finanzierungssystems, und die Vielfalt der Förder-Organisationen. Einerseits fördert JST die Forschung aus Neugierde, wobei das englische Wort dafür, Kuriosität, im Deutschen bereits assoziiert, dass bei Nicht-Mainstream-Projekten der Erfolg in der Tat nicht vorhersehbar oder absehbar ist. Auf der anderen Seite des Förderspektrums stehen die NEDO Projekte in starker Zusammenarbeit mit der Industrie. Dazu kommt die Förderung durch MEXT und JSPS, und im letzten Jahr sei sogar eine neue Organisation speziell zur Förderung medizinischer Forschung gegründet worden.

Tokiwa Yutaka vom MEXT verteidigte, dass sein Ministerium zur Effizienzsteigerung das Lehrdeputat von Professoren in Japan im Jahr 2007 von 12 auf 15 Semesterwochenstunden erhöht hat und seit 2015 über die Arbeitszeit-Erfassung für Professoren nachdenkt.

„Zur Finanzierung interessanter Forschung wird ein vorgegebenes Budget niemals ausreichen“, war ein wichtiges Statement im Panel, normalerweise wird 3% des BIP dafür ausgegeben, daher solle doch besonders schon bei der Antragstellung auf den gesellschaftlichen Impact geachtet werden. Prof. Dr. Peter Strohschneider, Präsident der DFG, betonte, wie wichtig für die Auswahl von Jung-Wissenschaftlern Exzellenz und Diversität sei. Das ist immerhin eine bedeutende Kehrtwende in Richtung Menschlichkeit, wurden doch noch bis vor wenigen Jahren einseitig die Softskills wie Kommunikationsfähigkeit betont. Während früher bei der DFG das Vertrauen in etablierte Antragssteller einen sehr hohen Stellenwert hatte, scheinen nun Jungwissenschaftler gleiche Chancen zu bekommen.

Prof. Jean-Pierre Bourguignon, Präsident des European Research Council, erklärte, daß Forschungsförderung in Europa auch bedeutet, zum Beispiel Länder zu fördern, die bisher noch keine großen Erfolge vorweisen können. Denn Intelligenz und Kreativität seien flächenmäßig gleich verteilt, da waren sich alle Redner einig, nur wie Wissen in den einzelnen Kulturen vermittelt wird, da gäbe es große regionale Unterschiede. Die Zahlen belegen zwar, dass die USA bisher zahlenmäßig die Nation mit den meisten Nobelpreisträger sei, doch über 80% davon wurden von Forschern jüdischer Abstammung erzielt, die zu Kriegszeiten aus Europa fliehen mussten.

Schließlich setzte sich Frau Dr. France Cordova in ihrem Schlussplädoyer für die Gleichberechtigung der Frauen ein, denn nur etwa 13% der Professoren-Stellen sind in Japan von Frauen besetzt.

Wie bei solchen Veranstaltungen leider üblich, wurde erst drei Minuten vor Schluss eine Frage aus dem Publikum erlaubt. Ein Jungwissenschaftler vom RIKEN wies darauf hin, dass der Arbeitsdruck bei Drittmittelprojekten und die Evaluierung durch Zeitschriftenaufsätze in der Praxis zu großen Diskrepanzen führen können. Ein junger Wissenschaftler steckt in dem Dilemma, ob er an seine eigene Karriere denken muss oder das Projekt voranbringen soll. Die Penalisten pflichteten bei, ohne eine bessere Lösung als Evaluierung durch das Aufsatz-Ranking aufzeigen zu können. Die Veranstaltung endete mit Gesprächen im Foyer und vor den Postern einer Parallelveranstaltung, in der speziell die Einbindung Afrikas in die internationale Forschungslandschaft thematisiert wurde.

 

Bridge Stipendiaten 2015

  • Prof. Dr. Norbert Krause, TU Dortmund
  • Prof. Dr. Jutta Papenbrock, Universität Hannover
  • Dr. Dirk Schanzenbach, Universität Potsdam
  • Dr. Janek von Byern, Universität Wien
  • Prof. Dr. Lothar Wigger, TU Dortmund

 

Repräsentation des Clubs auf externen Veranstaltungen

09.03.2015: Vortrag von Bundeskanzlerin Merkel im Gebäude der Asahi-Zeitung, Tōkyō | Heinrich Menkhaus

07.04.2015: Mittagessen mit Repräsentanten des Japanese Council of Local Authorities for International Relations (CLAIR), Träger des JET Programms | Heinrich Menkhaus

15.04.2015: 9. Deutsch-Japanischen Wirtschaftsforum „Industrie 4.0 – die intelligente Fabrik von morgen“ auf der Hannover Messe | Sabine Ganter-Richter

17./18.04.2015: Verbandstagung des Verbandes der Jp. Dt. Gesellschaften in der Stadt Iwaki, Präfektur Fukushima | Heinrich Menkhaus

30.04.2015: Vorstellung des JSPS-Clubs durch Sabine Ganter-Richter bei der Einführungsveranstaltung für das JSPS Summer Program in Bonn

07.05.2015: Heinrich Menkhaus und Sabine Ganter-Richter in Berlin zum Gespräch mit Sven Traschewski (JDZB und ehemaliger JET-ler)

07.05.2015: Heinrich Menkhaus und Sabine Ganter-Richter in der Botschaft von Japan zum Gespräch mit dem Ersten Sekretär Noriyoshi Masuko

12.05.2015: Jahresversammlung des Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreises e.V. (DJW) und anschließendem Symposium in München | Sabine Ganter-Richter

15./16.05.2015: Jahrestagung des VDJG in Berlin | Heinrich Menkhaus, Sabine Ganter-Richter

20.04.2015: Wissenschaftlichen Gesprächskreis (WGK), Tōkyō | Heinrich Menkhaus

25.05.2015: Symposium anlässlich der Zusammenkunft des Global Research Council in Tōkyō unter dem Titel Global Science Forum | Heinrich Menkhaus

04.06.2015: Empfang der Konrad Adenauer Stiftung Tōkyō | Heinrich Menkhaus

11.06.2015: Empfang der Deutschen Botschaft Tōkyō, Verabschiedung des Wissenschaftsattaches Dr. Kirchner und Einführung seines Nachfolgers Hoellein | Heinrich Menkhaus

15.06.2015: Wissenschaftlichen Gesprächskreis (WGK), Tōkyō | Heinrich Menkhaus

 

Neue Club-Mitglieder

Wir begrüßen folgende neue Mitglieder, die dem Club von Januar 2015 bis Juni 2015 beigetreten sind, und heißen sie herzlich willkommen:

  • Florian Meißner
    TU Dortmund
    Tōhoku University, 2014*

  • Dr. Christoph Schwanda
    Österreichische Akademie der Wissenschaften
    High Energy Accelerator Research Organization (KEK), 2001–2003*
    Kyōto University European Center, Heidelberg Office

  • Jonas Sauer
    TU Darmstadt
    Waseda University, 2013–2014*

  • Katharina Schade
    TU Darmstadt
    The University of Tōkyō, Waseda University, 2013–2014*

  • Lorenz von Below
    TU Darmstadt
    Waseda University, 2012–2013*

  • Prof. Dr. Aart Middeldorp
    Universität Innsbruck
    Japan Advanced Institute of Science and Technology, 2013*

  • Prof. Dr. Lothar Wigger
    TU Dortmund
    Kyōto University, 2011*

  • Dr. Anna-Katharina Hildisch
    Universität Göttingen
    Keiō University, 2014*

  • Dr. Roman Bartnik
    Universität Duisburg-Essen
    Hitotsubashi University 2005 u. 2006–2007*

  • Dr. Giulio Pugliese
    Universität Heidelberg
    National Graduate Institute for Policy Studies, 2013–2014*

  • Oliver Hartmann
    FU Berlin
    The University of Tōkyō, 2013–2014*

  • Prof. Dr. Lorenz Meinel
    Universität Würzburg

  • Prof. Dr. Jutta Papenbrock
    Universität Hannover
    National Institute for Agrobiological resources, 2000, Chiba University, 2002, Nagoya University, 2008*

  • Dr. Lorenz Poggendorf
    Tokyo College of Environment

  • Florian Steinberg
    TU Darmstadt
    Waseda University, 2014–2015*

  • Thomas Jussuf Spiegel
    Universität Leipzig
    Keiō University, 2014*

  • Prof. Dr. Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura
    Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)

  • Dr. Nicolas Schauer
    Metabolomic Discoveries GmbH
    Keiō University, 2005*

  • Holger Thies
    TU Darmstadt

  • Prof. Dr. Akitoshi Kawamura
    The University of Tōkyō

  • Erik Simon
    IPOQUE GmbH

  • Dr. Frank Waller
    Universität Würzburg
    Nara Institute of Science and Technology, 2001–2003*

  • Dr. Annett Hehmann
    National Institute for Environmental Studies, 1999–2001

  • Carolin Lutz
    Waseda University

  • Prof. Dr. Rainer Knauf
    TU Ilmenau
    Tōkyō Denki University, 2009 u. 2011*

* von JSPS/STA geförderter Forschungsaufenthalt in Japan

 

Verstorbene Mitglieder

Der JSPS-Club trauert um:

  • Prof. Dr. Georg Will (…Januar 2015)
  • Prof. Dr. Hans Leser (Februar 2015)

 

Termine

 

Impressum

Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
Redaktion: Dr. Chantal Weber
Mitarbeit: Dr. Meike Albers
Verantwortlich:
Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
c/o JSPS Bonn Office, Ahrstr. 58, 53175 Bonn
Tel.: 0228/375050, Fax: 0228/957777
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unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

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München | 13. Jan. 2019
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Symposium „Art, Architecture
and Technology“

Wien | 24.–25 Mai 2019
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