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Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 15–16/2014

Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 15–16/2014, S. 21–22 (98 KB)

DJW „Asa no Kai“ mit JSPS-Club Mitglied Dr. Stefan Sacré

Am Dienstag, den 21. Oktober 2014 haben der Deutsch-Japanische Wirtschaftskreis e.V. (DJW) und die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. (JSPS-Club) zur Frühstückszeit in das Hotel Mandarin Oriental in München zum „Asa no Kai“ eingeladen. Die DJW-Geschäftsführerin Anna Ahrens und Geerd HF Diercksen als Vertreter des JSPS-Clubs begrüßten die etwa 40 Teilnehmer. Generalkonsul Hidenao Yanagi hieß die Gäste in München willkommen.

Dr. Stefan Sacré, CEO, EagleBurgmann Germany GmbH (Foto: DJW e.V.)

Anschließend stellte Gerhard Wiesheu, der Vorstandsvorsitzende des DJW, den Vortragenden und Mitglied des JSPS-Clubs Dr. Stefan Sacré (CEO, EagleBurgmann Germany GmbH) vor.

Das Thema seines Vortrags lautete: „German-Japanese Joint Business Activity: One Possibility to Benefit from the Globalization“. In seinem Beitrag schilderte Dr. Sacré eindrucksvoll die sehr verschiedenen Firmenkulturen des deutschen und japanischen Partners und die damit verbundenen Schwierigkeiten beispielhaft an den Entwicklungsabteilungen: In den Labors des deutschen Partners werden neue Produkte aufgrund neuer Technologien entwickelt. Nicht optimale Produkte werden verworfen. Dagegen werden in den Labors des japanischen Partners Produkte aufgrund von Kundenwünschen entwickelt und zwar nur, bis sie den Anforderungen des Kunden genügen. Trotz dieser Schwierigkeiten überwiegen die Vorteile: Der japanische Partner deckte bereits die asiatischen Märkte ab, der deutsche Partner die europäischen und nordafrikanischen. Gemeinsam ist die Firma nun aufgrund ihrer Größe in der Lage, neue Märkte zu erschließen, insbesondere in Amerika, und damit global zu agieren.

Seit einigen Jahren verbindet die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. und der Deutsch-Japanische Wirtschaftskreis e.V. eine gegenseitige Mitgliedschaft. Um diese Partnerschaft mit Leben zu füllen, haben die Vorstände der beiden Vereine die Zusammenarbeit beim sogenannten DJW „Asa no Kai“ vereinbart. Zwei Mal pro Jahr können Mitglieder des JSPS-Clubs als Vortragende bei diesen Frühstückstreffen mitwirken. In Deutschland organisiert der DJW diese Veranstaltungsreihe jährlich etwa sechs Mal in unterschiedlichen Städten.

Sollten auch Sie Interesse haben, bei einem der nächsten „Asa no Kai“ einen Vortrag zu halten, sprechen Sie bitte den Vorstand des JSPS-Clubs an – wir freuen uns über Ihre aktive Unterstützung!

(Geerd HF Diercksen, Clubmitglied)


Disaster Recovery Access Networks

Am 6. Oktober hat Heinrich Menkhaus, der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. (kurz JSPS-Club), Ursula Toyka-Fuong, die neue Leiterin des DAAD Büros in Tokyo bei der Eröffnung des gemeinsam veranstalteten Wissenschaftlichen Gesprächskreises vorgestellt. Dr. Matthias Herlich, zurzeit mit einem DAAD Stipendium als Post-Doc am National Institute of Informatics (NII) in Tokyo, präsentierte ein interessantes Thema: Die Wiederherstellung der Mobilkommunikation nach Katastrophen.

Foto: Wolfgang Staguhn

Das Ziel seiner Forschung am NII ist es, durch einfache und vorhandene Mittel möglichst schnell eine unterbrochene Verbindung mit dem Kommunikationsnetz für die betroffenen Personen wieder aufzubauen. Zum Beispiel dann, wenn Basisstationen für den Mobilfunk ausgefallen sind.

Hinter seiner Forschung steckt folgende Idee: Da die Verbreitung von Smartphones heute sehr hoch ist, können diese für den Aufbau einer Übertragungskette mit der WLAN-Funktion genutzt werden – soweit, bis der nächste funktionierende Internetzugang erreicht ist. In seinem Projekt untersucht Herlich die Platzierung der einzelnen Smartphones, um eine möglichst gute Verbindung zu erhalten. Dabei gilt es, auch die Benutzerfreundlichkeit für Nichtexperten zu gewährleisten. Denn nach einer Katastrophe müssen die Betroffenen mit der neuen Technik zurechtkommen.

Eine lebhafte Diskussion, die schon während seines Vortrags begann, zeigte das große Interesse der Zuhörer an diesem Thema. Der Beitrag vermittelte sogar Grundlagen der Mobilkommunikation, die man schon immer mal verstehen wollte. Im Anschluss gab es in den Räumen des DAAD bei Getränken und japanischen Köstlichkeiten Gelegenheit, den Erkenntnisgewinn fortzusetzen.

Der Wissenschaftliche Gesprächskreis wird seit 2009 gemeinsam vom DAAD Tokyo und dem JSPS-Club organisiert. Jährlich laden die Veranstalter etwa vier bis sechs Mal zu Vortragsabenden ein. Deutsche und Japanische Wissenschaftler können sich beim gemütlichen Ausklingen nicht nur fachlich austauschen sondern auch neue Kontakte in die andere Wissenschaftsgemeinde knüpfen.

(Wolfgang Staguhn, Vorstandsmitglied)

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