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Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 07/2012

Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 07/2012, S. 17–18 (113 KB)

„Mitglieder laden Mitglieder ein“ in München

Finden technische Innovationen den Weg in die Gesellschaft? Was sind die Rahmenbedingungen und wie weit lässt sich der Mensch auf neue Technologien ein? Anregungen, Aussichten und Antworten dazu gab die Veranstaltung „Mitglieder laden Mitglieder ein“, zu der Thomas Bock am 16. und 17. November nach München eingeladen hatte.

Die Teilnehmer im Baurobotiklabor von Thomas Bock (Foto: JSPS-Club)

Der japanische Generalkonsul Akira Mizutani begrüßte etwa 80 Gäste bevor Thomas Bock, Inhaber des Lehrstuhls für Baurealisierung und Baurobotik an der TU München, die Teilnehmer durch eine Reihe interessanter Vorträge führte.

Einen spannenden Einblick in die neuronalen Randbedingungen für Kreativität und technologische Innovationen bot der Beitrag von Ernst Pöppel. Anschaulich und unterhaltsam waren die Ausführungen von Klaus Mainzer zu „Mensch, Gehirn und Automation“. Wie ein intelligenter Hilfsroboter gestaltet sein sollte und was die Erfahrungen mit humanoiden Robotern zeigen – darüber berichteten Sandra Hirche und Gordon Cheng. Altersgerechte Assistenzsysteme und intelligente Umgebungen standen im Fokus der Präsentationen von Kerstin Wessig und Christos Georgoulas. Aus der Baubranche berichteten Unlu Hande über Innovationsstrategien und Kazuyoshi Endo über Marktinnovationen in der EU und Japan. Die Praxis veranschaulichte der Besuch im Human Ambient Technology Lab im Baurobotiklabor am nächsten Vormittag. Zu sehen gab es außerdem eine Tempelstütze und ein Holzbaukasten mit traditionellen Verbindungen.


„Junior Event“ in München

Der JSPS-Club hatte zum dritten „Junior Event“ am Nachmittag des 17. November 2012 nach München eingeladen. Der Junior Event – traditionell im Anschluss an „Mitglieder laden Mitglieder ein“ – richtet sich vornehmlich an die ehemaligen Teilnehmer des JSPS-Sommerprogramms.

Ziel des Junior Event ist es, Kontakte unter den Teilnehmern (junge Post- bzw. Doktoranden) zu knüpfen sowie das gemeinsame Interesse an Japan zu verstetigen. Das Programm sieht Erfahrungsberichte aus dem Sommerprogramm vor, ergänzt durch wissenschaftliche Präsentationen von JSPS–Stipendiaten, die längere Zeit in Japan geforscht haben. Aufgrund ihrer langjährigen Japankontakte haben zwei Mitglieder des JSPS-Clubs, Thomas Bock und Stefan Sacré, den jüngeren Teilnehmern einen Einblick in ihre „Japankarrieren“ in der Wissenschaft und in der Wirtschaft gegeben.

Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen alle den Tag mit neuen Eindrücken und Perspektiven ausklingen. Einige verabredeten sich schon zu einem Wiedersehen bei einem Treffen des JSPS-Clubs im nächsten Jahr. Ein besonderer Dank gilt Thomas Bock, der die Durchführung des Junior Events 2012 in den Räumen seines Lehrstuhls für Baurealisierung und Baurobotik an der TU München ermöglicht hat.

(Matthias Hofmann und Sabine Ganter-Richter, Vorstandsmitglieder)


JSPS-Club Meeting in Tokyo

Foto: Ryofu Pussel (JSPS-Club Mitglied)

Am 7. November fand in den Räumen der JSPS in Tokyo das zweite Treffen der in Japan tätigen JSPS-Club Mitglieder statt. Das Programm umfasste den Austausch der Mitglieder über ihre derzeitige berufliche Situation sowie zwei Vorträge. Wilfried Wunderlich, Professor an der Tokai University in Tokyo, referierte über „Erneuerbare Energiequellen in Japan nach Fukushima“. Eckhard Hitzer, der an der International Christian University in Tokyo lehrt, beschäftigte sich in seinem Vortrag mit moderner geothermischer Energienutzung am Beispiel Islands.

Nach einer Kaffeepause berichtete Sabine Ganter-Richter über aktuelle Aktivitäten des JSPS-Clubs. Ein großer Teil der sich daraus entwickelnden Diskussion waren Überlegungen zur Erhöhung der Sichtbarkeit des Clubs auf verschiedenen Ebenen sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Im anschließenden Austausch bezeichneten die Teilnehmer ihre derzeitige berufliche Situation an den japanischen Universitäten und Betrieben insgesamt als gut bis sehr gut. Es folgten gemeinsame Überlegungen, wie man in Deutschland den attraktiven Forschungsstandort Japan bekannter machen und junge Wissenschaftler dazu motivieren kann, in Japan zu forschen.

Anlässlich der Verleihung des Institutionenpreises des japanischen Außenministers für die vorbildliche Förderung des deutsch-japanischen wissenschaftlichen Austausches an den JSPS-Club fand im Anschluss an das Treffen ein Empfang statt, zu dem auch Vertreter des japanischen Außenministeriums kamen. Die Grußworte sprach Prof. Dr. Shiro Ishii vom JSPS Research Center for Science Systems. Bei japanischem Wein und deutscher Brotzeit wurde noch den ganzen Abend der gemeinsame Austausch gesucht, neue Kontakte wurden geknüpft.

Insgesamt war dieses zweite Treffen eine überaus gelungene Veranstaltung; alle Beteiligten wünschen sich, dass weitere Treffen folgen. Mitglied Alexander Olbrich, Generalkonsul in Osaka, bot an, die Organisation des dritten Treffens zu übernehmen, das wahrscheinlich in Frühjahr 2013 stattfinden wird.

(Verena Pietzner, Universität Hildesheim)

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