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Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 04/2011

Japanisch-koreanisch-deutsche Tagung: „Aktuelle Fragestellungen des Delikts und Verfahrensrechts“

Vom 11. bis 13. September 2011 fand an der Juristischen Fakultät der Universität München eine Tagung zu Fragen der Rechtsvergleichung zwischen Japan, Korea und Deutschland statt. Aktueller Anlass war das 150-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Königreich Preußen und dem Japanischen Kaiserreich im Jahre 1861.
Die Juristische Fakultät der Universität München unterhält schon seit einigen Jahren ein Austauschprogramm mit der Ritsumeikan University (Kyoto) und der Seoul National University in Korea. Da Korea mit dem deutschen Zivilrecht über die Rezeption in Japan, die sich auf Korea ausgewirkt hat, verbunden ist, wurde auch das koreanische Recht in die Tagung einbezogen.

Die Teilnehmer der Tagung (Foto: Gerhard Ries)

Im Delikts- und Verfahrensrecht kann Rechtsvergleichung besonders plastisch dargestellt werden. Ohne aufwändige begriffliche Vorklärungen können hier grundsätzliche Fragestellungen gegenübergestellt werden.

Von japanischer Seite referierten Makoto Arai („Warum streiten Japaner selten vor Gericht?“), Shigeo Nishimura („Kritische Bemerkungen zu japanischen Urteilen über die Behinderung des Müllwerkbaus durch das sog. Persönlichkeitsrecht“), Hiroshi Saito („Entwicklungen des Persönlichkeitsrechtsschutzes in Japan und Deutschland“) und Keizo Yamamoto („Rechtsvergleichende Untersuchungen zum japanischen und deutschen Leistungsstörungsrecht“). Moon-Hyuck Ho erläuterte zum koreanischen Zivilprozessrecht „Wege zur Beweislasterleichterung des Revisionsgerichts“.

Auf deutscher Seite stellte Gerhard Ries „Die Entwicklung der Beziehungen zwischen Japan, Korea und Deutschland in den letzten 150 Jahren“ dar. Vera von Pentz, Richterin am Bundesgerichtshof, sprach zu „Fragen der Neulandmedizin“. Walter Seitz, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht München a.D., behandelte das Thema „Vollstreckungsrecht im grenzüberschreitenden Bereich“. Jürgen von Gerlach, Richter am Bundesgerichtshof a.D., referierte über „Die Entwicklung des Persönlichkeitsrechts in Deutschland in jüngerer Zeit“. Walter Groß, Vizepräsident des Amtsgerichts Nürnberg und 1. Vorsitzender des Bayerischen Richtervereins, behandelte „105 Jahre Standesvertretung der Richter und Staatsanwälte in Bayern – Rückblick und Ausblick“. Über „Die Entwicklung der Produkthaftung in Deutschland“ sprach Johannes Hager.

Heinrich Menkhaus, Professor für Deutsches Recht an der Meiji University, stellte als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. diese Alumni-Vereinigung vor und betonte die Funktion der Japan Society for the Promotion of Science auch für die Zusammenarbeit in den Rechtswissenschaften.

Gerhard Ries
Mitglied der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
Ansprechpartner für japanische und koreanische Studenten und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Jurisprudenz

Veröffentlichung:
Dr. Timo Fest LL.M., Zeitschrift für Japanisches Recht (ZJapanR) 16 (2011), S. 329–335


Verdienstauszeichnung des japanischen Außenministers für Thomas Bock

In Anerkennung seines herausragenden Beitrags zur Förderung des japanisch-deutschen Austauschs würdigte die japanische Regierung Thomas Bock, Inhaber des Lehrstuhls für Baurealisierung und Baurobotik an der Technischen Universität München, mit einer Verdienstauszeichnung des japanischen Außenministers. Zur feierlichen Urkundenüberreichung hatte der japanische Generalkonsul Akira Mizutani am 25. November in seine Münchener Residenz eingeladen.

Thomas Bock und Generalkonsul Akira Mizutani (Foto: privat)

Thomas Bock setzt sich seit ca. 20 Jahren für den Aufbau von Austauschprogrammen zwischen japanischen Universitäten und der TU München ein. Insbesondere hat er den akademischen Austausch zwischen Studenten aus Japan, Deutschland und der EU in den Fachbereichen Informatik, Elektronik/Elektrotechnik, Maschinenbau/Robotik und Architektur gefördert und damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses geleistet. Damit habe er besonders im technischen Bereich einen herausragenden Beitrag zur Intensivierung des Austauschs zwischen Studenten unserer beiden Länder geleistet, auf deren Schultern die Hoffnungen für die Zukunft ruhen, so die Pressemitteilung des Japanischen Generalkonsulats München.

Die Forschungsaktivitäten von Thomas Bock konzentrieren sich auf die Automatisierung und Roboterisierung im Bauwesen, angefangen bei der Planung über die Bauproduktion und Nutzungsphase bis hin zum Um- und Rückbau. Nach dem Studium der Architektur an der Universität Stuttgart und am IIT in Chicago wurde er an der Universität Tokyo promoviert. Er ist u.a. Direktor der International Association for Automation and Robotics in Construction in Eindhoven, der Asian Habitat Society in Peking sowie des International Institute of Construction Information in Tokio.

Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. lädt Thomas Bock voraussichtlich im November 2012 nach München zur Veranstaltungsreihe „Mitglieder laden Mitglieder ein“.

(Sabine Ganter-Richter, Vorstandsmitglied)

Weitere Informationen: www.br2.ar.tum.de

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