1. Club-Treffen in Japan / 24. Oktober 2011

Ort: JSPS, 8 Ichibancho, Chiyoda-ku, Tokyo 102-8472


Dass Japan einen attraktiven Arbeitsmarkt für Wissenschaftler hat, braucht angesichts der herausragenden wissenschaftlichen Bedeutung Japans nicht eigens betont zu werden. Es ist deshalb auch keineswegs überraschend, dass viele Clubmitglieder in Japan tätig sind. Ihre Zahl hat sich durch die Auswirkungen des Erdbebens in der Region Tōhoku vom 11. März 2011 kaum verändert. Der Clubvorstand hatte sich deshalb schon längere Zeit Gedanken darüber gemacht, wie diese Mitglieder, die nicht regelmäßig an den Veranstaltungen des Clubs im deutschsprachigen Raum teilnehmen können, am besten zusammenzuführen sind. Eine erste Clubaktivität in dieser Richtung war die Vereinbarung der Mitveranstaltung des schon seit vielen Jahren existenten Wissenschaftlichen Gesprächskreises (WGK) des DAAD-Büros in Tokyo im Jahre 2008. Diese Zusammenarbeit läuft seit Anfang des Jahres 2009 durchgehend sehr erfolgreich. Aber es sollte wie im deutschsprachigen Raum eben auch eine Veranstaltung geben, die nur für Mitglieder gedacht ist. Diese wurde mit dem 1. Treffen der in Japan arbeitenden Clubmitglieder am 24. Oktober 2011 verwirklicht.

Dank der guten Zusammenarbeit mit der JSPS-Zentrale in Tokyo wurde dem Club dort ein Tagungsraum mit der nötigen Technik kostenlos zur Verfügung gestellt und JSPS war auch bereit, die Fahrtkosten der Teilnehmer zu tragen, die von außerhalb der Region Kantō anreisen mussten.

Nach einem Grußwort des Abteilungsleiters des International Program Department, Katō Hisashi, der die Arbeit des Clubs seit seiner Gründung im Jahre 1995 mitverfolgt hat, gab der Verfasser den 15 Teilnehmern zunächst anhand einer Power Point-Präsentation einen Überblick über die Aktivitäten des Clubs. Da das Treffen die Situation der Wissenschaftler in Japan beleuchten sollte, sprach dann Dr. Thomas Parkner von der Universität Tsukuba zum Thema „Als deutscher Wissenschaftler an japanischen Universitäten und Forschungsstätten“, gefolgt von Dr. Helmut Wenisch, Siemens Japan, mit dem Thema „Als deutscher Wissenschaftler in einem Unternehmen in Japan“. Ein entsprechender Vortrag eines Mitglieds über ein japanisch kapitalisiertes Unternehmen musste wegen kurzfristiger Verhinderung des Referenten leider abgesagt werden.

Nach der Mittagspause sprach der Leiter des JSPS-Büros in Bonn, Prof. Dr. Kodaira Keiichi, der sich zufällig in Japan aufhielt, sein Grußwort. Danach begann die geplante Diskussion, in der indes nur ein Bruchteil der angesetzten Fragen angesprochen werden konnte. Zur Außendarstellung des Clubs wurde angeregt, einen Text in den beliebten sog. social networks wie etwa Facebook zu platzieren. Die Anstellungschancen für ausländische Wissenschaftler in Japan hätten sich im Rahmen der „Global 30“ genannten Exzellenzinitiative des japanischen Ministeriums für Erziehung und Wissenschaft (Monbu Kagakushō) erweitert. Im Rahmen des Programms sind bisher 13 Universitäten ausgewählt worden, die die Globalisierung als Herausforderung erkannt haben und entsprechend Lehrprogramme in Fremdsprachen anbieten. Ob man indes das angestrebte ehrgeizige Ziel, Japan zu einem führenden Ausbildungsstandort der Erde zu machen, erreichen wird, sei noch nicht abzusehen. Der Club jedenfalls könne sich an dieser Entwicklung beteiligen, in dem die Clubmitglieder in Japan ganz bewusst die Betreuung deutschsprachiger Nachwuchswissenschaftler an ihren Lehrstühlen oder in ihren Forschungslabors anböten.

Nach dem Ende der Diskussionsrunde nahmen die Clubmitglieder an einer der regelmäßig stattfindenden Orientierungsveranstaltungen von JSPS für neueingetroffene Stipendiaten aus allen Ländern teil. Im Rahmen eines anteilig aus der Clubkasse bezahlten Empfangs hatten sie Gelegenheit, sich mit den Neustipendiaten zu unterhalten und über ihre eigene Karriere bzw. die Mitgliedschaft im Club Auskunft zu geben. Der Tag schloss mit einer Teilnahme am Wissenschaftlichen Gesprächskreis, den das DAAD-Büro Tokyo zusammen mit dem Club organisiert hatte. Es wurde die einhellige Meinung geäußert, diese Treffen regelmäßig stattfinden zu lassen. Deshalb auch hier wieder die Bitte um rechtzeitige Mitteilung einer geplanten Japanreise an den Verfasser, damit sichergestellt ist, dass auch die nur vorübergehend in Japan anwesenden Mitglieder des Clubs an diesen Treffen teilnehmen können.

Heinrich Menkhaus
Quelle: Neues vom Club 01/2012

Programm (93 KB)

11.00   Begrüßung
Heinrich Menkhaus (Vorsitzender des JSPS-Clubs und Vertreter in Japan)
Hisashi Kato (Director International Program Department, JSPS)
Selbstvorstellung der Teilnehmer

11.15   Vorträge
Heinrich Menkhaus:
Vorstellung der Club Aktivitäten
Thomas Parkner:
Als deutscher Wissenschaftler an jap. Unis oder Forschungsstätten

12.00   Vorträge
Jörg Freitag:
Als deutscher Wissenschaftler in einem Unternehmen in Japan
Helmut Wenisch:
Als deutscher Wissenschaftler in einem Unternehmen in Japan

13.00   Fragen und Diskussion

13.30   Mittagessen in der Umgebung
14.30   Diskussion zur Rolle des Clubs in Japan
17.00   Wechsel ins Hotel Monterey Hanzomon

17.10   Heinrich Menkhaus: Vorstellung der JSPS-Club Aktivitäten im Rahmen des Orientierungsprogramms von JSPS

17.30   Teilnahme am JSPS-Empfang für die Teilnehmer des Orientierungsprogramm

18.30   Wechsel zum DAAD-Büro Tokyo, Teilnahme am Wissenschaftlichen Gesprächskreis (WGK)

20.00   Teilnahme am DAAD-Empfang nach Ende des WGK

Neues vom Club 01/2019
mehr...

Symposium „Art, Architecture
and Technology“

Wien | 24.–25. Mai 2019
mehr...

Bewerbungsschluss zur
Teilnahme an „Hallo
Deutschland 2019: 13.
Deutsch-Japanischer
Youth Summit“

26. Mai 2019
mehr...