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Gottfried Wagener Prize

      

Der nach dem in der Meiji-Zeit in Japan tätigen deutschen Wissenschaftler Gottfried Wagener benannte German Innovation Award ist am 19. Juni 2012 in der Residenz des Deutschen Botschafters in Tokyo zum vierten Mal verliehen worden. Der Preis geht auf eine Initiative der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan zurück, die im Jahre 2008 einige bekannte deutschkapitalisierte Unternehmen mit großen Japangeschäft versammelte um interessante Innovationen japanischer Wissenschaftler krönen zu können. Er wird vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo koordiniert.

Die gegenwärtige Auswahlrunde hatte über 80 Vorschläge zu bearbeiten. Das verdeutlicht, dass der Preis in Japan schon gut beleumundet ist. Es ist indes auffällig, dass die weitaus meisten Vorschläge von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft stammen.
 
So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die Preisträger aus diesem Bereich stammen. Der erste Preis ging an ein Forscherteam des National Institute of Radiological Sciences, der zweite an einen Professor der Abteilung Chemie in der Graduiertenschule für Naturwissenschaften der Universität Nagoya, und der wie auch vorher schon dreigeteilte dritte Preis an einen Assistenzprofessor in der Abteilung für Nanomechanik der Graduiertenschule für Ingenieurwesen der Universität Tohoku, Sendai, einen Professor der Abteilung für Biochemie und molekularer Biologie der Graduiertenschule für Pharmazie der Universität Osaka und einen Professor der Abteilung für elektrisches und elektronisches Informationsingenieurwesen der Graduiertenschule für Ingenieurwissenschaften derselben Universität.

Das Gutachtergremium war auch in diesem Jahr wieder sehr hochkarätig besetzt. Es wird nach wie vor von dem ehemaligen Rektor der Technischen Universität Tokyo und gegenwärtigen Exekutivrat des Komitees für Naturwissenschaft und Technologie im Amt des Ministerpräsidenten Japans, Prof. Masuo Aizawa geleitet, der den ehemaligen deutschen Stipendiaten der Japan Society for the Promotion of Science dadurch bekannt ist, dass er auf dem von JSPS und der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. (kurz JSPS Club) gemeinsam veranstalteten Öffnet internen Link im aktuellen FensterSymposium in Halle im Jahre 2004 gesprochen hat.
 
Die externen Gutachter aus Deutschland wurden, wie auch in den Vorjahren, von der Fraunhofer Gesellschaft und dem JSPS Club gestellt, deren Vorsitzender und Autor dieser Zeilen zur Preisverleihung eingeladen war. Der Dank des Verfassers und des JSPS Clubs geht an die Mitglieder des Vereins Prof. Roland Benz und Prof. Jörg Schlehofer, die sich als Gutachter zur Verfügung gestellt haben.

Ein besonderer Höhepunkt der Preisverleihungszeremonie selbst war der Vortrag von Dr. Jun'ichiro Kawaguchi, der in Japan seit der erfolgreichen Satelliten-Mission Hayabusa zum Asteroiden Itokawa sehr bekannt ist. Er berichtete, dass die gegenwärtig in Planung befindliche Hayabusa-Mission II deutsche Geräte für Experimente vor Ort mitführen wird. Einzelheiten über den Preis und seine Verleihung finden sie auf der Öffnet externen Link in neuem Fensterdieser Homepage.
 
Der JSPS Club freut sich über das steigende Interesse an dem in Rede stehenden Preis und wird diesen weiter gerne mit der Benennung externer Gutachter unterstützen. Der Club überlegt auch, wie der einmal entstandene Kontakt der Preisträger zu Deutschland vertieft werden kann.

Heinrich Menkhaus
Vorsitzender

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