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21. Japanese-German Symposium „Higher Education – Challenges and Current Developments“

Das 21. japanisch-deutsche Symposium und gleichzeitig Jahrestreffen von JSPS-Stipendiaten aus dem deutschsprachigen Raum am 19. und 20. Mai beleuchtete diverse Aspekte der Hochschuldidaktik in verschiedenen Disziplinen. Die Veranstalter, das JSPS Bonn Office und die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V., sowie die Prorektorin begrüßten etwa 140 Teilnehmer an der Universität Oldenburg.


Nach einer kurzen Einführung durch die Organisatorinnen, Prof. Dr. Verena Pietzner und PD Dr. Daisy Rotzoll, begann der erste Teil „Higher Education in Japan und Germany“ mit einem Vortrag von Prof. Ulrich Teichler, Universität Kassel, über „The Academic Profession in Japan and Germany“. Prof. Teichler stellte die Ergebnisse einer Untersuchung vor, die sich mit der (Selbst-)Einschätzung von Wissenschaftlern in Japan und Deutschland beschäftigt. Prof. Yonezawa Akiyoshi von der Universität Tohoku betonte in seinem Vortrag „Transformation of Japan’s Higher Education in Response to Global Challenges“ die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Japan und Deutschland als einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung der Universitätslandschaft.

Der zweiten Teil „Innovating Teacher Education“ zeigte auf, dass die Lehrerausbildung an Universitäten sowohl in Japan als auch in Deutschland im Wandel begriffen ist. Der Vortrag von Prof. Lothar Wigger, TU Dortmund, trug den Titel „The Teacher Training in Germany: New Ways – Old Problems“. Prof. Ito Toshiko von der Universität Mie berichtete aus Japan mit ihrem Beitrag „Teacher Training and Japan’s Current Higher Education“.

Den Auftakt am zweiten Tag machte Prof. Ban Nobutaro, Universität Nagoya, mit dem Thema „Medical Education in Japan: How the Past Informs the Future“. Die deutsche Perspektive bot Prof. Eckhart Hahn von der Universität Erlangen unter dem Titel „Medical Education in Germany: Development of the National Competence Based Catalogue of Learning Objectives”. Den Abschluss bildete der Vortrag „Digital Media in Higher Chemistry Education“ von Prof. Richard Göttlich, Universität Gießen.

Die Vorträge verband die Aussage, dass die universitäre Lehre sich den gesellschaftlichen, technischen und politischen Anforderungen in einem global-internationalen Umfeld stellen muss, aber auf viele Aspekte noch keine befriedigende Antwort gefunden wurde bzw. keine einheitliche Lösung bestehen kann. Disziplinäre Unterschiede und individuelle Anforderungen machen eine Standardisierung auf allen Ebenen aber auch nicht erstrebenswert.

(Dr. Chantal Weber, Vorstandsmitglied)


JSPS Alumni Club Award 2016 an Nozomi Sato

Beim diesjährigen Symposium am 20. Mai in Oldenburg hat der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. (JSPS-Club), Prof. Dr. Heinrich Menkhaus, den JSPS Alumni Club Award an Prof. Dr. Nozomi Sato verliehen. Die Verdienste des Preisträgers stellte das Vorstandsmitglied zuständig für Preise und Auszeichnungen, Prof. Dr. Ivor Fleck, vor:

Preisträger Nozomi Sato zwischen Vorstandsmitglied Ivor Fleck und Vorsitzendem Heinrich Menkhaus (Foto: JSPS-Club)

Nozomi Sato ist Professor für Musikwissenschaften an der Keio Universität in Tokyo, er ist in besonderer Weise mit Deutschland verbunden und spricht fließend Deutsch. Im Anschluss an sein Bachelorstudium in Musik kam er an die Universität zu Köln. Dort studierte er ein Jahr und erwarb 1992 seinen Abschluss in Musikwissenschaften an der Tokyo University of the Arts. An derselben Universität führte er auch sein Promotionsstudium durch. Auch während der Promotionszeit verbrachte er mit einem DAAD-Stipendium zwei Jahre an der Ruhr-Universität in Bochum. 1999 wurde er zum Senior Assistant Professor an der Keio Universität ernannt und seit 2007 ist er dort ordentlicher Professor. In den Jahren 2003 bis 2004 kam er als Gastwissenschaftler an die Universität Freiburg. Eines seiner Spezialgebiete ist die Barockmusik mit Schwerpunkt auf Deutschland sowie die theologischen Aspekte der Musik dieser Zeit.

Aus seiner Ausbildungszeit in Deutschland hat er einige Aspekte in seine heutige Lehre an der Keio Universität übernommen. So hat er dort z.B. ein Collegium Musicum nach Kölner Vorbild gegründet. Seinen Studierenden versucht er so oft wie möglich Aufenthalte und Ausbildung in Deutschland zu ermöglichen. Dieser Einsatz wurde unter anderem bereits 2008 durch die Verleihung des Lehrpreises der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Keio Universität gewürdigt. Seine Vorlesungen befassen sich nicht nur mit der Musikwissenschaft, sondern vermitteln auch bei der Wissensgewinnung und Wissenschaftsethik.

Aufgrund seiner Verdienste zum Austausch junger Musiker zwischen Japan und Deutschland wurde Nozomi Sato der JSPS Alumni Club Award 2016 verliehen.

(Prof. Dr. Ivor Fleck, Vorstandsmitglied)

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