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Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 17/2015

Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 17/2015, S. 17–18 (121 KB)

20 Jahre JSPS-Club

1995 wurde auf Initiative deutscher Wissenschaftler, die sich mit Förderung der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) in Japan aufgehalten haben, die Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. (JSPS-Club) gegründet. Der Verein zählt heute mehr als 400 Mitglieder und bildet ein einzigartiges und fächerübergreifendes Japan-Netzwerk in der deutschen Wissenschaftslandschaft.


2015 feiert der JSPS-Club sein 20-jähriges Bestehen mit verschiedenen Aktivitäten. Zum Auftakt kamen etwa 160 Gäste zu dem von JSPS-Club und JSPS Bonn Office gemeinsam organisierten Jahressymposium Agriculture and Food Supply – Challenges and Perspectives am 8. und 9. Mai nach Potsdam. In zwei Sitzungen über Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung sowie Landwirtschaft und Lebensmittelhandel beleuchteten deutsche und japanische Redner die jeweiligen Perspektiven ihres Landes. In einem dritten Teil behandelten die Vorträge das Thema Lebensmittelsicherheit. Zur Feier des 20. Geburtstags des JSPS-Clubs ging es zum Abendessen und anschließender Tanzmusik auf eine Schiffstour durch die Seenlandschaft um Potsdam.

Wie auch schon zum zehnten Geburtstag blickt nun eine weitere Festschrift des JSPS-Clubs zurück auf die Vereinsgeschichte, auf Japan-Erfahrungen der Mitglieder und zeigt Perspektiven für die zukünftige Ausrichtung auf. Die Festschrift soll pünktlich zum Geburtstag im August erscheinen.

Neben dem Symposium im Frühjahr in Deutschland feiert der JSPS-Club sein Jubiläum im Herbst mit zwei Veranstaltungen auch in Japan:

30.9.2015:  
History of Japanese-German Joint Scientific Endeavors
Tagungsort: National Museum of Japanese History, Sakura City, Chiba
6.10.2015:
The Role of Renewable Energy for a Sustainable Energy Supply
Tagungsort: Meiji University in Tokyo, Surugadai Campus, Global Front Bldg. 1F

Konferenzsprache ist Englisch. Die Vorträge beider Symposien sind öffentlich, die Teilnahme kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten unter www.jsps-club.de.
(Sabine Ganter-Richter, Vorstandsmitglied)


Der japanische Chemiker Shigeyoshi Inoue erhält ERC Grant über 1,5 Millionen Euro

Prof. Dr. Shigeyoshi Inoue, bereits mehrfach ausgezeichneter Chemiker der TU Berlin, erhält einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC), der mit rund 1,5 Millionen Euro dotiert ist. 3279 Anträge waren in Brüssel eingegangen, die Auswahlkommission hat 328 Projekte positiv entschieden, das sind etwa zehn Prozent.

Foto: Ulrich Dahl, TU Berlin

Shigeyoshi Inoue sucht nach Wegen, bestimmte Eigenschaften des häufigen Silizium für den Bau von Katalysatoren nutzbar zu machen, um teure und seltene Metalle in Pharmazie und Ölindustrie zu ersetzen. Der japanische Chemiker Shigeyoshi Inoue, der bereits seit sieben Jahren in Deutschland lebt, befasst sich mit dem Design, der Synthese und der Charakterisierung von Silyliumyliden-Ionen sowie deren Anwendung in der Katalyse. „Diese Moleküle mit einem zweiwertigen Siliziumatom sind besonders vielversprechend als mögliche alternative Katalysatoren, denn sie weisen erstaunliche Aspekte auf“, erklärt Shigeyoshi Inoue. „Zum Beispiel sind sie extrem wirksam bei der katalytischen Aktivierung der Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindung, für die sonst seltene Edelmetalle wie Platin oder Palladium verwendet werden müssen. Dagegen ist Silizium eines der häufigsten Elemente der Erdkruste. Es wäre also von Vorteil, wenn wir die teuren Metalle, die bislang beim Bau von Katalysatoren unverzichtbar sind, durch Silizium ersetzen könnten, zum Beispiel in der Pharmazie oder bei der Umwandlung von Rohöl.“

Schon seit 2008 arbeitet Shigeyoshi Inoue im Arbeitskreis von Matthias Drieß in der Anorganischen Chemie der TU Berlin. Neben Auszeichnungen in seiner Heimat Japan – unter anderem erst im Januar 2015 mit dem Award for Distinguished Young Chemists der Chemical Society of Japan – wurde Inoue bereits mit einem Alexander von Humboldt-Forschungsstipendium ausgezeichnet und erhielt 2010 ebenfalls den mit 1,65 Millionen Euro dotierten Sofja-Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung, mit dem er seinen eigenen Arbeitskreis an der TU Berlin aufbaute.

Seit 2011 Ist Shigeyoshi Inoue Mitglied in der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V.
(Quelle: TU Berlin, Pressemitteilung, 28.1.2015)

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