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Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 11–12/2013

Der JSPS-Club: Das Japan-Netzwerk 11–12/2013, S. 21–22 (101 KB)

„Mitglieder laden Mitglieder ein“ in Freiburg

Am 14. und 15 November 2013 lud Dr. Christian Becker-Asano zum diesjährigen „Mitglieder laden Mitglieder ein“ nach Freiburg ein. Im ehemaligen Hörsaal des anatomischen Instituts der Universität Freiburg, dem heutigen FRIAS (Freiburg Institute of Advanced Science), begrüßte der Geschäftsführer des FRIAS Dr. Carsten Dose, der japanische Generalkonsul Mizutani Akira und Vorstandsmitglied Dr. Matthias Hofmann die etwa 60 Gäste.

Im ehemaligen Hörsaal des anatomischen Instituts der Universität Freiburg (Foto: JSPS-Club)

Dr. Becker-Asano führte in den ersten Themenblock „Robotik“ ein. Den Einsatz und die Möglichkeiten moderner Robotiksysteme im öffentlichen Raum stellte Jun.-Prof. Dr. Kai Arras in seinem Vortrag „Soziale Robotik und Tele-Präsenz“ anhand eines aktuellen Projekts des Amsterdamer Flughafens Schiphol vor. Den Zusammenhang zwischen der Entwicklung neuronaler Netze und Fußball erklärte Dr. Joschka Boedecker anhand des bekannten Robo-Cups. In einem Rückblick zeigte er die Entwicklung des Cups von den ersten „Spielereien“ zu einem großen wissenschaftlichen Symposium mit verschiedenen Ligen (humanoide Roboter, Junior Robo-Cup, u.a.).

Der zweite Teil der diesjährigen Veranstaltung widmete sich der Nutzung regenerativer Energiesysteme. Hannah Neumann informierte die Zuhörer über die heutigen Möglichkeiten der Energiespeicherung für den „persönlichen Hausgebrauch“. Der Aufbau einer Photovoltaikanlage von der Solarzelle bis zum kompletten Solarpanel stand im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Ulrich Eitner.

Nach einer lebhaften Diskussion stellte Roland Berkemeier in einer kurzen Präsentation die Nagoya University vor. Sie ist eine der vier japanischen Universitäten, die institutionelles Mitglied des JSPS-Clubs sind. Seit 2010 unterhält die Nagoya University ein Europabüro in Freiburg.

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen der Freiburger Universitätsgeschichte und des „flüssigen Brotes“. Beim Besuch des „Uniseums“ begaben sich die Teilnehmer auf eine Reise in die Vergangenheit der Freiburger Universität und konnten vieles über das studentische „Karzer-Leben“ erfahren. Auch im Karzer brauchten die Freiburger Studenten nicht auf ihr Bier verzichten. Mit dem Gedanken an diesen Teil des studentischen Lebens führte der zweite Programmpunkt des Tages in die Ganter-Brauerei. Nach einer Führung durch den modernen Bierbetrieb endete die Veranstaltung bei einer gemeinsamen Schwarzwälder Brotzeit im alten Brauhaus.

Ein herzliches Dankeschön gilt im Namen aller Mitglieder dem lokalen Organisator Dr. Becker-Asano für zwei interessante und informative Tage in der Perle des Breisgaus.

(Vorstandsmitglied Matthias Hofmann, Universität Frankfurt/Main)


Landesbeauftragter Österreich: Eberhard Widmann

Wie der japanische Name der Deutschen Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V. (kurz JSPS-Club) aussagt, erstrecken sich die Aktivitäten des Vereins auf den deutschsprachigen Raum. Das Netzwerk der ehemaligen JSPS-Stipendiaten in Österreich auf- und auszubauen, dieser Aufgabe nimmt sich das Mitglied Eberhard Widmann an.

Prof. Dr. Eberhard Widmann
Direktor, Institut für subatomare Physik (Foto: Eberhard Widmann)

Eberhard Widmann ist Physiker und hat von 1979–1986 an der Universität Stuttgart studiert. Während der Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart führten ihn Experimente ans Paul-Scherrer-Institut in Villigen (Schweiz). Die Promotion erfolgte am MPI Stuttgart.

Im Jahr 1990 ging er – ohne nähere Vorkenntnisse über Japan – als JSPS Fellow an das Institute for Nuclear Study der Universität Tokyo zu Yamazaki Toshi, der nach seiner Emeritierung 1996–2000 Inspector General der JSPS war. Neben Experimenten am Institut für Hochenergiephysik KEK in Tsukuba arbeitete er 1990–1993 von Japan aus und 1993–1997 als CERN Fellow am LEAR Beschleuniger des CERN. Nach Stilllegung des LEAR ging er nochmals nach Japan, zuerst für ein Jahr an das RIKEN und danach 1998–2004 an das Department of Physics der Universität Tokyo, wo er für den Aufbau des ASACUSA Experimentes am Nachfolger des LEAR, dem Antiproton Decelerator des CERN, verantwortlich war.

2004 kehrte er nach Europa zurück und wurde zum Direktor des Stefan-Meyer-Instituts für subatomare Physik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften berufen. Fast alle Experimente finden in enger Zusammenarbeit mit japanischen Kollegen aus seiner Zeit an der Universität Tokyo und RIKEN statt. Im Sommer 2013 hat er ein sechswöchiges BRIDGE-Stipendium der JSPS am RIKEN verbracht. Seit 2009 ist Eberhard Widmann Mitglied im JSPS-Club und lädt für die Veranstaltungsreihe „Mitglieder laden Mitglieder ein“ am 28./29. November 2014 nach Wien ein.

(Sabine Ganter-Richter, Vorstandsmitglied)

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